Das sind die 20 besten Deutschrap-Musikvideos 2025
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Manch einer könnte meinen, dank Social Media und Short-Content-Hype seien Musikvideos nicht mehr das, was sie mal waren. Und vielleicht ist da was dran: Der große Klickgarant sind YouTube-Clips nicht mehr. Vielleicht bringt man als Rapper im großen 2025 Musikvideos vor allem der Kunst wegen raus. Das macht das Business rund um die Produktionen in den 20er-Jahre weniger lukrativ als noch zuvor – dafür aber umso kreativer.

Das sind die besten Deutschrap-Musikvideos des Jahres 2025

Im Zuge der diesjährigen Hiphop.de-Awards wollen wir auf einige dieser besonderen Videos zurückblicken. Hier also unsere Nominierungen für das beste Musikvideo 2025 (ohne bestimmte Reihenfolge).

Wer den Award schließlich mit nach Hause nimmt, könnt ihr natürlich mitentscheiden. Welches Deutschrap-Video ist euer Favorit? Wer hat den diesjährigen Awards eurer Meinung nach verdient? Hier gelangt ihr zum Voting.

Souly – Nichts Hittet Mehr (dir. Fritz Elsmann / FLIPPHONESTUDIOS)

Manchmal muss in Musikvideos gar nicht viel passieren, damit man den Track so richtig fühlt. Besonders die Menschen, mit denen Souly regelmäßig zusammenarbeitet, wissen das. Deshalb ist das Video zu "Nichts Hittet Mehr" auch - man kann es nicht anders sagen - einfach straight Vibes.

Der Clip startet mit einem weißen Pferd, das durch Berge reitet. Dann sieht man Souly, der auf der Veranda eines verlassen wirkenden Bungalows am Rauchen ist. Zwischendurch gibt es Szenen in Schneelandschaften, von Polarlichtern oder einem weißen Range Rover. Es ist düster, einsam und unglaublich atmosphärisch. Das von Flipphonestudios produzierte Video bedient sich dabei an zahlreichen Slow-Motion Aufnahmen, die perfekt auf den minimalistischen Beat des Tracks zugeschnitten sind. Ein Clip, den man so schnell wahrscheinlich nicht vergisst. Die Regie hat Fritz Elsmann geführt.

Ramzey – An der Front (dir. Niclas Lenhard)

Ramzey geht an die "Front" und holt sich das Money. Der Frankfurter Rapper vergleicht den Marsch zum Bag mit dem Kampf an vorderster Linie und zählt dementsprechend im Musikvideo zum Track dicke Batzen. Mit einem Haufen an großen Scheinen ausgestattet, werfen er und eine junge Frau regelrecht mit Geld um sich. Zwischendurch sieht man den Musiker in einer Bowlinghalle, dann in einem Vogelhaus. Begleitet wird das Ganze von einer Lofi-Ästhetik und durch das gesamte Musikvideo zieht sich immer wieder Symbolik, die ganz klar darauf hindeutet: Hier wird sogar krepiert "für den Bag". Alle Einnahmen werden deshalb natürlich nicht gespendet.

Die Regie hat Niclas Lenhard geführt.

Apache 207 & Luciano – Gesegnet (dir. Specter Berlin)

Wenn zwei Deutschrap-Giganten aufeinandertreffen, dann ist eines sicher: hier wird nicht gespart. Weder an Dramatik, noch an dicken Autos. Und deshalb ist es eigentlich keine Überraschung, dass Apache 207 und Luciano ihr Musikvideo zur Collab-Single "Gesegnet" in der passenden Location gefilmt haben. Für den Dreh sind die beiden nämlich nach Dresden gereist und haben sich dort von Specter in der Semperoper und der Gemälde-Galerie Alte Meister filmen lassen. Das Ergebnis ist ein fast prunkvolles Video, das den Status der beiden Musiker und die Größe der Kollaboration recht gut unterstreicht.

Inmitten von tanzenden Ballerinas rappen die beiden von "10k Spesen für 'nen Tisch im Club" und zwischendurch ist natürlich noch das eine oder andere brennende Auto zu sehen. Ein Hochglanz-Video mit zwei der bekanntesten Rapper Deutschlands.

KC Rebell – VIP (dir. Daniel Zlotin)

Wortspiele müssen sich nicht auf den Raptext beschränken. Immerhin gibt es mit Musikvideos noch eine visuelle Ebene – und die lässt KC Rebell im Clip zu "VIP" garantiert nicht ungenutzt. Unter Regie von Daniel Zlotin werden hier Oktopusse zum Sprechen gebracht, Schlachten in Büroräumen geführt und Boxer zu Breakern. Jede Szene bringt eine neue Handlung und unerwartete Wendungen. Hinzu kommen Referenzen an die Filmwelt. Dabei dürften vor allem Fans von "The Wolf of Wall Street" fündig werden. Das ganze Team vor der Kamera wirkt dabei - ganz passend zum Beat des Tracks - spielerisch leicht und liefert gute Stimmung.

