Shirin David über Laas Unltd., Shindy & was die beiden mit ihrem 2. Album zu tun haben

Angeteasert hatte sie es bereits mit einem Countdown-Sticker in ihrer Instagram-Story. Darauf zu lesen: "Bin ich verlobt? Gossip im Studio?" – Shirin David weiß also offensichtlich genau, wie sie ihre Fans heiß auf ein neues YouTube-Video von sich macht. Mit ihrer Roomtour inklusive einiger Infos zum Release ihres zweiten Albums, läutete die Rapperin auf der Videoplattform bereits letzte Woche die dazugehörige Promo-Phase ein. Nun beantwortet sie in "16 Fragen durch Berlin" persönliche Fan-Fragen und gibt so exklusive Einblicke in die Entstehung des Albums und darüber hinaus. Und sogar eine weitere Hörprobe ist mit dabei.

Shirin David zu ihrem neuen Album 

Man merkt schnell, dass sich ihr Leben momentan vor allem um eines dreht: die Musik. Auf die erste Frage hin "Wie geht es dir eigentlich Shirin?" antwortet sie:

 "Mir geht es besser denn je, vor allem besser, als noch vor fünf, sechs Monaten zu dieser Hochphase, als ich das ganze Album fertig gemacht habe." 

Wie sie in ihrem letzten YouTube Video bekannt gemacht hatte, stand sie schon einmal vor der Vollendung ihres zweiten Albums und hatte es dann in letzter Sekunde gecancelt. Mit der neuen Version davon ist sie allerdings zufrieden und sagt "Ich weiß, dass ich mit diesem Riesen-Projekt ready bin, worauf ich unfassbar stolz bin." 


Shirin David: “Danach hab ich mein 2. Album gecancelt”

Shirin David meldet sich mit einem Album-Update. Dabei kehrt sie zurück zu ihren YouTube-Wurzeln und verbindet das Ganze mit einer kleinen Room Tour durch ihre Wohnung. Das Video läutet zugleich die nächste Phase ihrer Karriere ein. Der YouTube-Auftritt sei “einfach nur eine Ankündigung, dass es jetzt losgeht”.

Shirin David über Shindy und Disses & Support aus der Szene

Etwas spicy wird das Q&A, als Shirin einem Fan die Frage beantwortet, wie sie denn mittlerweile in der Rapszene zurechtkäme: 

"Auch wenn es sich für euch so anfühlt, als wäre ich erst seit zwei Jahren in der Rapszene. Wann hat mich der erse Rapper gedisst, als ich noch YouTuberin war? Das war safe 2015. Ich weiß auch noch, wer es war. Das heißt seit 2015 bis 2021 wurde ich mindestens einmal im Jahr von irgendeinem Rapper gedisst, ohne wirklich Teil der Szene zu sein. Ich war YouTuberin. Wer hat mich nicht gedisst? Farid, Kollegah, Fler, Bushido jetzt vor Kurzem, Kurdo, Majoe. PA, okay PA war cute, weil er hat einen Liebessong gemacht, auch wenn der mittlerweile offline ist. Ich muss aber auch sagen, seitdem ich da bin, habe ich sehr viel Liebe bekommen. Ich wurde so viel supportet. PA, Milo, Nimo, ich will jetzt auch gar keinen vergessen hier. Farid, an dieser Stelle, hat auch sehr viel Liebe gegeben, obwohl er mich auch gedisst hat." 

Man sieht also: Diss und Support schließen sich gegenseitig nicht unbedingt aus. Das ist auch an der neuesten Entwicklung zwischen Shirin David und Shindy zu erkennen. Die beiden hatten ja bekanntlich ein Zerwürfnis über den gemeinsamen Song "Affalterbach" aus 2019, das sie kürzlich allerdings auch in der Öffentlichkeit beigelegt hatten. "Wie kam es eigentlich zur Versöhnung mit Shindy?" – das wollen auch die Fans wissen. Shirins nicht ganz eindeutige Antwort darauf: 

"Ich glaube, daran kann man sehen, dass man sich gerade in diesem Game auch wieder vertragen kann. Bei uns sind ja auch keine Beleidigungen gefallen. Bei uns wurden keine Mütter oder Familien oder so beleidigt. Man war sich halt einfach uneinig."

Das Statement zu Shindy schließt sie mit: "Vielleicht kommt da auch noch was auf euch zu". Auf neue, gemeinsame Musik der beiden scheint also zu hoffen zu sein.

Unverhofft kommt oft: Shirin und Laas Unltd. als Writer-Duo 

Als größte Inspiration für ihr zweites Album nennt Shirin David keinen Geringeren als Laas Unltd. Damit stellt sie sich auch den immer wieder aufkeimenden Ghostwriting-Vorwürfen in ihre Richtung entgegen. Sie erklärt den Ablauf eines gemeinsamen Songwriting-Prozesses und wie sie sich, durch den Input von Laas, ihre Texte weiter zu eigen machen konnte:

"Bei diesem Album, das mussten meine Worte sein. Das mussten meine Gedankengänge sein, das musste das sein, wie ich denke, wie ich spreche, wie ich lebe, was ich sage. Und mit Laas war es so, er hat mir nicht nur zugehört, sondern er hat mir einfach so viel beigebracht. Zuallererst sind wir die Alte Schule durchgegangen. Die ganze Lil Kim Ära, die ich gar nicht mitbekommen habe, weil meine Ära war Nicki. Aber für die ganzen Oldschooler waren es Lil Kim, Foxy Brown und so weiter. Und an all das hat er mich herangetragen."

