"S*x Money Murder": 50 Cent arbeitet an TV-Serie über berüchtigte New Yorker Gang

50 Cent baut seine Geschäfte auf dem amerikanischen Fernsehmarkt erneut aus. Auf Instagram bestätigte er die Arbeit an einem neuen Serienprojekt mit dem Arbeitstitel "S*x Money Murder (The Pistol Pete Story)".

"S*x Money Murder": Darum geht es

Fiftys neuester Serienstreich soll sich mit der Geschichte der S*x Money Murder Gang (SMM) und ihrem Anführer Peter "Pistole Pete" Rollack befassen. Vor allem Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger standen Drogendeals und Morde an der Ostküste häufig mit SMM in Verbindung.

Aus der Bronx heraus formierte Peter Rollack eine der berüchtigtsten Gangs von ganz Amerika. Im Jahr 2000 wurde Pistol Pete wegen sechsfachen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Da Fifty das entsprechende Buch in seinen Instagram-Post zeigt, dürfte die Serie auf der Arbeit von Jonathan Green aufbauen. Der britische Investigativ-Journalist tauchte tief in die Geschichte von SMM ein. Er verbrachte bei seiner Recherche für "S*x Money Murder: A Story of Crack, Blood, and Betrayal" viel Zeit mit ehemaligen Anführern. Sein Werk porträtiert eine der brutalsten Gangs, die New York je gesehen hat.

Nicole Rocklin: 50 Cent sichert sich Oscar-Gewinnerin

Mit der Filmproduzentin Nicole Rocklin präsentiert Fifty direkt eine prominente Partnerin für sein Serienprojekt. Rocklin gewann 2016 den Oscar für den Film "Spotlight", bei dem sie für die Produktion verantwortlich war.

Letztes Jahr trat 50 Cent bereits als Executive Producer für die Serie "The Oath" in Erscheinung. Dort steht ebenfalls eine kriminelle Gang im Fokus – allerdings nicht in New York, sondern in Los Angeles.

THE OATH Official Trailer (2018) 50 Cent, Sean Bean TV Show HD

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Zudem läuft seit 2014 seine Serie "Power" auf dem Pay-TV-Sender Starz. Hier ist für 2019 mit der sechsten Staffel zu rechnen. Ebenfalls auf Starz soll die Serie "Black Mafia Family" erscheinen. Auch bei diesem Vorhaben ist 50 Cent in den Produktionsprozess involviert.

Als sich Curtis Jackson noch vermehrt auf das Rapgame konzentriert hat, kam er übrigens schon einmal mit Pistol Pete in Berührung. Auf seinem Tape "Guess who's back" rappte er 2002 auf dem Track "F*ck You":

"S*x, money, murder, I gotta eat / But I ain't tryin' to do hard time like Pistol Pete"

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Steve-Os gescheiterte & beschämende Rap-Karriere

Steve-Os gescheiterte & beschämende Rap-Karriere

Von Till Hesterbrink am 17.03.2021 - 13:23

Throwback in die 00er-Jahre: Eminem, 50 Cent und seine G-Unit führen den Rap-Mainstream an, Kanye West macht sich gerade einen Namen, Weezy ist auf dem Weg zu seinen größten Erfolgen. Parallel dazu haben sich ein paar bescheuerte Skater und semiprofessionelle Stuntmen mit waghalsigen, dummen, aber irgendwie sehr unterhaltsamen Aktionen in die Herzen einer Generation eingebrannt. Johnny Knoxville, Bam Margera, Chris Pontius, Ryan Dunn (†), Wee Man und nicht zuletzt Steve-O sind internationale Stars.

In dieser Zeit verschlägt es die "Jackass"-Mitglieder in die unterschiedlichsten Himmelsrichtungen der Unterhaltungsbranche. Während Bam seine eigene MTV-Serie ("Viva La Bam") hat und Johnny Knoxville in "Men in Black II" oder "Walking Tall" Leinwanderfahrung sammelt, kämpft Steve-O nicht nur als eine Häfte der "Wildboyz" mit wilden Tieren, sondern längst auch mit den Drogen. In einer seiner vermutlich wildesten Phasen schlittert er geradewegs in eine Rapkarriere herein, aus der nie etwas werden wird. 

Steve-O & 50 Cent zusammen auf Eminem-Tour

Wie kam es dazu? 2004 wird Steve-O in das G-Unit-Studio eingeladen und nimmt dort eine Folge des G-Unit-Radios mit auf sowie den Gastauftritt auf einem Mixtape. Der Besuch legt den Grundstein für eine Freundschaft zwischen ihm und den Jungs der Unit, berichtet Steve-O 2019 in einem Video über seine "gescheiterte Rap-Karriere". In der folgenden Zeit trifft man sich immer wieder, um eine gute Zeit miteinander zu haben. Auch für 50 und seine Jungs dürften es wilde Jahre gewesen sein.

