Auf dem Album, das in diesen drei Jahren entstanden ist, ist Hofgeismar sehr präsent. Allerdings schimmert auch immer wieder die Sehnsucht nach dem Unbekannten durch. 

Pimf: Ich mag den Kontrast aus beidem. Ich bin gerne unterwegs, komme dann aber auch immer wieder gerne nach Hause. Ich kann auf keinen Fall ein Jahr am Stück unterwegs sein, aber mal immer wieder drei bis vier Wochen weg sein und etwas erleben, um dann wieder nach Hause zu kommen, ist für mich das Größte. Philadelphia ist auf meinem Album die Metapher für das Ungewisse, das ich kennenlernen möchte, aber das heißt nicht, dass ich meine Wurzeln vergessen könnte.

Zu deinen Wurzeln scheint auch Graffiti zu gehören. Zumindest findet dieses auf deinem Album immer wieder statt und ist recht präsent.

Pimf: Ich habe das früher mal versucht, war aber leider katastrophal darin und hab es schnell wieder sein lassen. Allerdings hatte ich immer Freunde, die gemalt haben und ich bin einfach auch ein Hiphop-Fan und fand Graffiti deshalb immer cool. Außerdem fahr ich einfach gerne durch die Stadt und schau mir ein paar coole Graffitis an. Meine Schule habe ich auch mal angemalt, was dann auch in der Zeitung stand (lacht). Das war auf jeden Fall ein geiler Adrenalin-Kick. 

Wir haben jetzt viel über die Entstehung und die Inhalte von Memo gesprochen. Welche Ziele hast du dir denn konkret mit diesem Album gesetzt?

Pimf: Die Erwartungshaltung ist, dass einige Leute das Album geil finden werden und dass die Leute, die das geil finden, das Album einfach raus in die Welt tragen, es weiterverbreiten und ich so die Möglichkeit bekomme, ein paar Shows zu spielen. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden, die Videos sind sehr geil geworden und kamen auch gut an. Besonders Horizont gefällt mir sehr gut.

Kannst du uns zum Abschluss des Interviews das Grundgefühl, das Memo vermitteln soll, anhand einer exemplarischen Zeile des Albums zusammenfassen?

Pimf: "Hallo ich bin Jonas." Das Album ist einfach sehr autobiographisch und deshalb fasst diese Zeile das ganze Album super zusammen. Danke für das Interview und ich wünsche dir das Beste für die Zukunft, Marc.

Marc Schleichert

Autoreninfo

Marc Schleichert ist seit Anfang 2014 ein Teil von Hiphop.de und leitet hier den Textinterview-Bereich. In dieser Funktion spricht er regelmäßig sowohl mit hungrigen Newcomern als auch mit alteingesessenen Künstlern.

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Weekend ft. Pimf – Geh weg [Video]

Weekend ft. Pimf – Geh weg [Video]

Von Michael Rubach am 03.07.2020 - 12:57

Weekend und Pimf führen auf "Geh weg" so einige Dinge an, auf die sie - aus Gründen - gut verzichten könnten. Darunter wären unter anderem politische Lieder von Kollegah, Nazis, Til Schweigers Mitwirken am Tatort – das Spektrum der Ablehnung ist groß. Für den Beat zeigt sich Friedrich VanZandt verantwortlich. Weekends neues Album "Lightwolf" soll am 11. September erscheinen.


WEEKEND FEAT. PIMF - GEH WEG (prod. Friedrich VanZandt)

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