Wieso es keine Überraschung ist, dass Kollegah Mert in Schutz nimmt

In einem Instagram-Livestream haben Fans Kollegah gefragt, was er von Mert halte und ob er sich ein Feature mit dem (ehemaligen) YouTuber vorstellen könne. Kolles Antwort fällt positiv aus: Mert sei "ein guter Junge", der darüber hinaus gut rappen könne. Dass Kolle Mert nahezu in Schutz nimmt, ist dabei gar keine so große Überraschung – denn die beiden verbindet einiges.

In seinem Livestream äußerte Kollegah:

"Wir haben in Deutschland leider immer noch so ein Schubladendenken. [...] Ich finde, man sollte sich mal ein bisschen locker machen. [...] Ich kenne Mert ja sehr gut, ist ein guter Junge. Dann hat er halt mit YouTube angefangen und jetzt rappt er halt. Ja mein Gott, er rappt gut. Dann ist auch mal irgendwann gut, er ist jetzt Rapper."

Mal abgesehen davon, dass wir Kolle an der Stelle gar nicht absprechen wollen, dass er Mert und dessen Musik tatsächlich feiert, zeigt ein Blick auf die Labelverhältnisse der beiden Rapper, dass es taktisch ziemlich unklug für den Düsseldorfer wäre, sich negativ in Richtung Mert zu äußern: Nachdem Kolle und Selfmade 2016 getrennte Wege gingen, gründete Kolle Alpha Music Empire, wo beispielsweise auch Seyed unter Vertrag steht. Geschäftsführer des Labels sind Amel Husic und Lennert Husmann. Und eben diese beiden sind auch Geschäftsführer von Husla Music – dem Label, bei dem Mert gesignt ist. Beide Labels sind also eng miteinander verbunden. 

Von daher dürfte es auch nicht verwunderlich sein, dass Kolle Mert bereits im September 2017, kurz bevor dieser sein Debütalbum "Kunde ist König" releaste, Props gab und erklärte: "Ich habe ihn ein paar Mal getroffen. Er ist meines Eindrucks nach ein guter Junge, er macht sein Ding. Ich weiß, er polarisiert sehr [...]. Er ist für mich von den YouTubern der einzige, wo ich mir den Rap geben kann."

KOLLEGAH BEWERTET MERT | KOLLEGAH FEIERT MERT

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Jan Böhmermann verarscht Kollegahs "Alles auf Null"-Video

Jan Böhmermann verarscht Kollegahs "Alles auf Null"-Video

Von Clark Senger am 28.08.2019 - 11:53

Zum Start der neuen Staffel des "Neo Magazin Royale" zieht Jan Böhmermann mit seinem Team Kollegahs YouTube-Clip "Alles auf Null" durch den Kakao. Die Ansage, in der die Infos zu den Sendezeiten der ersten neuen Folger eher eine Nebenrolle spielen, ist in Wortwahl, Setting und Handlungsablauf fast eine Kopie des Videos, das viele Zuschauer als sehr kurios wahrgenommen haben (wir berichteten). Eine Ansicht, die das "NMR"-Team zu teilen scheint.

Jan Böhmermann verarscht Kollegahs YouTube-Clip "Alles auf Null"

Der Einstieg des Videos am Fenster, die Tür, die noch geschlossen werden muss, der Leberhaken gegen den Boxsack und überschwängliche Ansagen zu den eigenen Protegés sind dem Vorbild detailreich nachempfunden. Auch Böhmermanns Oberteil ist eine Anspielung auf Kollegahs Polohemd im "Alles auf Null"-Clip.

Ganz neu ist die Idee nicht. Auch das Team von "Game Two" veröffentlichte kürzlich seine Version des "Alles auf Null"-Clips:

In seinem Video rief Kolle, nach teils heftiger Kritik an dem mittlerweile geplatzten Coaching-Event "AlphaOffensive" mit Dirk Kreuter sowie dem "Alpha Royale"-Turnier in Kooperation mit Toptier Takeover, einen Neustart aus. Eine Art Neustart sollte zuvor auch der Start des YouTube-Channels Felix Blume sein.

Böhmermanns Verhältnis zu Kollegah & Rap

Auch wenn man nicht mit exakt dieser Idee gerechnet haben mag, ist ein Bezug zu Kolle und Rap allgemein kein überraschender Move des "Neo Magazin Royale"-Teams. Kollegah war mehr als ein Mal in Böhmermanns Shows zu Gast, zuletzt vor rund zweieinhalb Jahren. Danach war unter anderem Kollegahs Schlag gegen einen Fan auf der Bühne ein Thema, das in der Sendung aufgegriffen wurde:

Auch sonst ist das "Neo Magazin Royale" eine der wenigen größeren TV-Sendungen, die sich regelmäßig mit Rap beschäftigen, was mal besser und mal schlechter in der Community ankommt. Kuriose Coverversionen, Dendemanns wöchentliche Auftritte über einen langen Zeitraum oder "Eine deutsche Rap-Geschichte" bleiben bis heute in guter Erinnerung.

Als Böhmermann zum Start der neuen Staffel vor zwei Jahren Gzuz' Song "CL 500" spaßeshalber zur neuen Nationalhymne erklärte, waren die 187-Jungs not amused, aber die Aufmerksamkeit der Rapfans war dem Moderator auch damals sicher.

Die 187-Jungs sind nicht begeistert von Böhmermanns "CL500"-Move

Täglich grüßt der Unkl ...In der Ankündigung zur neuen Staffel seiner Sendung Neo Magazin Royale erklärte der Moderator Jan Böhmermann Gzuz' Song CL500 zur neuen Nationalhymne. Jetzt wissen wir, was die Jungs von der 187 Strassenbande von der Aktion halten.


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