21 Savage festgenommen, weil er illegaler britischer Immigrant sein soll

21 Savage wurde gestern in Atlanta festgenommen. Obwohl das alleine für Rapper in den Staaten keine Seltenheit ist, handelt es sich hier um einen besonderen Fall: Der Rapper, von dem man bislang dachte, er würde aus Atlanta stammen, soll angeblich ein illegaler Immigrant aus dem Vereinigten Königreich sein. Das behauptet laut WSB-TV die amerikanische Einwanderungsbehörde.

21 Savage droht Abschiebung aus den USA

"Die US Immigrations- und Zollbehörde (ICE) hat Sonntagfrüh den illegal anwesenden UK-Bürger Sha Yaa Bin Abraham-Joseph aka '21 Savage' in einem gezielten Einsatz mit bundesstaatlichen und lokalen Ordnungskräften in Atlanta festgenommen. [...] Mr. Abraham-Joseph kam ursprünglich im Juli 2005 legal in die Vereinigten Staaten, aber versäumte es anschließend, im Rahmen seines Nichteinwanderer-Visums abzureisen, und war illegal hier, seit sein Visum im Juli 2006 ablief. Zusätzlich zur Verletzung des Einwanderungsgesetzes wurde Mr. Abraham-Joseph im Oktober 2014 in Fulton County, Georgia wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Mr. Abraham-Joseph ist derzeit in ICE-Gewahrsam in Georgia und wurde in ein Abschiebungsverfahren vor einem bundesstaatlichen Einwanderungsgericht übergeben."

"U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) arrested unlawfully present United Kingdom national Sha Yaa Bin Abraham-Joseph AKA '21 Savage' during a targeted operation with federal and local law enforcement partners early Sunday in metro Atlanta. Mr. Abraham-Joseph was taken into ICE custody as he is unlawfully present in the U.S. and also a convicted felon. Mr. Abraham-Joseph initially entered the U.S. legally in July 2005, but subsequently failed to depart under the terms of his nonimmigrant visa and he became unlawfully present in the U.S. when his visa expired in July 2006. In addition to being in violation of federal immigration law, Mr. Abraham-Joseph was convicted on felony drug charges in October 2014 in Fulton County, Georgia. Mr. Abraham-Joseph is presently in ICE custody in Georgia and has been placed into removal proceedings before the federal immigration courts. ICE will now await the outcome of his case before a federal immigration judge to determine future actions."

Ist der Rapper ein illegaler Einwanderer aus UK?

21s Anwältin Dina LaPolt widerspricht den Darstellungen der Behörden gegenüber TMZ. Sie und ihr Team würden sorgfältig daran arbeiten, den Rapper aus dem Arrest zu holen und "jegliches Missverständnis aufzuklären". 21 Savage sei ein Vorbild für junge Menschen im Land und ganz besonders für jene in Atlanta. Er arbeite aktiv in der Gemeinschaft und leite Programme, um unterprivelegierten Jugendlichen in Finanzfragen zu helfen.

"We are working diligently to get Mr. Abraham-Joseph out of detention while we work with authorities to clear up any misunderstanding. Mr. Abraham-Joseph is a role model to the young people in the country -- especially in Atlanta, Georgia and is actively working in the community leading programs to help underprivileged youths in financial literacy."

Rapper solidarisieren sich mit 21 Savage

Natürlich ließ der entsprechende Hashtag #free21savage nicht lange auf sich warten. Einige Beiträge anderer Rapper gehen über den simplen Aufruf hinaus und wollen die Festnahme in einem größeren Kontext sehen. Killer Mike etwa plädiert – in der Annahme, dass 21 tatsächlich illegal in den USA ist – dafür, dass er bleiben darf.

"Meine aufrichtige Hoffnung ist es, dass dieser junge Mann, der seinen eigenen Weg gemacht hat, bleiben darf und weiter vorankommen kann und sein Vermächtnis noch größer macht."

Offset von den Migos, 21s Kollabopartner auf dem Album "Without Warning" mit Metro Boomin, meint, erfolgreichen schwarzen Männern würden immer irgendwann Steine in den Weg gelegt werden. Außerdem sagt er, dass die Familie des Rappers ihn braucht und die Memes, die nach kurzer Zeit das Internet fluten, nicht lustig sind.

24HRS erlaubt sich einen Joke pro 21 Savage und erklärt ihn zum größten Rapper des Vereinigten Königsreichs:

Nun wartet die Rapwelt gespannt auf das Ergebnis des Prozesses und den weiteren Verlauf. Das Thema dürfte das Internet in den nächsten Stunden und Tagen auf jeden Fall beherrschen.

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Meek Mill, 21 Savage, Lil Baby & Lil Durk wollen eigene Musik-Plattform aufbauen

Meek Mill, 21 Savage, Lil Baby & Lil Durk wollen eigene Musik-Plattform aufbauen

Von Michael Rubach am 27.12.2020 - 12:56

Meek Mill will offenbar auf dem Streaming-Markt mitmischen und eine eigene Plattform entwickeln lassen. Dafür sucht er aktuell die Unterstützung von den IT-Expert*innen aus dem Silicon Valley. Nicht nur der Rapstar aus Philly, sondern auch weitere Hochkaräter aus der US-Szene sollen bei seinem Projekt an Bord sein.

Meek Mill, 21 Savage, Lil Baby & Lil Durk suchen Entwickler*innen

In einer Reihe von Tweets klärte Meek Mill über sein Vorhaben auf. Demnach sei Geld vorhanden, um eine "eigene Musik-Plattform" hochzuziehen. Eine Plattform, bei der letztendlich mehr bei den Künstler*innen hängen bleiben soll. Lil Durk, der kürzlich sein Album "The Voice" releaste, und Trap-Superstar Lil Baby hätten sich laut Meek diesen Plänen bereits angeschlossen.

Auch 21 Savage sei von dieser Geschäftsidee angetan. Den gründungswilligen Rappern müssten nun Optionen aufgezeigt werden – am besten von den "Top-Entwickler*innen" aus dem Silicon Valley. Wenn es nach Meek Mill geht, rollt das Projekt 2021 an.

Was Meek genau vorschwebt, wird vorerst nicht deutlich. Nur so viel: Er wolle mit den großen Firmen connecten und peile damit ein Milliarden-Business an. Seine Plattform werde außerdem anders als Spotify, Apple Music und Co. sein.

Mit der Mission Artists möglichst angemessen für ihre Musik zu bezahlen, ist einst auch Jay-Zs Streamingdienst TIDAL angetreten. Dort erhalten Künstler*innen pro Stream eine vergleichsweise hohe Vergütung. Der in Deutschland nicht so präsente Anbieter Napster führt das Ranking der Ausschüttung pro Stream jedoch an.

Dass bei den Artists im Angesicht immenser Streamingzahlen überschaubar viel Geld aufs Konto wandert, hatte zuletzt Mariah Carey kritisiert. Einerseits freute sie sich über einen Streaming-Rekord ihres Weihnachtsevergreens "All I Want For Christmas". Andererseits lässt sie es sich nicht nehmen, auf die ihrer Ansicht nach geringfügigen Einnahmen hinzuweisen, die sie dabei erzielt.


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