Wetten, du wusstest nicht, dass The Game bei einem deutschen Label gesignt ist?

The Games Doppelalbum The Documentary 2 und 2.5 ist jetzt vollständig im Laden und auf allen digitalen Portalen – doch eine Tatsache über das Album wusstest du garantiert noch nicht.

Der Nachfolger zum Klassikeralbum erscheint nämlich über das deutsche Label Cash Machine Records. Vertrieben werden die Platten über SPV, das bereits 1984 in Hannover gegründet wurde und unter anderem Motörhead, die Scorpions und Xavier Naidoo unter Vertrag hatte.

Wir haben mit dem Cash Machine-Gründer Martin Lanzerath gesprochen, um herauszufinden, wie die Zusammenarbeit zustande kam. Als A&R bei SPV habe er die Aufgabe gehabt, die Labelstruktur zu verjüngen.

"Das Feature-Album Blood Moon: Year Of The Wolf war letztes Jahr frei, weil Game aus Aftermath und Universal raus war und zu dem Zeitpunkt Indie war. Ihm haben wir ein Angebot gemacht und das lief erstaunlicherweise gut."

Die Zusammenarbeit entpuppte sich als voller Erfolg: "Der britische Markt beispielsweise mit einer Hiphop-Platte war für uns auch Neuland, aber wir haben mit Blood Moon in Europa mehr verkauft als Game mit seinem Jesus Piece-Album davor."

Anschließend stand die Vertragsverlängerung für die The Documentary-Fortsetzung vor der Tür: "Dann mussten wir uns überlegen, ob wir das machen möchten. Das Album war auf jeden Fall auch nicht günstig! Zu dem Zeitpunkt wussten wir auch nicht, wer das produziert und wer drauf ist. Blood Moon war ja kein klassisches Album, da musste schon mehr kommen."

Als Lanzerath dann aber mitbekam, dass Dr. Dre an dem Album beteiligt sein wird, war für ihn alles klar.

"Na, wenn der gerade die Beats verkauft hat, Milliardär ist, im Apple-Vorstand sitzt – und sich dann noch Zeit nimmt, mit Game im Studio zu hocken... Als wir dann das Tracklisting bekommen haben, dachte ich nur noch 'Holla, die Waldfee!'. Beim Master war ich dann einfach überglücklich, weil es eine supergute Platte ist," so der Cash Machine-Gründer. 

In Großbritannien – von Lanzerath als härtester Markt betitelt – konnte Cash Machine das Album The Documentary 2 auf Platz 4 hieven. Damit feiert Game seinen besten Charteinstieg der Karriere auf der Insel.

Gute Voraussetzungen für weitere internationale Rapacts auf Cash Machine, wie Lanzerath verrieht: "Da kommt noch was! Sobald es unterschrieben ist, lass ich es euch wissen..."

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Kommentare

Klingt für mich eher wo als ob der Vertrieb für Games Alben in Europa von nem deutschen Label übernommen wird und nicht, dass er bei einem deutschen Labek gesignt ist

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Dr. Dre feiert T-Pains epischen Rant über fehlende Innovation im Rap

Dr. Dre feiert T-Pains epischen Rant über fehlende Innovation im Rap

Von Michael Rubach am 15.07.2021 - 12:38

T-Pain ist in einem Twitch-Stream ein bisschen ausgerastet. Der Autotune-Pionier äußert dabei sein Unverständnis über all die gleichförmige Musik, die ihm so unterkommt. Schreiend erklärt er, dass ihm ständig Musik zugesandt werden würde, die es bereits gibt. Bei Dr. Dre scheint er damit einen Nerv zu treffen. Die nicht gerade für seine Social-Media-Tätigkeiten bekannte US-Legende meldet sich via Instagram.

T-Pain rastet aus: "Macht andere Musik!"

In seinem Stream verteilte T-Pain (jetzt auf Apple Music streamen) einige Ratschläge an jüngere Künstler*innen. Dabei fleht er regelrecht, doch bitte nicht mehr andere erfolgreiche Artists zu kopieren. Seiner Einschätzung nach würden sich Newcomer*innen einfach an den Stars orientieren, die momentan an der Spitze stehen und diese nachahmen.

"Hört auf damit! Macht was anderes! Ihr seid nicht originell! Macht originellen Shit! [...] Gott verdammt! Macht andere Musik!"

Einmal in Fahrt gekommen, führt T-Pain im Schreimodus ein paar Beispiele für Künstler an, die mit ihrem Sound momentan weit oben mitspielen. Die Sache mit den Lils im Künstlernamen hält er für durchgespielt. US-Rap hätte inzwischen "Lil everybody" zu bieten. Aus dieser Richtung habe man alles gehört. T-Pains Ausraster ist ein Schrei nach Innovation.

"Lil Uzi Vert tut es bereits. Lil Baby tut es bereits. DaBaby tut es bereits. Es sind buchstäblich zwei N**** mit Baby in ihrem Namen, die bereits all die Musik machen, die ihr machen wollt."

("Lil Uzi Vert is already doing it. Lil Baby is already doing it. DaBaby is already doing it. It’s literally two n-***as with Baby in their name that’s already doing all the music you want.")

Trotz seiner sichtbaren Verärgerung verdeutlicht T-Pain auch, dass er generell kein Problem mit der neuen Rapgeneration oder den aktuellen Rapsuperstars habe. "Ich sage nicht, dass diese Musikgeneration schlechter ist als jede andere." Die Zahlen, die ohne größeres musikalisches Risiko erreicht werden, seien ihm jedoch egal. Was ihn interessiert: Wenn jemand mit seiner "verdammten Musik etwas anderes macht".

Dr. Dre mit Shoutout an T-Pain: "Er hat Recht"

Dr. Dre ist T-Pains kleiner Anfall nicht entgangen und packte einen Clip seines Kollegen in seinen Instagram-Feed. Auf der Social-Media-Plattform hält sich der Hiphop-Mogul ansonsten eher bedeckt.

"Shoutout an T-Pain. Ich lache mich gerade kaputt, aber er hat Recht. Ich weiß und fühle genau, was er sagt."

In einem Gespräch im letzten Jahr erklärte Dr. Dre, was ihm eigentlich an der Social-Media-Welt nicht gefällt.

"Hätte es gehasst": Was Dr. Dre an Social Media auszusetzen hat

Dr. Dre und Jimmy Iovine sind zwei weise und überaus erfolgreiche Herren in der Unterhaltungsbranche. Ratschläge für den eigenen Weg zum Erfolg könnten von kaum kompetenteren Experten kommen. Für die britische Ausgabe der GQ haben die beiden Freunde und Geschäftspartner ein paar Tipps gegeben und dabei auch auf das heutige Social-Media-Zeitalter geblickt.


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