Ihr habt eben erwähnt, dass ihr in euren Songs häufig mit Alltagsgegenständen Menschen massakriert. Woher nehmt ihr die Inspiration für eure Songinhalte?

Der Alltag inspiriert uns. Wir haben einfach auch viel kranke Scheiße im Kopf, die wir dann rauslassen. Im Endeffekt ist das das, was wir denken. Wir schauen keine Horrorfilme und versuchen, die Geschichten zu übernehmen. Wir haben uns schon immer in unserer Musik abreagiert, da diese ein gutes Ventil ist, um Stress abzubauen. Wir verarbeiten auch häufig, was wir sehen und was uns im alltäglichen Leben begegnet. Dafür steht auch Ruffiction. Wenn uns zum Beispiel viele schwangere Frauen auf der Straße begegnen, tauchen diese dann auch mal in einem Text auf.

Auf Ruffnecks bezeichnet ihr Ruffiction häufig als Familie. Wodurch zeichnen sich denn Mitglieder dieser Familie aus und welche gemeinsamen Eigenschaften verbinden euch?

Man sollte auf jeden Fall kein A*schloch, sondern einfach ein guter Mensch sein. Sei kein Nazi und unterdrücke niemanden. Versuch, keine zu große Fresse zu haben, und schätze dein Umfeld. Es gibt auch Menschen, die sich unsere Logos tätowieren lassen, die uns einfach unterstützen, die man dann auch regelmäßiger bei den Konzerten trifft. Zwei davon haben ihre Söhne nach Crystal benannt (Hauke, Anm. der Red.) und die junge Frau hat sich diesen Namen dann auch in Haukes Handschrift tätowieren lassen. Die sind auf jeden Fall auch Teil unserer Familie. Man muss sich aber nicht tätowieren lassen. Vertrete diese Werte und sei ein guter Mensch.

Gibt es nach unzähligen Auftritten bestimmte Rituale, die sich etabliert haben?

Wir trinken viel Bier und versuchen, uns an unsere Texte zu erinnern (lacht). Wirkliche Rituale gibt es nicht. Wir machen vor unseren Konzerten immer eine Ansage, dass man bei all der Feierei und dem Spaß Rücksicht aufeinander nehmen sollte. Wir sind immer ganz nah dran an den Fans und wollen mit denen feiern. Bei uns wird auch viel gemosht auf Konzerten und da ist eben wichtig, dass Rücksicht aufeinander genommen wird. Diese Ansage ist eine Art Ritual. Wir haben einfach auf jeden Fall Bock, Zeit mit unseren Fans zu verbringen, mit denen zu reden und eine gute Zeit zu haben. Das ist uns wichtig.

Die letzten Worte gehören euch.

Kauft euch Ruffnecks! Unterstützt und feiert den Scheiß! Und kommt auf jeden Fall zu den Konzerten!

Alle Informationen zum Album findest du auf Amazon:

Text: Marc Schleichert

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Kollegah & Asche – Suicide [Video]

Kollegah & Asche – Suicide [Video]

Von Michael Rubach am 22.01.2021 - 08:58

Relativ unbeeindruckt von dem Rummel um Asches Herkunft ziehen Kollegah und sein verbliebenes Alpha Music-Signing musikalisch durch. Der Clip zum Track "Suicide" ist voller Action und steht ganz im Motto des heute erschienenen Kollaboalbums "Natural Born Killas". Mostafa Elgarhy hat bei dem Video Regie geführt. Der Beat, auf dem reichlich Doubletime-Passagen ausgepackt werden, wurde von Asche und Johnny Illstrument produziert.


ASCHE x KOLLEGAH - SUICIDE (prod by Asche & Johnny Illstrument) - OFFICIAL VIDEO

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