R.I.P. Nate Dogg - 11 unvergessliche Tracks zum Todestag

Heute ist der Todestag der Westcoast-Legende Nate Dogg.

Im Alter von 41 Jahren verstarb er 2011 an den Folgen seines dritten Schlaganfalls.

In den Achtzigern gründete er mit Snoop Dogg und Warren G das Trio 213. Seitdem gab es kaum ein Westcoast-Album, bei dem er nicht mitgewirkt hat, egal ob bei Snoop Dogg, 2Pac, Warren G, Dr. Dre oder Eminem. Die soulige Stimme von Nate Dogg machte aus jedem Track garantiert einen Ohrwurm.

Wir haben dir zehn Tracks zum Andenken an Nate Doggs Talent und Lebenswerk zusammengestellt. Mehr Songs findest du auf seinem Greatest Hits-Album:

Rest in Peace Nate Dogg.

Nate Dogg ft. Warren G - Regulate

Der Song erschien 1994 auf dem Soundtrack des Films Above The Rim und später auf Warren Gs Album Regulate...G Funk Era. Der Song schaffte es bis auf Platz 2 der Billboard Charts und gehört heute nicht nur in G-Funk-Lehrbücher, sondern ins Hiphop-Allgemeinwissen. G-Funk at itz purezt!

Nate Dogg ft. Warren G - Nobody Does It Better

Obwohl sich Nate Doggs größte Momente mehr oder weniger auf Featureparts beschränken, hatte er auch eine Solokarriere vorzuweisen. 1996 war sein erstes Album G-Funk Classics Vol. 1 fertig. Aufgrund von Labelproblemen mit Death Row Records wurde das Album immer wieder verschoben. 1997 verließ Nate Dogg das Label und gründete seine eigene Plattenfirma Dogg Foundation. Nach einem langen Kampf mit seinem alten Label veröffentlichte er das Album mit dem Namen G-Funk Classics Vol. 1&2 mit 15 neuen Tracks. Nobdy Does It Better war die erste Single dazu.

Eminem ft. Nate Dogg – Till I Collapse

Aber nicht nur in der Welt des G-Funk sorgte der legendäre Hiphop-Sänger für Hooks, die ewig bleiben werden. Auf Eminems Zenit griff Nate dem Rapper aus Detroit – damals ein frischgebackener Weltstar – für Till I Collapse unter die Arme und die beiden kreierten einen von Shadys größten Songs, obwohl die Nummer niemals ein Musikvideo bekommen hat. Ein Fakt, das bei Releases in den frühen 00er-Jahren unbedingt zu berücksichtigen ist. Dass Yung Shadys ungezügelte Wut und Nate Doggs unverkennbare Stimme trotzdem auch im Streaming-Zeitalter noch gepumpt werden, spricht für sich.

Ludacris ft. Nate Dogg - Area Codes

Diese Single erschien 2001 auf Ludacris' zweitem Album Word Of Mouf. Die Lyrics des Songs fokussieren sich auf amerikanische Ortsvorwahlen der Frauen, mit denen Ludacris angeblich Sex gehabt hat.

Nate Dogg - I Got Love

I Got Love erschien 2001 auf dem Album Music and Me und wurde von Bink produziert, der sonst durch seine Arbeit für Roc-A-Fella Reocrds bekannt ist. So produzierte er unter anderem drei Songs auf Jay Zs The Blueprint. Auch heute ist Bink als Produzent aktiv. So konnte er beispielsweise Produktionen auf Pusha Ts Wrath of Caine oder Rick Ross' Mastermind platzieren.

Mos Def ft. Pharaohe Monch & Nate Dogg - Oh No

Diese Single erschien auf keinem offiziellen Album von Mos Def, dafür aber auf einer Rawkus-Label-Compilation. Sie konnte sich auf Platz 83 der Hot 100-Charts platzieren.

Nate Dogg ft. Nanci Fletcher - One More Day

One More Day stammt aus dem Soundtrack zum Snoop Dogg-Kurzfilm Murder Was the Case und erschien 1994. Dr. Dre führte hier Regie. Death Row Records-Chef Suge Knight soll 2Pac $200.000 gegeben haben, damit dieser einen Track für das Album aufnehme. Der Track wurde auch aufgenommen, wie es heißt, allerdings erschien er nie auf der Compilation.

Dr. Dre ft. Snoop Dogg, Kurupt & Nate Dogg - The Next Episode

The Next Episode stammt aus Dr. Dres Album 2001. Der Track wurde schon 1999 veröffentlicht. Die bekannte Phrase "Smoke Weed Every Day" von Nate Dogg wird heute noch in vielen Song gesampelt. Der Song erreichte Platz 23 der Billboard-Charts.

