YouTuber Mois berichtet von Entführung & beendet Beef mit EGJ

Der Beef zwischen EGJ und dem Keller erreicht heute seinen vorläufigen Höhepunkt und damit wahrscheinlich auch sein Ende: Nach mehreren Sticheleien über Instagram und YouTube von beiden Seiten, bietet Keller-Oberhaupt Mois dem EGJ-Signing Animus erst 50.000 Euro für einen Faustkampf an, revidiert sein Angebot dann aber schnell. Danach spricht er in einem Livestream über die Entführung durch einen vermeintlichen Freund und cancelt jegliche Beefs, in denen er noch irgendwie involviert ist – auch wenn die Abneigung gegen das EGJ-Camp offensichtlich bleibt. 

Eine Timeline der vorangegangenen Ereignisse im Beef

Vor knapp zwei Wochen veröffentlichte Bushido auf seinem YouTube-Kanal ein Statement zu den jüngsten Ereignissen rund um seine Person. Darin wandte er sich auch direkt an Mois. Er bezeichnete Mois‘ Aussagen über ihn innerhalb der letzten Monate als „Schweinereien“ und gab an, dass es ihn, neben anderen, auf Bushidos geplantem Album „Sonny Black 2“ hart treffen würde. In einer Folge des YouTube-Formats „Hast du Bars“, ebenfalls auf Bushidos Channel, rappte EGJ-Künstler Animus dann: 

„Sag‘ Mois 'Lass doch Hiphop in Ruh' / Jeder Newcomer, den du auslachst, rappt besser als du / Du klingst, als hättest du ’ne Katze gefickt / Das Einzige, was schiefer ist als deine Töne, ist dein Rattengebiss“ 

Schlagabtausch zwischen Animus und Mois

Mois‘ Reaktion darauf fiel recht knapp, aber nicht weniger provokant aus. Bei einem von Animus‘ Posts kommentierte er: „Hau mal Animus VS Rooz oder VS Couch raus“. Damit spielte er auf ein eskaliertes Aufeinandertreffen von Animus und Manuellsen an, das für ersteren bewusstlos auf der Couch endete.

Neben Mois amüsieren sich auch Rooz, Ali Bumaye, Manuellsen, Fler und viele weitere über die regelmäßigen Fronts und Widersprüche, die das zusammengewürfelte EGJ-Camp aktuell regelmäßig ins Internet jagt. Rooz beispielweise hatte sich kürzlich Wort für Wort Bushidos Statement vorgeknöpft. Erst am Wochenende ging es bei einem Talk von Ali Bumaye und Manuellsen ausführlich um das EGJ-Oberhaupt:

Mois' Antwort ließ Animus nicht wortlos auf sich sitzen. Prompt folgte seine Antwort per Instastory. Innerhalb mehrerer Slides wendet er sich erneut gegen Mois‘ Streaming-Karriere sowie gegen seine Musik:

„Du bist ein erwachsener Mann, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, sich für zwölfjährige Kinder im Internet zum Affen zu machen. Öffne weiter Pokémon Karten, oder spritz dich mit Wasser voll, damit deine Community was zum lachen hat, aber lass die Finger von Musik.“

In einem letzten Slide liefert er Mois dann den Anstoß, der zweiteren dazu veranlasst, Animus 50.000 Euro für einen Boxkampf anzubieten:

„Ein Clown prahlt damit, wie viel Geld er verdient, wenn er sich zum Clown macht.“

Die 50.000 Euro, die er Animus für eine „sportliche Folge 'Richtig oder Faust'“ anbiete, habe er mit Memes verdient, gibt Mois in seinem zugehörigen Post bekannt und geht damit direkt auf Animus‘ Statements dazu, womit er sein Geld verdient, ein: 

„Ich würde Couchimus offiziell auf eine sportliche Folge 'Richtig oder Faust' einladen. Wallahi Polizeischutz, FBI, alle dürfen dabei sein, um vor dem bösen Kater zu beschützen. Grüße gehen raus an die Lyriker mit echten Texten. Wenn du kommst, kriegst du 50.000 Euro, wallahi bei Quran – die ich mit Memes verdient habe. Das sollten paar Euros mehr sein, als das, was du bei Sushido bekommen hast. Ansonsten, diese ganzen Menstruationen einer Anaboltunte, die falsch abgesetzt hat, jucken mich nicht. Danke für eure Aufmerksamkeit. Mein Name ist Mois und ich verdiene 3.500 Euro, wenn ich in einem Video Witze erzähle.“

Mois berichtet von Entführung & schließt mit Beef ab

Die Story, in der Mois Animus zum Kampf herausfordert, ist inzwischen gelöscht. Stattdessen äußert Mois sich nun selbst in einem ausführlichen und emotionalen Statement zu diesem von Animus angesprochenen Gerücht: Er habe von seinen "eigenen Leuten [...] auf die Fresse gekriegt" und außerdem hätten sie ihm seine Uhren geklaut.

Was ist mit Mois passiert? Im Stream berichtet er seinen Zuschauer*innen, er sei von einem vermeintlichen Freund unter falschem Vorwand in ein Auto gelockt worden. Dieser und drei weitere Männer hätten dann versucht, Geld von ihm zu erpressen. "Die Sache im Wald", wie er es später nennt, ist wohl innerhalb der letzten Wochen passiert. Seine Konflikte beschränken sich offenkundig schon lange nicht mehr auf Online-Streit mit Rappern. Er erzählt von mehreren Schlägereien in den letzten zwei Jahren und sagt, er muss seit einigen Monaten sein Lachen für Videos und Streams vortäuschen. Dass Animus diese Umstände nutzt, um nun auf Instagram gegen Mois zu schießen, macht das EGJ-Signing für ihn zu einem Heuchler.