Im Tourbus der Rapper kommt es irgendwann dazu, dass 50 Cent Steve-Os Mailbox-Ansage einspricht (Video ganz unten im Artikel bei 1:02 Minuten) und ihn in dem Kofferwagen eines Hotels eine Treppe runterschmeißt, als die beiden gemeinsam eine Eminem-Show in Las Vegas besuchen. Noch für viele Jahre hören Leute, die Steve-O anrufen, in seiner Abwesenheit die folgenden Worte zu hören:

"Ey, what's up motherf*cker, this ist 50 Cent. Steve-O busy right now, you understand what I'm saying? [...] Matter of fact he don't even wanna talk to you b*tch. You know what? Leave a message anyway!"

Kurz darauf dreht Steve-O eine Parodie des MTV-Klassikers "Crips" und nimmt dafür, vielleicht auch inspiriert durch die regelmäßigen Treffen mit der G-Unit und Co, einen Rap Song auf. Diesen präsentiert er dann Executives bei Comedy Central, als er dort seine "Crips"-Parodie schmackhaft machen möchte. Das Interesse an der Show hält sich in Grenzen, dafür wird der Song umso mehr gefeiert. Für Comedy Central Records darf es gleich ein ganzes Album werden. 

Mit Universal Deal (fast) zum Rapalbum

Also nimmt Steve-O ein Rapalbum auf. Allerdings nicht für Comedy Central. Sein Medienanwalt zu der Zeit vertritt unter anderem Cash Money-Boss Birdman und verwaltetr Nachlass von The Notorious B.I.G. – Connections, die dem "Jackass"-Star einen Major-Deal bei Universal Music verschaffen. Aus Spaß wird Ernst:

"Bis zu dem Punkt war es durchaus eine lustige Idee, die vielleicht sogar Erfolgspotenzial hatte. Aber: Ich war dermaßen unkontrolliert auf Drogen, dass ich – sobald ich den Universal Plattenvertrag hatte – anfing, mich als Rapper zu sehr ernstzunehmen."

("Up to this point it was arguably a kind of a funny idea and maybe had some potential fur success. But: I was so outta control on drugs that – as soon as I had a Universal record deal – I'm like starting taking myself seriously as a rapper.")

Durch seinen Ruhm und seine Connections arbeitet er unter anderem mit M.O.P., B-Real und Kool G Rap zusammen. Die Kollabo mit Kool G landet sogar auf dem Album "The Dumbest A**hole in Hip Hop", wie Steve und sein Team das Projekt taufen.

Da so eine Major-Geschichte einem gewissen Standard gerecht werden muss, kümmert sich D Jukes als Executive Producer um die Platte. 2021 erinnert er sich an "harte Beats" und schreibt in seiner Insta Story: "Wir haben 2 Jahre lang an diesem Album gearbeitet."

Da Steve-O zu der Zeit immer weniger mit seinem unmenschlichen Drogenkonsum klarkommt, liefern ihn seine Freunde von "Jackass" in einer geschlossenen Psychiatrie ein, mit anschließendem Entzug. Irgendwann legt Universal Music sein eigentlich fertiges Album zu den Akten und es erscheint nie offiziell. Banger wie "Crack Cocaine (Feels So Good)" bleiben der Welt aber nicht für immer vorenthalten. Über Umwege landet nämlich doch eine Version von "The Dumbest A**hole In Hip Hop" im Netz. Das elf Tracks lange Werk kann mittlerweile in seiner Gänze auf YouTube genossen werden.

Was macht Steve-O heute?

Mittlerweile hat Steve-O sein Leben in eine komplett andere Richtung gelenkt. Verrückten Stunts hat er zwar nicht den Rücken gekehrt, dafür aber den Drogen. Im März 2021 feiert er das dreizehnte Jubiläum seiner Nüchternheit.

2020 erschien seine DVD "Gnarly" mit natürlich vielen verrückten Stunts wie eh und je. Er verkauft auch ein eigenes Buch und Merch und setzt sich zudem seit einiger Zeit aktiv für artgerechte Tierhaltung und gegen Unternehmen wie Sea World ein. Vor Jahren kletterte er bereits auf einen Kran in Los Angeles, um auf sein Vorhaben aufmerksam zu machen. Seine Rapkarriere nennt er inzwischen "beschämend und gescheitert", wie man auf IG lesen kann – die Nacherzählung in diesem Artikel basiert auf Steve-Os eigener Erzählung:


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