Ghostface Killah ft. Nate Dogg & Mark Ronson - Ooh Wee

Ooh Wee stammt aus dem Album Here Comes the Fuzz von Mark Ronson. Der Song war ein Top 20-Hit und wurde 2003 durch den Film Honey bekannt.

Nate Dogg - G-Funk

G-Funk erschien auf dem Album G-Funk Classics 1&2. G-Funk steht für Gangsta-Funk oder auch Ghetto-Funk. Dieser Stil entstand in den frühen Neunziger Jahren an der Westküste. Dr. Dre gilt mit seinem Album The Chronic als Schöpfer des G-Funks. Durch Nate Dogg und Warren G wurde dann ab 1994 endgültig die G-Funk Era eingeleitet.

Nate Dogg ft. Kurupt The Kingpin - First We Pray

Nate Dogg wuchs in einer Baptisten-Familie auf und sein Vater war Pastor. Der Sänger hatte eine Vorliebe für Gospel. Später gründete er sogar einen Chor namens Innate Praise.

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Kommentare

Ooh Wee war jetzt keiner meiner Favoriten, aber im groben und ganzen sind die aufgelisteten singleauskopplungen schon mit die besten, wobei ich finde das tracks wie "so fly" ein Video und somit größere Aufmerksamkeit verdient hätten. Meines Erachtens war sein Ableben der größte Verlust bis dato für die HipHop-Welt. Rest in peace.

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Dr. Dre, Kanye West & Snoop Dogg machen gemeinsame Sache

Dr. Dre, Kanye West & Snoop Dogg machen gemeinsame Sache

Von HHRedaktion am 27.06.2020 - 14:02

Den gestrigen Freitag hat Kanye West mit ein paar Tweets kurzerhand zum #WestDayEver gemacht. Neben einer Koop von Yeezy und GAP kündigte er noch etliche weitere Projekte an – unter anderem die Dr. Dre Version seines letzten Albums "Jesus Is King".

Ein weitere Tweet legt nahe, dass sie an mindestens zwei gemeinsamen Projekten arbeiten, von denen eins offenbar schon fertig ist:

Dr. Dre arbeitet wohl mit Kanye an neuem Album

Nun kann man die beiden bei der gemeinsamen Arbeit sehen. Snoop Dogg meldet sich aus der Bedeckung im Studio, während man Dre und Kanye wohl eher scherzhaft über das Cover des gemeinsamen Projekts sprechen hört. Mit ihnen im Studio sind noch viele weitere Leute, die Stimmung scheint locker.

Was genau es mit der Dr. Dre Version von "Jesus Is King" auf sich hat, hat bislang niemand verraten. Zusätzliche Features? Eine hiphop-lastigere Produktion? Ein neues Album, mit "Jesus Is King" als Vorlage? So oder so dürften nicht nur Dre-Fans gespannt auf das Projekt sein, auch wenn Infos eigentlich nicht vorhanden sind.

Aber immerhin das: "Kanye West got some hot sh*t", verspricht Snoop. Vor gar nicht allzu langer Zeit wären diese Aussage und dieser Clip noch ziemlich unrealistisch gewesen. Mit seinem Support für Trump und der bescheuerten Slavery-was-a-choice-Geschichte hatte Ye sich auch bei Snoop einige Sympathien verspielt.

Mittlerweile kursieren Vermutungen, der Support für den vielleicht ungeeignetsten US-Präsidenten aller Zeiten könnte nur gespielt gewesen sein. Kanye habe guten Kontakt aufbauen wollen, um Einfluss zu nehmen – etwa auf Entscheidungen über zu Unrecht verurteilte Gefängnisinsassen. Kanyes Spenden für die Familien von George Floyd, Breonna Taylor und Ahmaud Arbery sowie die generelle Unterstützung der BLM-Bewegung passen nicht in das Bild eine Trump-Supporters. Laut Kindheitsfreund GLC soll er alle seine MAGA-Caps weggeschmissen haben. Allerdings ist Herr West auch nicht unbedingt ein leuchtendes Beispiel für kohärentes Handeln, was ihn so unberechenbar macht.

Kanye West als Doppel-Agent: War der Trump-Support nur inszeniert?

"Gerührt und nicht ge-070 Shake-t": In feinster James Bond-Manier soll sich Kanye West ins Weiße Haus und Donald Trumps Herz gemogelt haben.

Dass er, Snoop und Dre gemeinsam im Studio arbeiten, kann man neben der musikalischen Ebene also auch sonst als positives Signal deuten, wenn man so will. Vielleicht bringt die Präsidentschaftswahl 2020 ja neue, erfreuliche Erkenntnisse über die Wirrungen des Kanye West.


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