So soll Jay Zs Streaming-Dienst die Musikbranche revolutionieren
Polo G

Nicki Minaj und Kanye West hatten angekündigt, dass heute Musikgeschichte geschrieben werden sollte. Geschrieben wurde definitiv. Undzwar die Unterschriften von diversen Musik-Superstars auf den gemeinsamen Vertrag. Tidal gehört nämlich nicht nur Jay Z, der es erworben hat, sondern einem ganzen Haufen von Sängern, Rappern und DJs. Darunter sind auch J. ColeKanye WestNicki Minaj, RihannaBeyonce und Alicia Keys.

Es ist der erste Musik-Service, der von Künstlern geführt wird. Jay ZKanye WestJ. Cole und Co. erhoffen sich davon, ein ganz neues Musikerlebnis für beide Seiten – Künstler und Hörer – zu schaffen. Videos in Spitzenqualität, eine professionelle Redaktion, exklusives Material, Musik mit einmaligem Sound – der Himmel auf Erden für $10-20 im Monat!

Alicia Keys meint, heute sei damit "der Beginn einer neuen Ära". Dass die Besitzer und Führungspersonen des Service voll des Lobes sind, ist klar. Klingt vielleicht nach Abzocke, aber es macht den Eindruck, als hätten die Leute da wirklich etwas Cooles auf die Beine gestellt. 

In einer Werbung/Trailer zum Schluss des Events wird gesagt, dass so ein Dienst den Künstlern wieder die Macht in die Hände gibt. Beim Umgang mit anderen Diensten oder Labels seien Künstler nur als Produkte betrachtet worden. Da scheint Substanz dahinter zu stecken. 

Wenn das neue Portal am Ende wirklich den Fokus auf gute Musik fördert und erfolgreich von den Hörern angenommen wird, dann wird es spannend zu beobachten sein, inwiefern das Ganze wirklich einer kleinen Revolution nahe kommt. Vielleicht "bekommt man da noch was für sein Geld"... ("Alter Opa, der gerne Weisheiten erzählt"-Voice)