Wie J Dilla mit der MPC Hiphop beeinflusst hat und zur Legende wurde

Der 2006 verstorbene Detroiter J Dilla wird von vielen Hiphop-Liebhabern bis heute für seine Musik nahezu vergöttert. Das liegt nicht (nur) am Mythos, der viel zu früh verstorbene Musiker oft umgibt, sondern hat klar erkennbare und tiefe Wurzeln in seinem musikalischen Schaffen, das viele inspiriert hat.

Seine Hingabe dafür, alte Stücke kreativ zu samplen, zu verändern und neu zu arrangieren. Seine neuartige Technik, Drums aus einer Maschine so menschlich wie möglich klingen zu lassen und von konventionellen Patterns abzuweichen. Und nicht zuletzt seine innovativen Synthie-Sounds, mit denen er die Grenzen dessen verschob, was in Hiphop-Insturmentals als möglich und cool galt. Und das sind nur drei von zahlreichen Komponenten, die dem Produzenten zu seinem Status verholfen haben.

Kanye West, seines Zeichens einer der einflussreichsten Musiker der letzten Dekade, schwärmt in den höchsten Tönen von Dillas Art, Musik zu machen. In einem Interview von 2013, das erst dieses Jahr seinen Weg ins Netz gefunden hat, findet 'Ye warme und einzigartig bildhafte Worte:

"Sein Swing, wie er die Beats gemischt hat, seine Snare-Auswahl, wie er Dinge gesampelt hat, es klang wie ... es hat sich wie Drogen angefühlt. Seine Musik klang wie gute P*ssy."

Als das Music Production Center 3000 1994 von Akai releast wurde, zählte es schnell als das Tool für die großen Musik- und Hiphop-Produzenten. In einem neuen Teil der Vox-Dokureihe Earworm beschäftigt Produzent und MC Brian Ellis sich mit dem Vermächtnis, das Dilla mit seiner MPC hinterlassen hat:

"Ich glaube, womit Dilla so viele Produzenten beeinflusst hat, ist seine Fähigkeit, ein so großes Vokabular unterschiedlicher Techniken zu benutzen. [...] Er verstand es, sich für jeden Aspekt der MPC zu begeistern und ihn zu einem musikalischen Vorteil zu nutzen."

Erst diese Maschine ermöglichte endgültig vieles von dem, was der legendäre Beatmaker erschaffen hat. Eine Geschichtsstunde in Sachen Sampling, Producing und Hiphop allgemein mit tollen Visualisierungen, die unterstreichen, was Dillas Musik so einzigartig macht. Nicht ohne Grund steht ausgerechnet seine MPC im National Museum of African American History and Culture in Washington.

How this legendary hip-hop producer humanized a machine

J Dilla made his MPC3000 musical. Subscribe to our channel! http://goo.gl/0bsAjO There's a halo of reverence around J Dilla, a producer and beatmaker from Detroit who made some of the most fascinating and influential beats in hip hop history.

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Neuer Twitter-Rant: Kanye West fordert Entschuldigung von Drake & J. Cole

Neuer Twitter-Rant: Kanye West fordert Entschuldigung von Drake & J. Cole

Von Till Hesterbrink am 15.09.2020 - 13:10

Kanye West schafft es, Woche für Woche in aller Munde zu sein. Im neuesten Exemplar seiner berüchtigten Twitter-Rants kündigt er an, keine Musik mehr zu veröffentlichen, bis seine Verträge mit Universal und Sony beendet seien.

Kanye West Twitter-Rant: Entschuldigung von Drake und Karrierepause

Kanye macht auf Twitter mal wieder seinem Unmut gegenüber der Musikindustrie Luft. Er hält fest, dass er kein Teil dieser Industrie sei und lediglich im Dienste Christis stehen würde. Außerdem erklärt er, dass ihm der Beef mit anderen Schwarzen Künstlern leidtue.

