187 Strassenbande: Polizei will Videodreh auf St. Pauli stoppen

Die 187 Strassenbande wollte offenbar ein Musikvideo drehen. Wenig überraschend sollte das anscheinend auf St. Pauli geschehen, genauer gesagt: Auf dem Beatles-Platz. Dummerweise darf man da aber keine Autos parken, die Rapper hatten anscheinend auch keine Drehgenehmigung oder ähnliches und bekamen dementsprechend schnell Ärger mit der Polizei.

LX soll bei Rot über eine Ampel gegangen sein ("um zu provozieren"), was die fleißigen Beamten dann laut der Bild auch direkt zur Anzeige gebracht haben. Der Bericht liest sich aber auch sonst ziemlich amüsant: Gzuz, "(30, sprich: 'Dschisis')" sei in Badelatschen angetreten, den Bildbeweis dafür bekommen wir ebenfalls.


Foto:

Screenshot: Bonez MC auf Instagram https://www.instagram.com/bonez187erz/

Bonez MC "spricht in eine Kamera, obwohl er dafür keine Genehmigung hatte". Offenbar ebenfalls ein waschechter Skandal, wenn wir der Bild glauben: Jemand von der 187 Strassenbande habe einen Polizisten am Arm angefasst. Außerdem wollten die Kameramenschen seltsamerweise ihre Kameras behalten.


Foto:

Screenshot: Bonez MC auf Instagram https://www.instagram.com/bonez187erz/

Die Polizei tut, was die Polizei in solchen Fällen eben tut: Platzverweise erteilen. Zusätzlich berichtet die Bild, den Rappern sei verboten worden, Bilder und Videos von diesem Tag und Ort zu nutzen. In einem Punkt müssen wir der Bild ausnahmsweise aber mal zustimmen:

"Mit Sicherheit werden wir diese Szenen trotzdem im nächsten Video sehen!"


Foto:

Screenshot: Bonez MC auf Instagram https://www.instagram.com/bonez187erz/

Was die Verantwortlichen aber offenbar nicht davon abhält, zu titeln, dass die Polizei die 187 Strassenbande gestoppt hätte. Die Rapper selbst sehen das offenbar ganz anders und Bonez MC kommentiert die Angelegenheit mit einem lapidaren:

"Gar nix stoppt ihr!"

garnix stoppt ihr !

99.5k Likes, 826 Comments - Bonez MC (@bonez187erz) on Instagram: "garnix stoppt ihr ! "

Die 187 Strassenbande kommt nicht zum ersten Mal mit der Staatsmacht in Kontakt und sie sind natürlich auch nicht die einzigen Rapper: Zuletzt wurden anscheinend circa zehn Beamten benötigt, um Kontra K festzunehmen:

187 Strassenbande: Nach Drogen- und Waffenfund ermittelt die Staatsanwaltschaft

Unter der Leitung des LKA 68 führte die Hamburger Polizei vor etwa zwei Monaten eine Razzia gegen die 187 Strassenbande und alle Beteiligten durch. Sie bestätigte, 17 Objekte kontrolliert zu haben - darunter Wohnungen und das Tattoostudio am Neuen Pferdemarkt. Drogen und Verstöße gegen das Waffengesetz seien Gründe für den Großeinsatz gewesen.

Kontra K mit Statement zur Festnahme am Kudamm

Wer Kontra Ks Instagram-Story verfolgt, hat bereits mitbekommen, dass der Rapper gestern Ärger mit der Berliner Polizei hatte. In einem Video von JamFM sieht man nun die Szene der Festnahme, bei der er von mehr als zehn Beamten umringt und zu Boden gedrückt wird.

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Fler droht Comedian Prügel an – Polizei schaltet sich ein

Fler droht Comedian Prügel an – Polizei schaltet sich ein

Von Michael Rubach am 01.03.2020 - 19:13

Wo Fler ist, ist Stress meist nicht weit. Doch nicht etwa Bushido, sondern der Comedian Shahak Shapira hat Flers Zorn auf sich gezogen. Fler droht, "bleibende Schäden" bei seinem Kontrahenten zu hinterlassen. Eine dementsprechend wutentbrannte Sprachnachricht von Fler hat der 31-jährige Komiker auf Twitter gepostet. Flers Ausraster steht dabei im Zusammenhang mit der Kampagne #unhatewomen, die sich für das Sichtbarmachen von sprachlicher Gewalt gegenüber Frauen einsetzt.

Fler droht Shahak Shapira offenbar Schläge an

Shahak Shapira hat mit diversen Screenshots öffentlich gemacht, was Fler von besagter Initiative hält. Auf Instagram bezeichnet Shapira den Rapper zudem als "Sch*ißhaufen von einem Menschen". Unter mehrfacher Benutzung des Wortes "H*rensohn" reiht Fler daraufhin eine Drohung an die nächste. Das geht aus einer Audioaufnahme hervor. Er werde Shapira die "Nase brechen" und solange auf dessen Gesicht einschlagen, bis dieser "nie wieder reden" könne.