Laas über seine Tochter & Mutter: “Rap ist mein Leben”

Lines wie “Rap ist mein Leben” haben den Werdegang von Laas Unltd. geprägt. Seine Musik hatte bei ihm in den letzten Jahren immer die oberste Priorität, und leider musste die Beziehung zu seiner Tochter und auch zu seiner Mutter sehr darunter leiden.

Studioalltag: "Man raucht eine Kippe oder was anderes" 

Außerdem gibt sie exklusive Einblicke ihren Ablauf eines Studiotags. Germeinsam mit ihrem Team geht es zwischen 12 und 14 Uhr mittags ins Studio, wo erst einmal gemeinsam gefrühstückt wird:

"Man kommt sehr sehr langsam in den Tag. Man frühstückt gemeinsam, man trinkt einen Kaffee, man raucht eine Kippe, man raucht was anderes, man chillt, man redet. Jedenfalls werden dann Donuts bestellt und dann erst geht es in den Raum, wo man aufnimmt, wo wir arbeiten, in dem wir Beats machen und so weiter. Es muss ein Grund-Vibe herrschen, okay? Wir sind hier nicht im Büro, wo man anfängt Papierkram abzuarbeiten." 

Währenddessen laufen Bilder vom Studioalltag, die Shirins Aussage unterstreichen und einen sehr persönlichen Einblick ins Daily Business der Rapperin und ihres Teams gewähren. Außerdem droppt sie eine weitere Hörprobe zu ihrem neuen Album (etwa 4:00).  

Die erste Single "Ich darf das" soll außerdem am 07.05. erscheinen. Eine Hörprobe gibt’s bereits am kommenden Sonntag auf Instagram. 

Wer sich das gesamte Q&A, oder auch nur Teile davon, anschauen möchte, findet es inklusive Time Stamps zu den einzelnen Fragen auf Shirin Davids YouTube-Kanal. 

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Shirin David: Neues Musikvideo und Spende für Battle Rap

Shirin David: Neues Musikvideo und Spende für Battle Rap

Von Renée Diehl am 13.05.2021 - 12:50

Shirin Davids (diesen Artist auf Apple Music streamen) neue Single "Ich darf das" ist bereits seit mehreren Wochen angekündigt: In ihrem YouTube Q&A vom 25. April gab es sogar schon eine Hörprobe davon. Eigentlich sollte die Single nämlich letzte Woche erscheinen – weil sie aber unzufrieden mit den ersten Aufnahmen des Musikvideos war, cancelte Shirin das Release zunächst. Mit dem neuen Video scheint sie nun vollkommen zufrieden zu sein. In ihrer Instagram-Story zeigt sie erste Szenen des Drehs und teilt eine weitere kurze Hörprobe.

Shirin David teilt erste Szenen des Videodrehs 

Wie in ihrer Insta-Story zu sehen, sind in Shirin Davids Musikvideo zu "Ich darf das" mal wieder reichlich Bubble Butts mit am Start. Die Rapperin zeigt sich in drei verschiedenen Szenen umringt von Tänzerinnen – in einer davon sogar im Minirock auf einer Glasplatte. Daraus, dass sie stolz auf ihren Körper ist und dass es für sie ein Akt des Feminismus ist, ihre Kurven zu zeigen, macht sie schon seit Beginn ihrer Rap-Karriere keinen Hehl. Im Feminismus der vierten Welle geht es bekanntlich darum, dass Frauen mit ihrem eigenen Körper tun und lassen dürfen, was sie wollen. Ganz egal, ob sie nun viel Haut, oder gar keine zeigen wollen. 

Shirin David setzt Songtext in die Tat um 

Mit den Aufnahmen des Videodrehs teilt sie zeitgleich auch eine neue Hörprobe zu dem Song, der heute Nacht erscheinen wird. Sie rappt unter anderem 

"10K für Battlerap / 10 für den Stripclub"

 Und damit handelt es sich nicht einfach nur um irgendeine Line. Shirin David lässt ihren Worten nämlich auch Taten folgen (oder umgekehrt?)und spendete im Dezember 10.000 Euro an die Battlerap-Plattform DLTLLY.

Weitere Lines aus dem Song hatten nach der ersten Hörprobe bereits auf TikTok die Runde gemacht. Mit "Ohne Make-up auf dem Cover vom `nem Klatsch-und-Tratsch-Blatt / Aussehen wie `ne Barbara, ich darf das" spach sie wohl vielen Girls aus der Seele, die sich zwar gerne schminken, aber sich auch ungeschminkt zeigen wollen. Hiermit haben sie die Legitimation: Wenn Shirin David aussehen darf "wie `ne Barbara" (Shirins erster Vorname), dann dürfen sie das auch. 


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