Rock Am Ring, Southside & mehr: Festival Sommer 2021 abgeblasen?

Auch dieses Jahr scheint mit Großveranstaltungen wie Festivals nicht mehr zu rechnen zu sein. Gerade teilte das Veranstalter-Netzwerk Eventim Live mit, dass die Veranstaltungen Southside, Deichbrand, Hurricane, Rock am Ring, Rock im Park, SonneMondSterne und Greenfield in Deutschland und in der Schweiz 2021 erneut ausfallen werden. Auch die Tagesschau teilte diese Info auf ihrer Instagram-Seite.

Verschiebung auf unbestimmte Zeit 

Wann dürfen wir endlich wieder auf Festivals und Konzerte? Diese Frage treibt uns momentan wahrscheinlich alle um. Neben einem Statement zur Absage der Openairs, macht CTS Eventim-CEO Klaus-Peter Schulenberg trotzdem weiterhin Hoffnung auf ein (baldiges) Comeback der Live-Veranstaltungen:

 „Wir bedauern die Absage sehr und teilen die Enttäuschung aller Beteiligten. Aber Sicherheit und Schutz der Gesundheit von Fans, Künstlern, Festival-Teams und Partnern gehen selbstverständlich vor. Klar ist aber auch, dass die weiterhin unsichere Lage die dramatische wirtschaftliche Situation der Livemusik-Branche weiter verschärft. Wir arbeiten auf vielen Ebenen daran, dass Livekultur möglichst schnell und sicher auf die Bühne zurückkehren kann.“

Aufgrund der Verschiebungen von Live-Touren wie beispielsweise der von Kelvyn Colt von März 2021 auf 2022, hat man den Schritt der Openair-Veranstalter wohl bereits ahnen können. 

Kelvyn Colt kündigt "Mind of Colt Tour Pt. 2" für 2022 an

Die nahezu unveränderte Corona-Lage macht den kollektiven Turnup zu Songs wie "Bury Me Alive" oder " Link Up" momentan unmöglich.

Der weitere Aufschub von Großveranstaltungen im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft lässt währenddessen fortlaufend Existenzen innerhalb der Branche kaputtgehen. Auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie heißt es, dass die "Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachen Wertschöpfung inzwischen andere wichtige Branchen wie die chemische Industrie, die Energieversorger oder aber die Finanzdienstleister" übertrifft und mit 106,4 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung im Jahr 2019 auf dem zweiten Platz hinter dem Fahrzeugbau lag. Die mangelnden Lösungsvorschläge der Bundesregierung bleiben, vor allem in Anbetracht dieser Umstände, unerklärlich. Während beispielsweise die Bundesliga – an der zweifelsohne auch viele Existenzen und Jobs hängen – unter Hygienevorschriften wieder läuft, müssen deutlich finanzschwächere kulturelle Kleinbetriebe weiterhin auf dem Zahnfleisch gehen, auch wenn längst umfangreiche Hygienekonzepte erarbeitet wurden. Man kann nur hoffen, dass hier keine ganze Branche stirbt, die Jahrzehnte zur Erholung brauchen könnte.

Und die anderen Festivals?

Von den beiden großen Hiphop-Festivals Splash! und Openair Frauenfeld gibt es aktuell noch keine Info über deren Stattfinden oder Ausfall.

Dennoch: Die Corona-Pandemie hat das öffentliche Leben weiterhin fest im Griff und so bleibt wahrscheinlich abzuwarten, wann bei einem Konzert oder Festival-Auftritt des favorite Rap-Acts wieder gemeinsam gefeiert werden kann. Geht es nach Eventim Live, so wird dies spätestens 2022 der Fall sein: Allen Ticketinhabern wird die Möglichkeit angeboten, die bereits gekauften Tickets für die Festivals im kommenden Jahr zu nutzen.

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Splash! Festival 2021 muss abgesagt werden

Splash! Festival 2021 muss abgesagt werden

Von Michael Rubach am 11.03.2021 - 17:10

Einen Tag nach den Absagen von einigen der größten Festivals in Deutschland muss auch das Splash! schweren Herzens verkünden, dass es 2021 erneut keine Moshpits in Ferropolis geben wird. In einem Statement auf Instagram gaben die Veranstalter*innen nun einen Einblick in die Entscheidungsfindung.

Splash! Festival 2021 fällt Corona zum Opfer

Ursprünglich war dieses Jahr geplant, das Splash! Festival sogar zweimal zu verwirklichen. Vom 8. bis zum 10. Juli und vom 15. bis zum 17. Juli sollten die beiden Festival-Wochenenden stattfinden. Acts wie A$AP Rocky, A$AP Ferg, Migos, RIN, Haftbefehl oder Kool Savas hatten sich unter anderem für den ersten Part angekündigt. Doch durch die weiterhin diffuse Corona-Situation sind den Veranstalter*innen die Hände gebunden. Es geht einfach nicht.

"Wir haben [...] verschiedenste Ideen und Konzepte durchgedacht und mit anderen Veranstalter*Innen, der Regierung und Expert*Innen in unzähligen Videocalls Plan A bis Plan Z durchgesprochen. Ab einem gewissen Punkt mussten wir uns jedoch eingestehen, dass wir einfach nichts an der derzeitigen Situation ändern können, egal wie hart wir daran arbeiten. Die Unsicherheit in der Politik, die Virusmutanten und die fehlende Perspektive führen dazu, dass wir nicht weiterhin mit den Wiedersehen in Ferropolis an den Wochenenden vom 08. - 10. Juli und 15. - 17. Juli in 2021 planen können."

Dennoch werde man versuchen, das "Beste aus 2021 rauszuholen". Was das konkret bedeutet, geht aus dem Posting nicht hervor. Das Team vom Splash! bittet um Geduld, um entsprechend auf "eine Verbesserung der Pandemie-Situation reagieren" zu können. Infos und Lösungen zum Umgang mit bereits gekauften Tickets sollen außerdem zeitnah folgen.


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