McGregor vs. Mayweather: Wie die Hiphop-Welt auf den Kampf reagiert

In Las Vegas stieg gestern der Kampf des Jahres: Boxer Floyd Mayweather kehrte nach seinem Karrierende 2015 für einen Abend in den Ring zurück, um gegen UFC-Champion Conor McGregor anzutreten.

Im Vorhinein wurde, auch in der Hiphop-Szene, wild spekuliert, wer das Rennen machen würde. Azad äußerte sich kurz vor dem Kampf ausführlich in seiner Instagram-Story, Kollegah ging während des Box-Spektakels sogar live und diskutierte mit seinen Fans. Immerhin wissen wir jetzt: Mayweather geht als Sieger durch einen technischen K.o. aus dem Kampf hervor. 

Reaktionen auf den durchaus vorhersehbaren Sieg gibt es natürlich zuhauf. Vor allem aus der Hiphop-Welt. Angefangen bei Fler, der zwar gönnt, den Ausgang des Fights aber offenbar trotzdem schade findet.

Auch Bass Sultan Hengzt äußert sich auf Twitter, zeigt sich allerdings alles andere als begeistert von Mayweathers Sieg:

P.Diddys Twitter-Post geht ebenfalls in eine ganz klare Richtung. Mit "The Best Ever" spielt er wohl auf den Nicknamen von Floyd Mayweather an:

Natürlich ließ es sich auch Money Boy nicht nehmen, seine Meinung auf Twitter zu veröffentlichen. Beef könne man auch anders klären, meint Mbeezy. Ali As findet's lustig: 

Der Leipziger Omik K hat zwei Gewinner beim Kampf gesehen:

Auch 50 Cent, Azad und mehr haben sich in den sozialen Medien geäußert ...

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Kommentare

War ein super Kampf, McGregor hat sich gut geschlagen und die ersten Runden sogar dominiert.

Yo Mayweather hat mega ka cke geboxt. Hat sich fast durchgehend unter die Gürtellinie geduckt und ständig seinen Hinterkopf dem McGregor entgegengestreckt. Nach einem UFC Fight wäre Mayweather wohl auf Lebenszeit kampfunfähig und dann schafft er es in seiner Disziplin nur durch langweiliges, ekliges Boxen den Dude zu besiegen. Interessanter und unterhaltsamer hat auf jeden Fall der UFC Fighter geboxt. Lieber als Mann verlieren als als Nu-tte zu gewinnen #Mayweatherdufo-tze

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Von Till Hesterbrink am 17.11.2020 - 12:34

Barack Obama gab vor Kurzem dem Magazin The Atlantic ein Interview anlässlich seines anstehenden Buches. In dem Gespräch mit Journalist Jeffrey Goldberg erklärte der ehemalige US-Präsident, dass seiner Auffassung nach Hiphop mitverantwortlich für den Aufstieg Donald Trumps gewesen sei. Grund dafür wäre der häufig mitschwingende Materialismus.

Barack Obama: "Wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld"

Goldberg fragt Obama im Laufe des Interviews, was dieser glaube, warum Donald Trump so erfolgreich werden konnte. Obama vergleicht Trump daraufhin mit Richie Rich, dem Millionärserben des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1994, der seit Wort nie hielt und keinerlei Interesse daran zeigte, Verantwortung zu übernehmen. Obama meint, es hätte eine Entwicklung des klassischen Bildes des Mannes, von jemandem, der die schwachen beschützt, zu jemandem, der einfach zeigt was er hat und kann gegeben. Diese Entwicklung würde er dem Fernsehen zuschreiben.

"Dann siehst du Lifestyles Of The Rich And Famous, was dir vermittelt, entweder du hast es oder du bist ein Loser. Und Donald Trump verkörpert diese kulturelle Bewegung, die nun tief in der amerikanischen Kultur verankert ist."

("Then you start seeing Lifestyles of the Rich and Famous, that sense that either you’ve got it or you’re a loser. And Donald Trump epitomizes that cultural movement that is deeply ingrained now in American culture.")

Aber nicht nur beim Fernsehen sieht Obama eine Teilschuld für den Aufstieg Trumps. Auch Hiphop und Rapmusik sollen seiner Meinung nach einen großen Teil dazu beigetragen haben. Er sei nicht über den Anstieg von Populismus überrascht gewesen, fände es jedoch interessant, wer geholfen habe, diesen zu verbreiten.

Unter anderem Lil Pump, 50 Cent, Ice Cube und Lil Wayne hatten für die vergangene Kampagne Trumps ihre Hilfe oder Unterstützung angeboten. Obama müsse sich nach eigenen Angaben häufig selbst daran erinnern, wofür Hiphop in den meisten Fällen stehen würde. Der Hang zum Materialismus und das protzende Auftreten vieler Rapper hätten einen klaren Einfluss auf die Gesellschaft. Hiphop würde häufig die gleichen Werte wie Donald Trump vertreten.

"Leute schreiben darüber, dass Trump [in der Präsidentschaftswahl 2020] mehr Unterstützung von Schwarzen Männern gewinnen konnte und über den ein oder anderen Rapper, der ihn unterstützte. Ich muss mich selbst daran erinnern, dass wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld. Viele Rap-Videos propagieren dieselben Werte wie Donald Trump darüber, was es heißt, berühmt zu sein. Alles ist aus Gold. Das festigt sich und sickert in die Kultur durch."

("People are writing about the fact that Trump increased his support among Black men [in the 2020 presidential election], and the occasional rapper who supported Trump. I have to remind myself that if you listen to rap music, it’s all about the bling, the women, the money. A lot of rap videos are using the same measures of what it means to be successful as Donald Trump is. Everything is gold-plated. That insinuates itself and seeps into the culture.")

Barack Obama & Hiphop

Eigentlich hat der ehemalige US-Präsident eine große Liebe für Hiphop und machte diese auch immer wieder öffentlich bekannt. So erklärte er erst letztes Jahr unter anderem "The London" von Young Thug, J. Cole und Travis Scott sowie "Suge" von DaBaby zu seinen Lieblingssongs 2019.

Zu seinem neuen Buch "The Promised Land" veröffentlichte Obama eine zugehörige Playlist. Auch in dieser sind Hiphop-Stars wie Jay-Z, Eminem oder Beyoncé zu finden.

Es scheint also eher so, als würde sich Obamas Kritik an Hiphop vor allem an die neue Generation an Rappern richten. Dieser wird schließlich häufig vorgeworfen, den ursprünglichen Zweck der "Message" von Hiphop nicht mehr zu erfüllen.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)