Shahak Shapira on Twitter

Eine junge Frau wird von @Fler auf Instagram mit privaten Nachrichten bedroht. Sie schickt mir Screenshots. Ich poste diese und bekomme dafür folgende Sprachnachricht von ihm. Enjoy! https://t.co/gPIxXMwWOM

Wie kommt Shahak Shapira zu den Screenshots? Eine Frau habe sich hilfesuchend an ihn gewandt. Sie werde von Fler auf Instagram bedroht.

#unhatewomen: Auslöser für Flers Wutanfall

Die Kampagne der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes stellt auch konkret Flers Lyrics als Beispiel für eine frauenverachtende Sprache vor. So wird eine Stelle aus dem Track "Fame" zitiert. Dort rappt der Berliner, dass er "H**s" gegenüber anderen Frauen bevorzuge. Die Initiative fordert, solche und ähnliche Texte mit dem Hashtag #unhatewomen kenntlich zu machen.

Folgerichtig wurde Fler im Zuge der Kampagne auf Instagram markiert. Das schmeckte dem Maskulin CEO wenig. Er reagierte damit, dass er in privaten Nachrichten in Aussicht stellte, ja mal wirklich "Täter werden" zu können, wenn man ihm "weiter auf die Eier" ginge.

magdaphileo on Twitter

@ShahakShapira @FLER

Noch mehr Details aus dem Chat-Verlauf hat unter anderem die Bild veröffentlicht. Wie Fler in seiner Insta-Story erklärt, seien hier jedoch bewusst manche Passagen weggelassen worden.

Fler setzt Kopfgeld aus & diskutiert mit Rezo

Zwischenzeitlich schaukelte sich die Situation so hoch, dass Fler ein Kopfgeld auf eine Frau aussetzte. 2000 Euro bot er an, wenn jemand die Feministin "ranbringe". Dieses absurde und makabere Verhalten von Fler rief auch CDU-Zerstörer Rezo auf den Plan, der sich auf Twitter in die Diskussion einschaltete. Er tweetete, dass es "stark und mutig" sei, Flers Entgleisungen nicht stillschweigend hinzunehmen. Der YouTuber könne nicht verstehen, dass ein erwachsener Mann "Kopfgelder auf irgendwelche Privatpersonen aussetze".

Rezo on Twitter

@FLER @magdaphileo @ShahakShapira Brudi du bist fast 40 und setzt Kopfgelder auf irgendwelche Privatpersonen bei Insta aus. Versteh einfach, dass Rap Kunst ist und deshalb ganz viele künstlerischen Freiheiten hat und das geil so ist aber trenn den Shit von der Realität.

Fler entgegnete, dass er sich selbst durch die #unhatewomen angegangen fühle, da seine Songs als diskriminierend eingestuft würden. Er sei zudem keine "Kunstfigur im Internet", sondern immer und überall die gleiche Person. Er wünsche sich eigentlich Ruhe:

"Man soll mich da rauslassen und dann wird auch keiner geärgert."

Der Austausch mit Rezo hat Fler offensichtlich gefallen. In seiner Insta-Story bestellt er Grüße und lobt die Art und Weise des Dialogs. Ganz anders verhält es sich mit Shahak Shapira, mit dem Fler eine Vorgeschichte verbindet.

Fler vs. Shahak Shapira: Die Berliner Polizei schaltet sich ein

Komisch fand Fler die Moves von Shahak Shapira wohl noch nie: "Seit mehreren Jahren probiert er witzig zu sein", lässt Fler verlauten. Er fühle sich durchgehend von dem Comedian provoziert und habe nun "wie ein Typ auf der Straße" reagiert.

Fler und Shahak Shapira sind in den vergangenen Jahren bereits öfter aneinander geraten. Shapira verglich Fler schon einmal mit AfD-Politiker Björn Höcke. Gegenseitige Verbalattacken haben eine gewisse Tradition und auch weiterhin kehrt an dieser Front kaum Ruhe ein.

Shahak Shapira on Twitter

Gestern noch 2000 Euro Kopfgeld auf eine Frau ausgesetzt, heute die Interneteier verloren. Maskulin.

Die Berliner Polizei reagiert auf all das auffällig launig und wittert Promo:

Polizei Berlin on Twitter

@ShahakShapira @FLER Hmm... Haben nur wir ein Déjà Vu, oder wird da tatsächlich bald wieder ein Album gedroppt? Als "Fanboys" müssen wir diese beleidigende aggro Ansage natürlich trotzdem zur strafrechtlichen Prüfung weiterleiten. ^tsm

Shahak Shapira fand sich nach einem Besuch auf der Wache nicht wirklich ernstgenommen.

Shahak Shapira on Twitter

@polizeiberlin @FLER War gerade bei euch in der Wache Eberswalderstrasse. Wurde vom Kollegen belächelt und weggeschickt, weil er der Meinung war, ich würde das ganze „konstruieren". Kennt man aber auch von weniger absurden Geschichten bei euch. Aber macht ihr mal eure witzigen Tweets weiter.

Dass die Ansagen von Fler jedoch jegliche Grenze des guten Geschmacks überschritten haben, ist mehr als deutlich. Das ist auch den Behörden nicht verborgen geblieben. Die strafrechtliche Relevanz des Ganzen werde nun geprüft, wie ein Polizeisprecher gegenüber der dpa mitteilte.


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