Zuallererst mal ****e Props an das Team von PULS! Das junge Programm des Bayrischen Rundfunks hat nach der Wortschatzanalyse von deutschen Rappern wieder ein bisschen wissenschaftlichen Wind in die Szene gebracht. Das Deutschrap-Periodensystem ist allerdings nicht nur was für Chemie-Nerds, sondern für jeden, der etwas für deutschen Rap übrig hat.

Anhand der Wirkungsstätte, des Erscheinungsjahres des ersten Releases und des Subgenres wurden 156 Rapper oder Crews in das Schema einsortiert, das dem chemischen Periodensystem nachempfunden ist - nur viel cooler und viel praktischer. "Wie im Periodensystem aus dem Chemie-Unterricht wird dadurch etwas ziemlich Komplexes auf einen Blick sichtbar gemacht", heißt es im Pressetext. 

Man soll noch viel mehr am Modell ablesen können: "Kenner können aus dem Deutschrap Periodensystem auch das Verhalten der einzelnen Elemente untereinander ablesen: Wie reagieren Elemente der Alten Schule auf Battle Rapper? Wie vertragen sich Straßenrapper mit Hipstern?" Wie genau, ist uns noch nicht ganz klar. Was bedeutet zum Beispiel, dass Laas Unltd. sich in der Battle-Rap-Kategorie direkt unter Kollegah wiederfindet? Warum liegen Lance Butters und Laas zwischen Farid Bang und Fler? Immer her mit deinen Erklärungsversuchen!


Darüber, wie praktisch das Ganze jetzt wirklich ist, lässt sich natürlich streiten. "Rapper in Schubladen zu stecken, wird der Kunst meistens nicht gerecht", wäre allerdings Gejammer auf ganz, ganz hohem Niveau. So gut wie jeder neigt dazu, sich Dinge mit Kategorien zu erklären und zu vereinfachen. Wir befinden uns gewissermaßen in der Wissenschaft und die versucht hier nur, etwas zu BEschreiben und nicht etwas VORZUschreiben. Wie das halt mit solchen Einordnungen ist, bietet das Modell viel Raum für spannende, lebhafte Diskussionen.

Fazit: Supercoole Spielerei zum Durchstöbern und eventuell auch zum Sich-ins-Zimmer-hängen, in die einige Leute sehr viel Liebe und Arbeit gesteckt haben - Respekt! Alle möglichen Erläuterungen und das ganze Periodensystem findest du hier! Viel Spaß damit!

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Kommentare

spitznartikel

Also nett gemacht, aber die Einordnungen in die Kategoreien oft sehr seltsam.

Mal abgesehen davon, dass da bei den Städtenamen einige Fehler drin sind (Olexesh: Berlin, Shindy: Berlin, Juse Ju: Comedy(?), Manuellsen: Berlin) check ich nich was das soll. Erstmal, wo zieht man denn die Grenze, wer da drin stehen soll? Fard is nich drin, 187 Strassenbande fehlt, FvN fehlt auch und der halbe Berliner Untergrund (B-Lash, Mok, Said, Mosh, Tierstar,....) is auch nich dabei. Zweitens, was soll mir die Anordnung sagen? Wie kann man denn Rap in ein Periodensystem übertragen? Schon alleine weil einige ziemlich sicher mehrere Gebiete abdecken, Manuellsen macht nich nur RnB. Aber wo besteht denn eine Verbindung zwischen den ganzen Gruppen? Hab ich das System vllt einfach nur nich verstanden?

Cr7z nicht dabei?

Diggerdance aus Hamburg fehlt!!!!
B-low der derbste von allen!!!!!!!

Aller korrigiert das mal

Chakuza fehlt...

1. Die Sparten sind sehr komisch eingeteilt/"besetzt" - z.B. Untergrund: wo ist der wahre 'Untergrund'-Rap?
2. Fehlen einige Sparten, wie z.B. Horrorcore
3. Ist das ganze, im Großen und ganzen doch eher fragwürdig und mehr Schubladen-Denken als alles andere..

Umse fehlt

Sun diego und sponge fehlen

Deine Meinung dazu?

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Bushido geht gegen Berichterstattung vor

Bushido geht gegen Berichterstattung vor

Von David Molke am 17.08.2019 - 12:12

Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi haben mehrere Medien wegen der Berichterstattung über die geleakten Ermittlungsakten der Berliner Polizei abmahnen lassen. Hiphop.de wurde aufgefordert, Passagen aus dem Artikel Bushido vs. Arafat Abou-Chaker: Ermittlungsakten & Zeugenaussagen geleakt zu entfernen.

Wir verstehen die Aufforderung als Eingriff in die Pressefreiheit und haben ihr widersprochen.

Anfang August waren im Internet Dokumente aufgetaucht, die offensichtlich aus Ermittlungen der Berliner Polizei stammen. Die Unterlagen liefern Informationen darüber, wie die Trennung von Bushido und seinem langjährigen Partner Arafat Abou-Chaker ablief.

Mindestens eine Plattform hat ihren Bericht aufgrund einer Abmahnung bereits offline gestellt. Die Artikel der FAZ sind nach wie vor online.

Bushido vs. Arafat Abou-Chaker: Ermittlungsakten & Zeugenaussagen geleakt

Der fortwährende Konflikt zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker ist um viele Details reicher. Die FAZ hatte exklusiven Zugriff auf über 200 Seiten Ermittlungsakten der Berliner Polizei - darunter seien Protokolle von abgehörten Telefonaten und Gesprächen sowie Zeugenaussagen von unter anderem Shindy, Ali Bumaye oder Bushido selbst.


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