Geburtsurkunde aufgetaucht: Kollegah trägt 22 Vornamen

Huiuiui, ob das so geplant war? Auf Grund eines schusseligen Kollegen kursierte bis vor wenigen Stunden die Geburtsurkunde von Kollegah im Internet, die schier Unfassbares offenlegt: Kollegah trägt demnach ganze 22 Vornamen und heißt bürgerlich Justus Julius Jonas Michael Markus Mirco Frank Frederick Friedrich Lars Levin Lukas Timo Theodor Torsten Ali Ansgar Antoine Felix Martin Andreas Matthias Blume.

Nachdem man zunächst davon ausgegangen war, dass die Geburtsurkunde im Zuge seines aktuellen Gerichtsverfahrens an die Öffentlichkeit geriet, ist nun klar, dass ein guter Freund Kollegahs für das Schlamassel verantwortlich ist.

Die Urkunde selbst wurde von einer Mitarbeiterin einer Spielothek in Essen-Borbeck heute Mittag auf Facebook veröffentlicht. Wie sie daran kam? "Nun ja, wir haben hier so einen Stammkunden. Glatzköpfig, meist mit schwarzer Cap auf dem Kopf. Der war heute Morgen völlig verzweifelt, da er kein Geld mehr für eine weitere Runde Fruitinator hatte", so die Angestellte Beate W. Sie fuhr fort: "Drum kam er zum Infoschalter und erklärte, dass er seit über drei Jahren beruflich untätig sei und erst ab Januar wieder Aussicht auf einen ordentlichen Lohn habe. Dann redete er noch irgendwas von einem Elvis, oder nee, Elvir, genau Elvir, der ihn bald in ein Studio einsperre. Bis dahin müsse er die Novoline-Besuche aber noch anderweitig finanzieren."

Deshalb habe er dann einen besonderen Wertgegenstand eines Promis versprochen, den er noch besorgen müsse. Kurz darauf sei er mit der Geburtsurkunde von Kollegah zurückgekehrt. "Da habe ich natürlich sofort zugeschlagen", so Beate W. Für gut 50€ habe sie die Urkunde abgekauft. Der Kunde habe sich mit "Yüaaah, killer!" bedankt.

Das Rätsel, woher der Herr die Urkunde herhabe, wurde von Kollegah persönlich aufgeklärt. Dieser verfasste kurzerhand ein Statement zu der Situation. Unter anderem erklärte er, dass ein guter alter Freund von ihm bei ihm gewesen sei, um seine Shotgun abzuholen. Dann sei Kollegah für einen Eiweißshake kurz in die Küche gegangen. Als er dann wiederkam, sagte sein Kumpel, er müsse schnell wieder los, da drei Freunde und "Lisa, die kleine H*re" auf ihn warten würden. Die Shotgun sei plötzlich nebensächlich gewesen. Im Nachhinein sei ihm klar geworden, dass sein Kumpel unter falschem Vorwand zu ihm gekommen sei, so Kollegah.

Insgesamt nimmt Kollegah die Sache jedoch gelassen hin: "Ich wusste, dass es früher oder später so weit kommt."  Er verriet unter anderem, dass er live seit einigen Jahren bei vielen Doubletime-Passagen einfach seinen gesamten Vornamen hinflexe. "Ich wollte einfach mal schauen, wann das jemand bemerkt", lacht Kollegah. Wirklich gestört habe ihn sein Name nie. Lediglich für einen Namenstag konnte er sich all die Jahre nicht entscheiden. Wichtig sei immer nur gewesen, dass sein Armumfang die Anzahl seiner Vornamen um mindestens das Doppelte übertrumpfe. Das seien jedoch längst "Sorgen vergangener Tage".

Er überlege nun, eine neue Version seines Tracks Alpha zu veröffentlichen. Darauf hieße es dann: "[...] und keine Angst, dass ich jetzt Deprisongs versuche, doch hier spricht grad nicht Kollegah, sondern Justus Julius Jonas Michael Markus Mirco Frank Frederick Friedrich Lars Levin Lukas Timo Theodor Torsten Ali Ansgar Antoine Felix Martin Andreas Matthias Blume [...]"

Damit wolle er den über die neuen Umstände verdutzten Fans etwas entgegenkommen. Eine weitere Alternative sei, dass er sich in Toni umtaufe. Dies sei auch wesentlich einfacher auf seine zahlreichen Kreditkarten zu drucken.

Nun wird auch klar, weshalb Kollegah sich über die Medien wunderte, die doch ernsthaft behaupteten, er heiße unter anderem Sören: "Also, ich trage ja wirklich viele Namen, aber Sören - ich bitte euch!"

Auch einige Rapkollegen äußerten sich zu der Debatte. Der große Tenor war dabei, dass es ohnehin völlig egal sei, wie man mit bürgerlichem Namen heißen würden. "Hauptsache jute Mukke", lautet ein Zitat.

Dem schließen wir uns an.