"Ich bin Top 5 dead or alive" – Wie sich Fler in die aktuelle Rapszene einordnet

Understatements sind nichts für Fler. Das weiß man spätestens nach dem Hören seiner selbstbewussten Songtexte. Vor allem wird die Überzeugung von sich selbst in Flizzys Interviews deutlich. Es gibt viele Dinge, die das Rap Game in zwei teilen. Flers Aussagen gehören definitiv auch dazu. In der neuen #waslos-Folge unterhielt er sich mit Rooz über die sich verändernde Rapwelt, sein neues Album "Flizzy" und gab nebenbei Eminem ein paar Ratschläge. Außerdem erklärte Fler, weshalb er findet, dass er zu den besten Künstlern des Genres gehört. 

"Ich bin Top 5 dead or alive. Immer." 

Obwohl ihn große Firmen kontaktieren und eine Zusammenarbeit mit ihm wollen – Fler glaubt nicht, dass es an seinen Verkaufszahlen liegt. Die würden schließlich nur durchschnittlich ausfallen. Zwar würde er sich über eine Goldene Schallplatte freuen, ihm kommt es jedoch auf mehr an. 

"Erfolg, Relevanz, Respekt in der Szene: Ich kann fünf Rapper in der Szene sagen, die genauso viel Respekt bekommen wie ich." 

Kritiker, die sich selbst als Fans bezeichnen und Leute, die meinen, Fler würde sich mit seiner Kunst zu sehr in Sicherheit wiegen, sind bei ihm falsch. Er ist sich seinem Beruf als Künstler durchaus bewusst und wird weiterhin seinen eigenen Film fahren. Ob man es gut findet oder nicht. 

Wie ordnest du Flers Ansicht über den aktuellen Rap-Zeitgeist und seine Position darin ein? 

Lehn dich zurück, schau die #waslos-Folge in voller Länge an und bilde dir einfach eine eigene Meinung:

Fler: "Flizzy", Rick Ross, Kollegah, Eminem & der Rap-Zeitgeist 2018 (Interview) #waslos

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Kommentare

#keinGoldKeinTopRapper

In Deutschland kriegen nach wie vor die die größte Plattform geboten, die am lautesten schreien.

Hauptsache BIO.

Das diese Haus Maus Wurst sich so überschätzt, woran liegt das. Top 5..ja...der whacksten Rapper aller Zeiten. Fler ist der Grund, das Money Boy nicht der schlechteste Rapper aller Zeiten ist...

Deine Meinung dazu?

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Apache 207 kein Rapper? Was Farid Bang dazu sagt

Apache 207 kein Rapper? Was Farid Bang dazu sagt

Von Alina Amin am 25.02.2021 - 16:47

Apache 207 ist schon nach den ersten Jahren seiner Rap-Karriere in den obersten Rängen der hiesigen Szene angekommen. Mit seinen melodischen Hits erreicht er regelmäßig astronomische Zahlen und gilt aktuell als einer der erfolgreichsten Künstler des deutschsprachigen Musikmarkts. Trotz dessen findet die Diskussion, ob der Ludwigshafener tatsächlich Rapper sei, in der Deutschrap-Community kein Ende. Jetzt äußert sich auch Farid Bang zu dem omnipräsenten Thema.

Farid Bang über die Frage, ob Apache 207 ein Rapper ist

Farid Bang stellt in seiner Instagram-Story infrage, was ein Künstler sei, der seine Texte nicht schreibt, wenn man schon davon ausginge, dass Apache kein Rapper sei. Die Debatte um Apaches Rapqualitäten wird weit über die YouTube-Kommentarspalten hinaus geführt.

Viele Größen der Deutschrapszene scheint die Frage umzutreiben, ob Apache 207 als Rapper zu betrachten ist. Für Bonez MC stand Ende 2020 fest: "Künstler kein Rapper". Auch Fler kommt in einem Interview bei 16bars zu dem Ergebnis, dass Apache "in dem Sinne kein Rapper" sei. Die Musik des 2-Meter-Hünen bedient sich hörbar verschiedensten Einflüssen.

Daran, dass Apache 207 rappen kann, dürfte jedoch kein Zweifel bestehen. Farid fragt sich nun, worauf es hinausliefe, wenn Apaches Musik durch dessen Herangehensweise nicht mehr als Rap durchginge.


Foto:

Instagram / @faridbangbang

Der Banger stellt in den Raum, ob dies nicht mindestens gleichbedeutend damit wäre, jemanden aus dem Rapgenre auszuschließen, wenn die Lyrics zugeliefert werden. Er zieht damit einen Vergleich zu einem ebenso ausgiebig diskutierten Thema, dem Ghostwriting.

Ende letzten Jahres wurde die allgegenwärtige Diskussion wieder aufgerollt, nachdem Shirin David ihre "Babsi Bars" veröffentlichte. Es ging damals einerseits um Credits, andererseits auch um die generelle Praktik des Ghostwritings. Viele Rapfans vertreten die Position, dass Rap-Künstler*innen auch selbst für ihre Lyrics verantwortlich sein sollten. Dennoch gehört es inzwischen zur gängigen Praxis, dass Rap-Texte in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Wie Farid das selbst sieht, erklärt er in seiner Story nicht.

Apache selbst hat zu dem Thema eine klare Haltung. Ob andere Leute ihn als Rapper bezeichnen oder nicht, scheint ihm gleichgültig zu sein. In seinem Song "28 Liter" erklärt der 23-Jährige:  

"Egal, ob du mich einen Rapper nennst, du Piç, darauf pfeif' ich"


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