So lange er nicht aus seinen Verträgen mit Universal und Sony entlassen würde, gäbe es von ihm jedoch erst mal keine Musik mehr, lässt er in einem wieder gelöschten Tweet verlauten.

In einem weiteren gelöschten Tweet wünscht sich Kanye auch eine Entschuldigung von J. Cole und Drake für die jeweiligen Auseinandersetzungen.

"Ich erwarte als Erstes eine öffentliche Entschuldigung von J. Cole und Drake... Ich bin Nat Turner... Ich kämpfe für uns"

("I need a public apology from J Cole and Drake to start with immediately... I'm Nat Turner... I'm fighting for us")

Mit Drake streitet sich Yeezy schon länger, vor allem, weil dieser die Gerüchte über eine Affäre zwischen ihm und Kim Kardashian nicht dementierte. J. Cole hingegen hatte möglicherweise unterschwellig gegen Kanye auf seinen Songs "Middle Child" und "Flase Prophets" gestichelt.

Nat Turner war Anführer eines Sklavenaufstandes in den USA im Jahre 1831, der überzeugt war, Gott hätte ihn ausgewählt. Als Anlass für den Aufstand nahm er eine Sonnenfinsternis, welche er als Zeichen Gottes interpretierte.

Es sei laut Kanye außerdem wichtig, Land vom Geld der Regierung Geld zu kaufen.

Nachdem er sich in der Vergangenheit schon mit Jesus und Gott verglichen hatte, erklärt er sich nun zum "neuen Moses". Die Musikindustrie sowie die NBA sind für ihn die Sklavenschiffe der Gegenwart und er sei nun derjenige, der seine Leute aus diesen Verhältnissen befreien würde.

Kanye West & die Fake-Angestellte Lauren Greenfield

Vor seiner Tirade veröffentlichte Kanye außerdem den Namen und die Jobbezeichnung der angeblichen "Musik-Beraterin" Lauren Greenfield. Dazu schrieb er:

"Hat jemand schon mal von dieser Person gehört? Ich habe gerade eine Fake-Angestellte auf meiner Rechnung gefunden."


Foto:

Screenshot - https://youtu.be/doFZigS63cQ

Scheinbar hatte jemand unter dem Decknamen Lauren Greenfield Rechnungen an Kanye geschrieben und sich als Music Consultant ausgegeben, denn auch im Nachhinein konnte niemand die mysteriöse Frau identifizieren.

Wie HotNewHipHop berichtet, fanden Fans schnell heraus, dass es wohl eine berühmte Fotografin mit dem gleichen Namen gäbe. Diese hatte sogar in 90er Jahren bereits mit Kim Kardashian gearbeitet und in Kendall Jenners Haus hänge auch ein eingerahmtes Foto der echten Lauren Greenfield.

Schnell wurde spekuliert, ob es sich einfach um einen Fehler bei der Berufsbezeichnung halten würde oder ob wirklich jemand versucht hat, Mr. West mit dubiosen Mitteln um Geld zu erleichtern. Andere Fans stellten spaßeshalber die Theorie auf, Lauren Greenfield sei bis zum 24. Juli eine reale Person gewesen. Da sollte eigentlich Kanye Wests neues Album erscheinen. Tat es aber nicht und deshalb sei auch keine "Musik-Beraterin" mehr von Nöten.

Mittlerweile ist der Tweet wieder gelöscht worden. Vielleicht hat sich Frau Greenfield ja gemeldet und ein Missverständnis aufgeklärt.

Kanye Wests Twitter-Meltdown: Eine bipolare Störung ist kein Witz

Seit Kanye West seine Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl bekanntgegeben hat, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Statements, Auftritte, Postings - Kanye sendet (und löscht) seine schwer greifbaren Botschaften in einer Taktung, der man nur noch bedingt folgen kann. Am kommenden Freitag soll sein neues Album "Donda" erscheinen - und ein Film, wie er nun eilig in die Welt heraustwitterte.


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