Machine Gun Kelly teilt erneut gegen Eminem aus

Dieser Beef wird so schnell kein Ende nehmen. Auf seinem am Freitag veröffentlichten Album "Hotel Diablo" hat Machine Gun Kelly einen kleinen, aber feinen Seitenhieb an Eminem platziert. Auf dem Track "Floor 13" droppt der Gunner folgende Line:

"I just spent the winter livin' after someone tried to send a kill shot, missin' me."

FLOOR 13

FLOOR 13, a song by Machine Gun Kelly on Spotify

Damit nimmt MGK selbstverständlich Bezug auf Eminems an ihn gerichteten Disstrack "Killshot" von letztem Jahr. Dieser ging in seinen Augen ganz klar daneben.

Young Thug sieht Machine Gun Kelly als klaren Sieger im Battle gegen Eminem

Der Thugger hat bereits im Mai auf Instagram ein Video von MGK hochgeladen, welches den Rapper auf einer Party zeigt. Sein Kommentar dazu: "the one guy that murdered M". Damit ist eindeutig Eminem gemeint. Den Artikel dazu findet ihr hier.

Ihr seht das allerdings komplett anders: Laut unserer Umfrage wird in der Community eher Eminem als Gewinner des Beefs gepickt. 89,3 % hatten angegeben, dass Eminems Punches härter treffen. 73,9 % fanden Eminems Track musikalisch gelungener. 84,6 % sehen Eminem als Sieger des Scharmützels mit MGK.

MGK vs. Eminem: Das Urteil der Fans zu Disstracks & Sieger (Umfrage-Ergebnis)

Wir haben in unserer Umfrage mehr als 11.000 Stimmen zum Beef von Machine Gun Kelly und Eminem in fünf Kategorien gesammelt. Wenig überraschend geht ein Großteil der Votes an Eminem - egal ob es sich um Beat, Punches, Musik oder den Gesamtsieg handelt.

Die Chronik des Krieges: Machine Gun Kelly vs. Eminem

Auf seinem Album "Kamikaze" hatte Eminem im Track "Not Alike" Machine Gun Kelly gedisst. Dieser erschuf daraufhin sein Alter Ego "Rap Devil" und feuerte kräftig zurück gegen die Legende. Eminems Antwort in Form von "Killshot" ließ nicht lange auf sich warten.

Das Ganze ist alleine deshalb so groß geworden, weil Eminem beteiligt ist. The Real Slim Shady wurde in seiner Karriere kaum gedisst und wenn doch, hat er sich selten Mühe gemacht zu antworten. Zwischenzeitlich gab es sogar Fan-Theorien, die eine Verschwörung zu Promozwecken witterten.

Wieso MGK Eminem überhaupt gedisst hat, lest ihr hier. Hier findet ihr, wie Machine Gun Kelly Eminems Disstrack bewertet. Wir haben uns außerdem damit beschäftigt, ob "Killshot" MGK jetzt wirklich zerstört hat.

Eminem vs. MGK im Detail: Wie "Killshot" die "Rap Devil"-Lines kontert

Hat er ihn auf Rapebene vernichtet oder nicht? Viele Hörer bewerten Eminems "Killshot" als Ende von Machine Gun Kellys Karriere. Dieser wähnt sich aber nur angeschossen und feuert zusätzlich zu seinem Disstrack "Rap Devil" weiter öffentlich gegen Eminem. Wie genau Eminem seinen jungen Battlegegner lyrisch auszukontern gedenkt, haben wir uns an fünf Stellen genauer angesehen.

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Freizügigkeit & Arroganz: T.I. bereut das Signing von Iggy Azalea

Freizügigkeit & Arroganz: T.I. bereut das Signing von Iggy Azalea

Von Anna Siegmund am 29.10.2019 - 11:43

Anfang des Monats gab es Schlagzeilen um die Rapperin Iggy Azalea und ihrem ehemaligen Labelchef T.I., der es in einem Interview als großen Fehler bezeichnete, die Australierin bei seinem Label Grand Hustle Records gesignt zu haben. Angesprochen auf diese Aussage in einem Radiointerview, führte der Rapper dieses Statement nun weiter aus und unterstellt Iggy unter anderem, sich anders zu verhalten, seit sie nicht mehr auf die Fanliebe von People of Color angewiesen ist. 

T.I. On Kanye West, Iggy Azalea Blunder, Hip-Hop Lists, 'ExpediTIously' Podcast + More

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T.I. war anfangs begeistert von Iggy Azalea

Zunächst fasst T.I. in dem Interview den Ausgangspunkt der Diskussion zusammen. Er sei gefragt worden, was er in seiner Karriere noch erreichen möchte. Seine Antwort war:

"Ich möchte der Rapwelt eine weibliche Rapperin vorstellen, die den Fehler mit Iggy Azalea vergessen macht."

(I gotta introduce another female to the game that can undo the blunder Iggy Azalea.)

Anfangs habe er das Gefühl gehabt, sie sei dazu gemacht, etwas Großes zu erreichen.

