50 Cents Sohn releast ersten Track und disst seinen eigenen Vater

50 Cents Sohn Marquise Jackson geht nun auch selbst unter die Rapper. Jetzt wurde sein erster eigener Track veröffentlicht: inklusive Diss gegen seinen Vater. Ganz schön bitter.

In seinem Rapdebüt Different äußert sich Marquise erstmals musikalisch zu seinem Vater. Der Track soll auf seinem ersten Mixtape Escape erscheinen. Auf Different heißt es: "Ich habe meinen Vater verloren, obwohl er noch lebt".

Es ist wohl kein Zufall, dass Marquise genau diesen Song am 6. Februar droppt. Denn vor genau 14 Jahren erschien Fiftys Debütalbum Get Rich or Die Tryin'

In einem aktuellen Interview spricht er erneut über die zerrüttete Beziehung zu seinem Vater: "Als ich aufwuchs, war mein Vater ein Superheld für mich. Doch erst als ich älter wurde, realisierte ich gewisse Dinge oder erkannte bestimmte Verhaltensmuster. Das hatte starken Einfluss auf die Beziehung zwischen mir und meinem Vater."

Nach einer unschönen Trennung von Marquises Mutter soll sich 50 Cent auch von seinem Sohn distanziert haben. Dabei hatte er sich laut aalbc.com vorgenommen, ein besserer Vater zu sein als es sein eigener war. Selbst den Namen seines ersten Sohnes ließ er sich tätowieren.

Seinen zweiten Sohn Sire sehen wir hingegen häufig auf Fiftys Social Media Profilen. Was Marquises Frust verständlich macht.

Hier geht's zum Track:

Marquise Jackson - Different [Audio]

Marquise Jackson, Sohn von 50 Cent, tritt in die Fußstapfen seines Vaters und releast seinen ersten Track.Statt seinen Vater allerdings als Inspiration oder sein Vorbild zu bezeichnen, stichelt er gegen ihn. Auf Different heißt es "Ich verlor meinen Vater, obwohl er noch lebt". Damit spielt er auf die schlechte Beziehung der beiden an.

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Kommentare

"wo ist jetzt der diss ich peils nicht ma"

hiphop.de halt

daaaaaaaaamn das urteil

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Von Kanye West bis Busta Rhymes: Wie Daft Punks Legacy im Rap weiterlebt

Von Kanye West bis Busta Rhymes: Wie Daft Punks Legacy im Rap weiterlebt

Von Michael Rubach am 23.02.2021 - 14:18

Daft Punk haben sich aufgelöst. Das legendäre französische Elektro-Duo geht nach 28 Jahren getrennte Wege. Das gaben Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo mit dem Video zu "Epilogue" bekannt. Die beiden Pariser haben vorgemacht, dass eine Weltkarriere möglich ist, ohne Gesicht zeigen zu müssen. Ohne den Einfluss der visionären Roboter-Köpfe hätte The Weeknd wohl nicht die Richtung zum "Starboy" eingeschlagen. Daft Punks Fußspuren im Rap zeugen ebenfalls von einer künstlerischen Größe, die ihresgleichen sucht.

Daft Punks Einfluss im Rap: Samples, Kollabos, Welthits

In fast drei Jahrzehnten Musikkarriere sind von Daft Punk jede Menge Songs und Sounds für die Ewigkeit erschaffen worden. Eine Sample-Kultur wie Hiphop schaut da natürlich ganz genau hin. Auch als Producer verewigten sich Bangalter und de Homem-Christo gleich mehrfach auf einer der progressivsten Rap-Platten der letzten zwanzig Jahre.

Daft Punk feiern Kanye Wests "Stronger"

Ein Track, der sich aus dem Pool der Zusammenarbeiten von Daft Punk mit anderen Musiker*innen regelrecht entgegenwirft, ist Kanye Wests "Stronger". Der 2007 releaste Song von Yeezys drittem Album "Graduation" geht auf ein Sample von Daft Punks "Harder, Better, Faster, Stronger" zurück. Das Pariser Duo erinnerte sich in einem Interview mit dem Billboard Magazin daran, wie sie "Stronger" zum ersten Mal im Radio wahrgenommen haben.

"Unser Song hatte einen guten Sound, aber als er Kanyes Platte auflegte, war der Sound wirklich fett. Es klingt wirklich groß. Es ist keine Zusammenarbeit im Studio, aber der Vibe der Musik, die wir separat machen, verbindet sich in dem, was er damit angestellt hat."