Kool Savas – Nur die Nacht (dir. Mikis Fontagnier)

Kool Savas hat sich Ende Januar mit Mikis Fontagnier für eins der wohl nostalgischeren Videos des Jahres zusammengetan. Das Musikvideo zu "Nur die Nacht" ist passend zum melancholischen Sound des Tracks in Schwarz-Weiß gehalten. In dem Clip sieht man allerdings keine geschauspielerten Szenen zum Song. Stattdessen hat sich Savas einfach mal überlegt, Szenen aus seinem Alltag zu zeigen. Und so kommt es, dass das Video primär den Begrüßungsteil eines Dinners zeigt, das der Berliner für Freunde und Kollegen abgehalten hat.

Und - man kann es sich fast schon denken - hier sind einige bekannte Gesichter zu sehen. So haben sich unter anderem Badmómzjay, Samra, Olexesh, Milano und viele weitere Szene-Persönlichkeiten für das Musikvideo des Rappers filmen lassen. Authentischer geht es fast gar nicht:

Kontra K ft. Gzuz – Dreckig & Gemein (dir. Christoph Szulecki / EASYdoesit)

Bei Kontra K und Gzuz wurde es vor einigen Monaten "Dreckig & Gemein". Passend zur Single ist das von EASYdoesit produzierte Musikvideo vor allem eins: rau. Hier werden Aufnahmen von heruntergekommenen Dächern mit Szenen in düsteren Kellern kombiniert. "Keiner lässt dich rein," lautet die Devise. Besonders unterstrichen wird das durch eine Sequenz, in der sich Kontra K durch eine Menschenmenge kämpfen muss. Die Regie hat hier Christoph Szulecki geführt.

Nico K.I.Z & Drunken Masters – Undertheker (dir. Jan Oke Jens / silkrock)

Wenn man das Video zu Niko K.I.Zs und Drunken Masters "Undertheker" beschreiben müsste, dann würde "eine wilde Nacht" vielleicht noch am ehesten zutreffen. Aber eigentlich ist das viel zu milde formuliert. In dem nicht mal drei Minuten langen Clip passieren so viele Dinge, dass man daraus wahrscheinlich einen eigenen Film machen könnte. Mittendrin ist unser Protagonist, ein älterer Mann, gespielt von Tony De Maeyer. Und der lebt scheinbar das absolute Leben.

So darf man den Mann dabei beobachten, wie er sich in einer Bar komplett abschießt, kurz einen Absturz hat, richtig durchdreht und zwischendurch mit verschiedenen Menschen rummacht. Im Grunde verliert er alle Hemmungen. Aber sobald der Abend vorbei ist, geht das Leben weiter – und die Arbeit ruft. Die Regie hat Jan Oke Jens geführt. Produziert wurde das Video von silkrock

RAF Camora ft. Apache 207 – Jupiter (dir. Shaho Casado)

Im Sommer sind RAF Camora und Apache 207 gemeinsam auf den "Jupiter" gereist. Also zumindest metaphorisch. Dementsprechend big ist auch das Musikvideo zu der Kollabo-Single der beiden geworden. Mit einer Entourage, die man sonst nur von den "Narcos" kennt, einem Roboterhund und dicken Autos geht es durch die Stadt. Und weil die beiden inzwischen auf ihrem ganz eigenen Stern sind, gibt es ganz viel Planetensymbolik gleich mit dazu. Für das Video war Shaho Casado zuständig.

Shindy – F**kin' 1 (dir. Shindy)

Vor über einem Jahr hat Shindy aus dem Nichts  seine Single "F**kun' 1" gedroppt. Und um das passende Momentum zu kreieren, hat sich der Rapper natürlich auch einiges für das Musikvideo überlegt. In eigener Regie hat Shindy ein Video kreiert, das auf den ersten Blick überraschend minimalistisch scheint.

Der Bietigheimer hat sich am Konzept des "Unfertigen" bedient und ein Video gebracht, das quasi noch im Aufnahmeprozess steckt. Dementsprechend sieht man die Crew am Set, das Studio, in dem gedreht wird und eine Zeitangabe, die uns anzeigt, wie lange das Ganze noch geht. Besonders zu Beginn des Videos lassen sich zahlreiche unterhaltsame Details finden: "In Meiner Blüte 2"-Merch, der über das Studio gerollt wird, das Kennzeichen "M F 1" und vieles mehr.

