2Pacs Liebesbrief an Madonna wird versteigert & sie kann nichts dagegen tun

2Pac war mit Madonna zusammen und hat grob zusammengefasst per Brief aus dem Knast mit ihr Schluss gemacht. Dieser Brief wird jetzt offenbar versteigert. Dagegen wollte sich Madonna eigentlich wehren, aber ihre Bemühungen waren anscheinend nicht von Erfolg gekrönt, wie TMZ berichtet.

2Pacs Liebes- & Schlussmachbrief soll gegen Madonnas Willen versteigert werden

Wie TMZ aus einigen Gerichtsunterlagen, die der Seite vorliegen sollen, erfahren haben will, kann Madonna jetzt wohl nichts mehr dagegen unternehmen, das gleich mehrere persönliche Gegenstände von ihr versteigert werden. Das verdankt Madonna offenbar dem Auktionshaus Gotta Have Rock and Roll sowie ihrer früheren Freundin und Beraterin Darlene Lutz.

Das Rangeln darum, ob die Kunsthändlerin Madonnas Liebesbriefe, Musikkassetten, Unterwäsche und eine Haarbürste verkaufen darf, geht schon eine ganze Weile. Offenbar ist Madonna aber nun gescheitert und ein Richter hat ihren Einspruch abgelehnt. Bereits vor einem Jahr wurde die Klage von Madonna abgelehnt und nun bleibt es wohl endgültig dabei. 

Das bedeutet, dass die persönlichen Gegenstände von Madonna demnächst unter den Hammer kommen dürften. Zu denen zählt auch der Brief von 2Pac, der ihr aus dem Gefängnis geschrieben hat. In dem Schreiben macht er mehr oder weniger mit ihr Schluss. Der handschriftliche Brief kann hier in weiten Teilen nachgelesen werden.

2Pac-Memorabilia wurden schon des Öfteren versteigert: Es gab zum Beispiel schon seine Bibel zu kaufen oder das letzte Auto von 2Pac. Ein weiterer, relativ schlüpfriger Brief, den 2Pac aus dem Gefängnis an eine andere Frau geschrieben haben soll, wurde ebenfalls bereits versteigert.

Purer Zufall: Mann will Baseballkarten kaufen & entdeckt unveröffentlichte 2Pac-Songs

Tupac Shakurs Ableben erregt immer noch die Gemüter, soviel steht fest. Das Vermächtnis der Legende wirkt sehr weit über deren Tod hinaus: Jetzt sind bisher noch unveröffentlichte CDs, Notizbücher und Lyrics des Rappers aufgetaucht. Die 2Pac-Memorabilia sollen laut TMZ an dem Meistbietenden versteigert werden.

Wie 2Pacs Mutter auch nach ihrem Tod das Vermächtnis ihres Sohnes schützt

Von Michael Rubach am 30.04.2019 - 11:26 Der amerikanische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent John Singleton ist verstorben. Der 51-Jährige erlag den Folgen eines Schlaganfalls. Mit Filmen wie "Boyz N The Hood" und "Poetic Justice" prägte Singleton auch Generationen von Hiphop-Fans. John Singleton hat in seiner Karriere eher an einer übersichtlichen Anzahl von Filmen gearbeitet.

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"Das System ist kaputt": Omar & Sugar MMFK klagen gegen mögliche Abschiebungen

"Das System ist kaputt": Omar & Sugar MMFK klagen gegen mögliche Abschiebungen

Von David Molke am 21.10.2020 - 18:05

Omar droht die Abschiebung, genau wie Sugar MMFK. Beide Rapper sprechen jetzt in Aria Nejatis neuer HYPED Radio-Folge über ihren Umgang mit der Problematik und darüber, dass sie Klage dagegen einreichen wollen. Laut Omar fühle sich das Ganze wie ein "kleiner Tod auf Raten" an und Sugar MMFK kritisiert das gesamte System als "kaputt".

Omar klagt gegen drohende Abschiebung & spricht über seinen Umgang damit

Omar war bei Arias HYPED Radio-Show zu Gast und hat dort natürlich auch über seine aktuell drohende Abschiebung gesprochen. Gegen die geht er jetzt juristisch vor, wie der Rapper erzählt:

"Ich hab' Klage dagegen erhoben, die nächsten Wochen werden zeigen, wo die Reise hinführt."

So fühlt er sich damit: Derartige Schicksalsschläge gehen natürlich nicht spurlos an einem Menschen vorbei. Omar gewährt einige Einblicke in seine Gefühlslage. Niemand könne sein Leben in nur 30 Tagen in einen Koffer packen.

"Nennen wir das Kind mal beim Namen, ich bin gebürtiger Deutscher. Ich denke in Deutsch, ich spreche in Deutsch, es ist meine Heimat."

Trotz allem werde Omar immer wieder das Gefühl vermittelt, in Deutschland nur ein Gast zu sein. Das schleppe er "leider Gottes schon lange" mit sich herum. Seine erste Androhung habe er im Alter von 19 Jahren erlebt.

"Ich bin ein psychisch relativ resistenter Mensch, aber das hat mich nachts nicht schlafen lassen."

Omar droht die Abschiebung: Nimo richtet Appell an Deutschrap

Dem Rapper Omar droht offenbar die Abschiebung nach Tunesien. Sein enger Freund Nimo, der ihm zum Deal mit Sony verholfen hat, schaltet sich mit einem emotionalen Statement auf Instagram dazu und hält ein Plädoyer.

In Tunesien gebe es einfach gar keine Perspektive für ihn. Omar erklärt, er habe sich hier in Deutschland 28 Jahre lang alles aufgebaut: Soziale Kontakte, die Sprache und den ganzen Rest.