Daft Punks Original-Version basiert wiederum auf einem Sample von "Cola Bottle Baby" – einem Funksong von Edwin Birdsong (1979). Kanyes kreativer Ausbruch auf "Yeezus" (2013) ist ebenfalls eng mit Daft Punk verknüpft. Bei den ersten drei Tracks des Albums "On Sight", "Black Sinkhead" und "I Am A God" gehen Production Credits an Daft Punk.

Daft Punks Pharrell-Kollabos

Ein anderer Welthit von und mit Daft Punk ist "Get Lucky". Hier arbeiteten die Franzosen mit Pharrell Williams und Nile Rodgers zusammen. In gefühlt jedem Land der Erde stand dieser Track an der Spitze der Charts. Die weitere Pharrell-Kollabo "Lose Yourself To Dance" konnte daran nicht anknüpfen. Beide Singles landeten auf dem 2013 releasten Album "Random Access Memories".

Der mysteriöse Track mit Jay-Z

Der Daft Punk-Track "Computerized" fährt niemand Geringeren als Jay-Z für ein Feature auf. Das Ganze war als Single für den Disney-Film "Tron: Legacy" gedacht. Die Musik zum Science-Fiction-Movie kam dabei zwar vollends von Daft Punk – doch der Track mit Hova gelang nie auf offiziellem Weg an die Öffentlichkeit.

Der Chef für Soundtrack-Fragen bei Disney erklärte Jahre später, dass Daft Punk sich bei der Produktion dieser einzelnen Single regelrecht "gefoltert" gefühlt hätten. Als der Song irgendwann stand, wurde er als unpassend bewertet. Auf lyrischer Ebene sei dieser "zu verwurzelt im echten Leben" gewesen. Als Lead-Single für den Film erschien 2010 schließlich "Derezzed". Der Leak von "Computerized" erfolgte 2014.

Daft Punk erzählen "Something About Us" – 50 Cent & Cro fühlen es

Anteile von Daft Punks "Something About Us" aus dem Album "Discovery" (2001) finden sich in diversen Rap-Tracks wieder. 50 Cents "Detox"-artiges und bis heute nicht veröffentlichtes Album "Street King Immortal" wurde einst mit einer einer Single inklusive Kendrick Lamar-Part angeteast. 2013 droppten die beiden US-Rapstars "We Up". Später schob Fiddy in einem Interview hinterher, dass er den Track doch nicht auf "Street King Immortal" platziere.

Auch ein Deutschrap-Star hat sich näher mit "Something About Us" beschäftigt. Cros Platin-Single "Du" ist hörbar an die Nummer angelehnt. Die Liebe für Daft Punk hat sich Cro offenbar bis in die Gegenwart bewahrt. Beim Cover Artwork zu seinem kommenden Album "trip" werden Daft Punk-Einflüsse deutlich. Es sind diese "Random Access Memories"-Vibes.

Busta Rhymes präsentiert seine Technik auf "Technologic"-Sample

Mit "Touch It" hat ebenfalls eine der bekanntesten Nummern von Flow-Monster Busta Rhymes seine Wurzeln bei Daft Punk. Die Swizz Beatz-Produktion vom Album "The Big Bang" (2006) nutzt ein Sample von "Technologic". Der Song ist ursprünglich auf der Daft Punk-Platte "Human After All" (2005) zu finden. Für das Live-Album "Alive 2007" führten Daft Punk beide Versionen zusammen.

Nach dem Release von Busta Rhymes "Touch It" gingen direkt mehrere Remixe des Tracks Rennen. Auf einem versammelten sich diverse Big Names der damaligen Zeit. Mary J. Blige aktivierte sogar ihr Alter Ego Brooke Lynn. Weitere Parts kamen von Missy Elliott, Rah Digga, Lloyd Banks, Papoose und DMX.

Es ließen sich noch viele weitere Beispiele für den Impact von Daft Punk in der Popkultur finden. Wie kaum ein anderes Duo führte die Elektro-Formation Künstler*innen über Genregrenzen hinweg zusammen. Wenn die Welt irgendwann wieder ohne Beschränkungen tanzen darf, dann wird auch zu Daft Punk getanzt werden. Nun ziehen die Roboter-Ikonen einen Schlussstrich. Die eine Hälfte des Duos verschwindet am Horizont. Die andere Hälfte sprengt sich in die Luft. Daft Punk war einmal und ist dennoch für immer.


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