Ikkimel – MAMI (dir. Jonas Unden)

Ikkimels Kunst als provokant zu bezeichnen, ist so redundant, dass wir es eigentlich nicht schreiben wollen. Gleichzeitig setzt das Video zur Single "Mami" so viele Ebenen drauf, dass es sich einfach nicht vermeiden lässt. Denn hier wird nicht nur provoziert, sondern regelrecht geschockt. Und das auf einem Level, das für mehrere Triggerwarnungen sorgt. Das Musikvideo erzählt die Geschichte eines Ikkimel-Haters, der insgeheim von der Rapperin dominiert werden möchte. Ikkimel wird im Verlauf des Videos zu seiner Mami und den Rest des Clips brauchen wir hier eigentlich gar nicht beschreiben – man muss es sich wahrscheinlich einfach selbst ansehen. 

Ein brutales Musikvideo, das als Ansage an Ikkimels Hater gelesen werden kann, oder auch als Kritik an toxische Männlichkeit. Die blutigen Szenen stehen im Kontrast zu kuratierten Outfits und liebevoll kreierten Bühnenbildern. Ein Video, das man nicht so schnell vergisst. Für die Regie war Jonas Unden verantwortlich.

Pashanim ft. Ceren – Shabab(e)s im VIP (dir. Pashanim)

Wenn Pashanim wieder einen Sommerhit bringt, braucht es natürlich auch das passende Musikvideo. Und für das zu "Shabab(e)s im VIP" mit Ceren hat er sich selbst in den Regiestuhl gesetzt. Passend zum Sound der Single, dreht sich das Ganze ums Feiern. Dabei handelt es sich natürlich nicht um eine gewöhnliche Party. Kennt ihr diese Clips aus den 2000ern, die aussehen, wie man sich eine Party so als Kind vorgestellt hat?

Im Grunde ist das Musikvideo zu "Shabab(e)s im VIP" genauso. Die Aufnahmen im LoFi-Stil sind so unglaublich atmosphärisch und Gegenschnitte mit alten Musikvideos unterstreichen das. Das Ganze ist eine Mischung aus Oldschool-Vibes, Indie-Sleaze-Ästhetik und Referenzen an Popkultur, die bei jedem Rap-Hörer ein Gefühl der Nostalgie auslösen.

Jazeek – AKON (dir. Lucca Mille)

Ähnlich nostalgisch geht es übrigens bei Jazeeks "Akon" zu, das verrät nicht zuletzt der Titel des Tracks. Das Musikvideo hingegen findet hauptsächlich in der Gegenwart statt. Um genau zu sein, in Jazeeks Gegenwart, der feiert aktuell nämlich zahlreiche Erfolge. Um das gebührend zu zelebrieren, ist der ganze Clip eine Mischung aus Konzertaufnahmen, Party in Hotelzimmern und Limo-Fahrten. Es ist ein (sehr) guter Moment für den 26-jährigen Musiker und das bringt das Musikvideo zu "Akon" überaus gut rüber. Die Regie hat hier Lucca Mille geführt.

reezy – What's Hattnin (dir. Miles Kwabla und John Tewelde)

Auf "What's Hattnin" beweist reezy wieder ein mal erneut, dass sein Leben inzwischen alles andere als Standard ist. Dementsprechend fühlt sich der Frankfurter auch wie "GTA Franklin". Um das im Musikvideo zum Track rüberzubringen, gibt es Aufnahmen von reezy im Oldschool-GTA-Stil und explodierende Straßen. Hier sind die Uhren dick, die Autos groß und die Gang trägt natürlich matching Fits. Wo der Beat brachial ist, wird das Video noch brachialer, so lautet die Devise. Für die Regie waren Miles Kwabla und John Tewelde zuständig.

SSIO – Alles oder Nix (dir. Chehad Abdallah)

Jeder, der das Video zu SSIOs "Alles oder Nix" gesehen hat, wird verstehen, wenn wir sagen: Wir wissen gar nicht, wo wir hier anfangen sollen. Der fast zehn Minuten lange Clip hat so viel zu bieten, dass quasi schon nach Release klar war: Das Musikvideo wird es wahrscheinlich in die Nominierungen der diesjährigen Hiphop.de Awards schaffen.

Das ganze Video ist im Grunde eine Persiflage auf die Rap-Industrie. Dementsprechend gibt es hier auch gierige Labelvertreter, Manager, die nur auf den eigenen Vorteil aus sind und Karikaturen von bekannten Rap-Persönlichkeiten der hiesigen Szene. Dazu gibt es noch Cameo-Auftritte von unter anderem der Deutschrap-Legende Xatar und Schwesta Ewa. Für die Regie dieses unvergesslichen Werks war Chehad Abdallah verantwortlich.