"Ich bin alleine dort. Das fühlt sich für mich wirklich wie ein kleiner Tod auf Raten an, was die mir antun. So empfinde ich's. Ein kleiner Tod auf Raten."

Therapie hilft: Omar erzählt außerdem noch von seiner Therapie, die ihm wohl wirklich geholfen hat. Ihm zufolge müsse generell mehr geredet werden, das könnte Vielen helfen.

"Ich hab ziemlich viele Therapiestunden gemacht. […] Ich bin aus dem Knast viel selbstreflektierter rausgekommen. [...] Heutzutage wird in der Gesellschaft viel zu wenig geredet. […] Warum neigt ein Mensch zu Gewalt? Wenn man ehrlich ist, war ich früher schwach. Ich war ein schwacher Mensch, deswegen hab ich geschlagen. Ich weiß jetzt mittlerweile, wer ich bin."

Omar - Bereuen [Video]

Omar haut trotz aller Widrigkeiten seinen neuen Track "Bereuen" raus. Auf diesem reflektiert er, wie die Entscheidungen in der Vergangenheit seine Gegenwart beeinflussen und das nicht alles immer richtig lief.

Sugar MMFK kritisiert das System & sagt, die Petition habe geholfen

Solidarität mit Omar: Sugar MMFK habe die drohende Abschiebung von Omar durch den Post von Nimo mitbekommen. Er kenne Omar zwar eigentlich nicht, aber er habe ihm trotzdem direkt geschrieben und wünsche ihm viel Kraft und Geduld. Beides werde bei solchen Angelegenheiten dringend benötigt.

Sugar MMFK klagt auch: Genau wie Omar geht auch der Bantu Nation-Rapper Sugar MMFK juristisch gegen die drohende Abschiebung vor. Ihm bleibt aktuell wohl ebenfalls nichts anderes übrig, als abzuwarten.

"Wir haben gegen die Abschiebung geklagt und befinden uns in einem Prozess."

Sugar MMFKs Abschiebung: Ein Anwalt beantwortet die wichtigsten Fragen

Sugar MMFK soll Deutschland verlassen - so fordert es der Staat. Dem Rapper der Bantu Nation droht die Abschiebung aus dem Land, in dem er geboren und aufgewachsen ist. In der Vergangenheit begangene Straftaten drohen Sugar dabei zum Verhängnis zu werden.

Kritik am System: Wie Sugar MMFK ebenfalls gegenüber Aria erklärt, empfindet er das gesamte System als kaputt. Seine Eltern haben einen deutschen Pass, er aber nicht. Er sei praktisch staatenlos und dabei handele es sich um einen Fehler im System.

Petition war hilfreich: Obwohl das erstmal mit dem eigenen Stolz in Einklang gebracht werden müsse, Hilfe anzunehmen, habe ihm die Petition geholfen, sagt der Rapper. Es könne geradezu unangenehm sein, "diese Hilfe zu kriegen und nach Unterschriften zu fragen. Dass andere Leute für dich gerade stehen und ihr Wort erheben", sei nicht leicht.

"Letztendlich hat es mir aber sehr viel gezeigt, weil sehr viele Leute für mich aufgestanden sind und ich dadurch auch sehr viel Kraft bekommen habe."

"Es ist bis zum Bürgermeister gekommen. […] Das Gericht muss dann schon gute Argumente haben. Das hab ich Omar auch gesagt."

Sugar MMFK - Caramell [Video]

Sugar MMFK scheut sich auch im Herbst nicht vor sommerlichen Hooks...

Persönliche Auswirkungen: Bei Sugar MMFK habe die drohende Abschiebung dazu geführt, dass er sich verstärkt mit seinen Wurzeln und Afrika im Allgemeinen auseinandergesetzt habe. Er habe auch viel über Rassismus und das Denken der Anderen gelernt.

"Ich seh mich zu 100 % deutsch, mein Denken und meine Mentalität ist deutsch. Ich hab realisiert, ich werde nie als deutsch gesehen, schon allein, weil ich nicht weiß bin."

"Wenn die Leute es nicht so sehen, dann beschäftige ich mich mit meiner Herkunft, damit ich auch was erzählen kann. Das hat auf jeden Fall dazu beigetragen."

Hier geboren und aufgewachsen, aber kein vollwertiger Staatsbürger

Auch Aria spricht über seine eigenen Erfahrungen, in Deutschland aufzuwachsen. Dass manche gebürtige Deutsche nicht die Staatsbürgerschaft erlangen können, sei für ihn "unverständlich".

"Meine Eltern sind Anfang der 90er nach Deutschland hergekommen. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, aber wurde erst später als meine Eltern eingebürgert."

Die Abschiebung hier Geborener sei einfach "inakzeptabel", sagt Aria. Deutsche in ein fremdes Land abzuschieben sei keine Lösung für die Probleme.

"Jeder, der hier geboren und aufgewachsen ist, macht seine Fehler auch hier und sollte das Recht haben, hier bestraft zu werden. Gar keine Frage."

Rapper als "medienwirksames Beispiel abschieben zu wollen" hinterließe vielleicht einen abschreckenden Effekt bei manchen Jugendlichen, aber noch viel mehr das Gefühl der Ausgrenzung, so Aria.

Man sendet ein Signal, dass junge Migranten hier in Deutschland nicht zum Land gehören, solange sie nicht den deutschen Pass haben. Man fühlt sich dann doch nur als Gast, obwohl man hier geboren und aufgewachsen ist."

Die gesamte HYPED Radio-Folge mit Sugar MMFK und Aria Nejati könnt ihr euch hier in voller Länge auf Apple Musik anhören:

Sugar MMFK auf Apple Music

Geh mit Musik auf Entdeckungsreise. Hör dir Sugar MMFK - einen Streaming-Radiosender - auf Apple Music an.


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