Den Ausschnitt aus dem Stream hat Mois auch auf YouTube geteilt. Im Video teilt er sichtlich angekratzt seine Gefühle:

"Ich bin kein Deutschrapper. Ich hasse deutsche Rapper und ich hasse Deutschrap. Ich hasse die Politik, die mit Deutschrap zu tun hat, weil ich jetzt ein Familienmensch sein will. Ich sehe Carsten [Carsten Stahl, Mois hat auf sein Gespräch mit MC Bogy im "100% Realtalk Podcast" reactet], was er da grade erzählt. Dass seine Frau vergewaltigt wurde und er ein Kind verloren hat. Und das sind einfach Gedanken, über die ich Angst habe, wenn ich meine Frau allein zu Hause lasse. [...] Und wenn ihr so dreckig seid, dass ihr so eine Situation ausnutzt, um zwei, drei Alben zu verkaufen [...] seid ihr die letzten Hunde."

In Zukunft will er nun auf keine Provokationen reagieren und sich seiner Familie und seiner Community widmen. Während der Konflikt damit aus Mois' Perspektive vorbei sein sollte, heißt das nicht unbedingt, dass Bushido und sein verlängerter Arm für Disses sich plötzlich in einfachen Promophasen wiederfinden. Auf jede provokante Line kommen gefühlt fünf Personen, die sich EGJ entgegenstellen. Ob diese Aufmerksamkeit sich am Ende positiv in Verkaufs- und Streamingzahlen niederschlägt, steht noch in den Sternen.

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Fler kündigt Karriereende mit "CCN3" an
Ccn

Fler kündigt Karriereende mit "CCN3" an

Von Renée Diehl am 01.05.2021 - 14:54

Fler gibt im Twitch-Livestream mit Rooz bekannt, dass er seine Karriere mit einem letzten Kollabo-Album mit Bass Sultan Hengzt beenden will. Es soll als drittes und letztes Album der "CCN"-Reihe nicht nur unter diese musikalische Ära einen Schlusstrich ziehen, sondern auch unter seine Laufbahn als Rapper.

Fler gibt beiläufig Karriereende bekannt

Bereits Mitte April hatte Fler die Info, zusammen mit Bass Sultan Hengzt an "CCN3" zu arbeiten, in einem Interview mit 16 Bars gedroppt. Von einem Karriere-Aus aber war damals noch nicht die Rede – vielmehr sprach er zu dem Zeitpunkt noch von neuen Projekten. Seine Meinung scheint er inzwischen geändert zu haben. Im Telefongespräche mit Rooz, das live auf dessen Twitch-Account ausgestrahlt wurde, sagt er:

"Ich mache jetzt noch ein Album. CCN3 mit Bass Sultan Hengzt Ende des Jahres, danach bin ich fertig mit Deutschrap. Bass Sultan Hengzt und Frank White. Ich geb euch noch einmal dieses Album. Und es wird keine Musik sein, es wird einfach nur Krieg sein. Ich mach das nicht, weil ich im Studio sitze und sage, 'Boah, das ist ja geile Musik'. Nein, ich bin mit CCN gekommen, ich werd mit CCN gehen. Ihr habt alle immer gesagt 'Fler, bring wieder, bring wieder'. Den paar Fans, die es sich so sehr wünschen da draußen, sozusagen der Hardcore-Fanbase, gebe ich das noch. Danach bin ich weg, Alter."

Fler ist Rapper – aber was kommt danach?

Wie ernst es Fler mit seinem Karriereende wirklich ist, weiß nur er selbst. Was er danach vorhaben könnte, verrät er aber schon mal:

 "Ihr bekommt euer 'Carlo Cokxx N*tten', danach ist Feierabend. Danach mach ich Champagner." 

Auch das könnte nur eine Anspielung darauf sein, was seine US-Rapper-Kollegen, unter anderem Jay-Z, sich an Businesses neben oder nach dem Rap aufgebaut haben. Wobei bekanntlich kaum ein Rapper jemals die Finger komplett von der Musik lassen kann. Wie das Ganze bei Fler ausgeht, bleibt abzuwarten. 

Claim auf Titel „CCN“ umstritten 

Falls Fler das Album mit Bass Sultan Hengzt tatsächlich mit dem Titel "CCN3" rausbringen möchte, wird dies natürlich ein weiteres Kapitel im Konflikt mit Busido werden. Bisher hatte Bushido nämlich unter dem Trademark weitere Kollabo-Alben mit anderen Rappern releast. Mehr zu dem Thema findet ihr hier:

"CCN" im Streaming: Fler will Bushido stoppen

Bushido will nach und nach sein Frühwerk auf den Streaming-Markt bringen. Ob die Gangstarap-Blaupause "CCN" auch bald auf Apple, Spotify und Co zur Verfügung steht, ist jedoch zumindest fragwürdig. Bushidos damaliger Kollabopartner Fler hat in einem neuen Interview bei 16 Bars erklärt, dass er das nicht zulassen werde.


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