Hava & Dardan – Gib Uns Niemals Auf (dir. Hüseyin "Bertinaxe" Yildirim / by ruh.creative)

Hava und Dardan haben sich in den letzten Jahren zum Deutschrap-Traumpaar entwickelt. Dementsprechend romantisch geht es auch auf "Gib Uns Niemals Auf" zu. In dem Musikvideo spielen die beiden ein Paar aus zwei unterschiedlichen Welten, das sich sehnsüchtig vermisst. Trotz ihrer ungleichen Lebensumstände finden die beiden letzten Endes zueinander. Hier prallen teure Kleider und Schmuck aus der High Society mit Untergrund-Boxkämpfen zusammen. Produziert wurde das Ganze von ruh.creative. Für die Regie war Bertinaxe zuständig.

Gianni Suave – Say Some (dir. Niclas Lenhard, Fynn Eidhoff und Gianni Suave)

Besonders künstlerisch geht es beim Musikvideo zu "Say Some" von Gianni Suave zu. Styling und Location sind hier sowieso on Point, aber vor allem steht hier der Schnitt und die Art Direktion im Vordergrund. Von den Perspektiven über die Detailaufnahmen bis zu den Effekten – jeder Aspekt des Videos fügt sich zu einem stimmigen Bild zusammen. Jede Sequenz ist perfekt auf den Beat geschnitten. Hier kommt alles aus einem Guss. Die Regie hat der Rapper selbst, gemeinsam mit Niclas Lenhard und Fynn Eidhoff geführt.

Bonez MC – bissu dumm ¿ MEGALODON REMIX (dir. Benny 030)

Das mit Abstand längste Werk in dieser Runde ist das Musikvideo zum "bissu dumm ¿ MEGALODON REMIX". Von vielen als einer der wichtigsten Deutschrap-Momente 2025 gehandelt, vereinen der Track und das Video zahlreiche Musiker*innen aus der nationalen Szene. Angeleitet von Bonez MC geben hier Artists wie Sido, FiNCH, Dardan, Juju, Kolja Goldstein und viele, viele mehr ihr Talent zum Besten. Das komplett in Schwarz-Weiß und mit Fischaugenlinse gefilmte Video ist dementsprechend auch eine Reise durch die Deutschrap-Landschaft, auf der das 187-Oberhaupt seine ganzen Songgäste trifft und mit ihnen dreht. Die Regie hat Benny 030 geführt.

2LADE – Blackman (dir. Justin von Glahn, Peter Freund und Gerjet Nordhausen)

Wenn im Musikvideo zu 2lades "Blackman" mit einem nicht gespart wurde, dann sind es brachiale Effekte. Nicht nur werden hier die Hintergründe und Outfits mehrmals gewechselt. Auch künstlich erzeugte Gewitter, Explosionen und vom Himmel fallende Autos sorgen dafür, dass das Video zu "Blackman" einfach ein unnormaler Vibe ist. Hier wird mit Farben, Bildkomposition und schnellen Schnitten gespielt, was das Zeug hält. Und das Gesamtwerk kommt einfach unglaublich hart, das kann man nicht anders sagen. Für die Regie waren Justin von Glahn, Peter Freund und Gerjet Nordhausen zuständig.

Nina Chuba – Rage Girl (dir. Tatjana Wenig / Easydoesit)

Nina Chuba vereint in ihrem Musikvideo zu "Rage Girl" kurzerhand einige der größten weiblichen Talente aus Rap und Pop. Mit Künstlerinnen wie Badmómzjay, Rua, Layla oder Eli Preiss macht Nina Donuts auf leeren Parkplätzen, zündet Autos an und wird dann anschließend "festgenommen". Die Rage Girls machen dabei nicht nur extrem Stimmung, auch Outfits, Haare und Make-up sitzen hier perfekt. An dieser Stelle muss man dem vierköpfigen Styling-Team einfach ein großes Lob aussprechen. Vom Look bis hin zur Künstlerauswahl – die Easydoesit-Produktion macht einfach alles richtig. Regie hat hier Tatjana Wenig geführt.

makko & Miksu/Macloud – Lichter aus (dir. Stanislav Borowski / Bipolar Berlin)

Auf "Lichter aus" beschäftigt sich makko mit gleich mehreren düsteren Themen, darunter Konsum und mentale Gesundheit. Passend dazu erzählt das Musikvideo die Geschichte zweier Freunde, gespielt von Leonard Kunz und Salar Jafari. Einer der beiden verfällt langsam dem Drogenkonsum und verstirbt im Laufe des Videos an seiner Sucht. Im Verlauf der Handlung kann man immer wieder beobachten, wie sein Freund ihm versucht zu helfen, allerdings scheint die Situation aussichtslos. Eine äußerst berührende Produktion von Bipolar Berlin, die einen garantiert nicht kaltlässt. Für die Regie war Stanislav Borowski verantwortlich.

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