Kritik am Lebenswandel der Rapperin

Doch dieser Eindruck schien schnell vergessen zu sein, denn T.I. begründet seine Kritik an der Australierin wie folgt:

"Ich habe das Gefühl, dass sie begonnen hat, sich anders zu verhalten und Dinge zu tun, auf die ich nicht stolz war, als sie gemerkt hat, dass weiße Menschen sie mögen und sie nicht mehr darauf angewiesen ist, dass Schwarze sie mögen. Das hat meinen Ruf in die Schusslinie gebracht."

(I feel like when she found out white people liked her and she didn't really need black people to like her anymore, she switched up, started acting different, made moves that I wasn't proud of, that kind of placed my reputation in the line of fire.)

Iggy Azalea musste sich bereits zu Beginn ihrer Karriere den Vorwurf anhören, aufgrund ihrer Hautfarbe die Hiphop-Kultur zu manipulieren. Damals sprang T.I. ihr noch zur Seite und entgegnete der Kritik, dass gute, weiße Rapper*innen wie Iggy Azalea und Eminem viel eher zur Entwicklung der Kultur beitragen würden, als sie zu klauen oder ihr zu schaden.

Die Kritik des Rappers kann durchaus etwas mit der Freizügigkeit Iggys zu tun haben, denn weiter führt er aus, dass ihm die Karriere der Rapperin gefallen habe, bis sie sich zu offen gezeigt habe.

"It was dope first and then she exposed herself so much."

Iggy zeigte sich nicht nur in ihren Videos sehr freizügig, sondern zog sich beispielsweise auch für die Männerzeitschrift GQ aus. Von dem gleichen Magazin wurde sie auch zur Frau des Jahres gekürt und ihre Rede um die Auszeichnung sorgte damals für Schlagzeilen. Die Rapperin sprach davon, an einigen Tagen lediglich als V*gina angesehen zu werden und nur an manchen Tagen als Frau. Es war wohl ihre Art, den medialen Umgang mit Frauen zu kritisieren.

Iggy Azalea schrieb ihre Texte nicht selbst

Im Laufe des Interviews deutet T.I. auch an, dass Iggy ihre Texte nicht selbstgeschrieben hat. Er beginnt den Satz und sagt "Natürlich hatte sie...". Der Interviewer bietet ihm in der langen Sprachpause an, das Wort "writers", also Schreiber*innen, zu wählen. T.I. lacht nur und ergänzt das Wort "Hilfe".

Dennoch betont er, dass Iggy in seinen Augen viel mehr Potential hatte und sie einfach "dope" rappen kann.

"When will this guy shut up": Iggy Azalea reagiert auf das Interview

Auf Twitter hat Iggy Azalea bereits bitter-süß auf die Aussagen von T.I. geantwortet. Allerdings sind die Tweets aktuell nicht mehr auf ihrer Seite zu lesen. Da das Internet bekanntlich aber nicht vergisst, kann hier auf Screenshots verwiesen werden.

Iggy spricht T.I. den Einfluss auf ihr Album "The New Classic" ab und erzählt, er habe lediglich an "100" mitgewirkt. Aus diesem Grund sei sie auch nicht damit einverstanden, dass er sich immer mit dem Erfolg des Albums in Verbindung bringt. Sie bittet ihren ehemaligen Labelboss, seinen aktuellen Künstler*innen tatsächlich zu helfen und ihren Namen nicht mehr zu nutzen, um an Relevanz zu gewinnen.

T.I. signte Iggy bei Grand Hustle Records

Die Geschichte der australischen Rapperin und T.I. beginnt etwa 2012, als Iggy bei T.I.s Label Grand Hustle Records gesignt wurde. Im März desselben Jahres erschien die Single "Murda Bizness", auf dem auch T.I. einen Part übernahm.

IGGY AZALEA - Murda Bizness ft. T.I. (Official Video)

DOWNLOAD IGGY'S NEW EP FOR FREE: http://www.iggyazalea.com/ Like Iggy on Facebook: http://www.facebook.com/iggyazalea Follow Iggy on Twitter: http://www.twitter.com/IGGYAZALEA Director - Alex/2tone Production Company - What You Steal Producer - Sacha Smith Prod. Coordinator - Keeva Halferty Cinematographer - Andrew Wheeler AD - Christian Butcher Wardrobe - Alejandra Hernandez, Dani Michelle IN THIS VIDEO YOU WILL LEARN...

Anfang 2013 unterschrieb sie bei dem Label "Mercury Records", für "Change your Life" waren T.I. und Iggy dennoch weiter gemeinsam im Studio. Auf eine weitere Zusammenarbeit der beiden dürfte man in naher Zukunft wohl vergeblich hoffen.

Vor Kurzem sah sich Eminem mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert. Wie die Kritik genau aussah, könnt ihr hier nachlesen:

Benzino äußert sich kontrovers über Eminem und seine Fans

Eminem und der Mitgründer des Hiphop-Magazins The Source Benzino lieferten sich zu Beginn der 2000er ein Diss-Feuerwerk. Nun wurde Benzino in einem Interview bei Revolt TV erneut auf seinen Beef mit der Raplegende angesprochen und scheint seine Meinung kaum geändert zu haben.


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