Die Geschworenen, die am Ende über Schuld oder Unschuld im Prozess um den Mord an 2Pac entscheiden, stehen fest. Am vergangenen Donnerstag wurden die insgesamt 16 Personen ausgewählt. Bereits kommenden Montag soll der Hauptprozess dann mit den Eröffnungsargumenten der jeweiligen Seiten starten.
2Pac-Mordprozess: Am Montag beginnt die Hauptverhandlung
Zehn Frauen und sechs Männer werden am Ende des Prozesses über Duane 'Keefe D' Davis richten. Im Zuge des Auswahlverfahrens mussten sie Fragen zu ihren Lieblingsbüchern und -filmen sowie ihrer Einstellung zu Gangs beantworten und erklären, ob sie 2Pacs Musik gehört haben. Das berichtet unter anderem der Guardian. Die Auswahl von unbefangenen Geschworenen ist historisch gesehen nicht immer einfach, wenn prominente Personen in den Fall involviert sind. CNN zufolge sollen mehr als 100 Personen aus dem Clark County befragt worden sein, bis sich auf die finalen 16 geeinigt werden konnte. Der jüngste Geschworene ist gerade einmal 21 Jahre alt. Zwischen dem Tatzeitpunkt und seiner Geburt liegen also rund neun Jahre.
Rechtsexperten gehen derzeit davon aus, dass der Prozess gegen den inzwischen 63-jährigen Davis rund einen Monat andauern wird. Ihm wird zur Last gelegt, den Mord an 2Pac orchestriert zu haben. Bei einer Verurteilung müsste er mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen.
Suge Knight, der mit 2Pac im Auto saß, als die tödlichen Schüsse fielen, soll auch in den Zeugenstand gerufen werden. Er hatte jedoch bereits angekündigt, er werde nicht gegen Davis aussagen. Zwar sei seine Loyalität zu Tupac unerschütterlich, so Suge, doch er habe auch kein Interesse daran, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um Duane Davis zu schaden. Außerdem werde er "nicht bezahlt, um Mordfälle aufzuklären".
Die Chancen der Staatsanwaltschaft auf eine Verurteilung dürften dennoch recht gut stehen. Die Anwälte des Angeklagten hatten im Vorhinein erfolglos versucht, Aussagen aus einem Polizeiverhör aus dem Jahr 2008 sowie aus seinem Buch "Compton Street Legend" als Beweise auszuschließen. Dort hatte sich Davis jeweils geständig gezeigt, die Waffe für den Mord an Pac organisiert zu haben.
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