Mit "Fleischwolf" haben Zino und Filatow eine Serie geschaffen, die gleichzeitig Popkultur, Internet-Humor, urbane Realität und die kleinen Absurditäten des Alltags einfängt. Im ausführlichen Gespräch erzählen die beiden, wie aus zehn Jahren Szene-Erfahrung, Arbeit hinter den Kulissen von Deutschrap, Streaming und YouTube ein gemeinsames Serienprojekt wurde, das heute in der ARD-Mediathek eine völlig neue Zielgruppe erreicht.
Sie sprechen darüber, warum „Fleischwolf“ keine klassische Deutschrap-Serie sein soll, obwohl Rapper, Streamer und Kultfiguren darin auftauchen. Die beiden berichten von echten Coaching-Erlebnissen, absurden Set-Momenten, improvisierten Szenen, Cameos, die nur durch jahrelange Beziehungen möglich wurden, und von dem Anspruch, Humor nicht zu forcieren, sondern aus echten Situationen entstehen zu lassen.
Im Mittelpunkt stehen aber auch persönliche Themen: die Dynamik ihrer Freundschaft, das Gefühl zwischen Subkulturen zu wechseln, der Wunsch nach kreativer Freiheit und die Frage, wie Unterhaltung heute gesellschaftliche Themen berühren kann, ohne zur Predigt zu werden. Das Interview zeigt, warum „Fleischwolf“ so viele unterschiedliche Menschen anspricht und warum diese Produktion mehr ist als eine klassische Comedyserie.