7 Lines, auf denen Shindy über seinen Tod rappt

Viele Menschen machen sich darüber Gedanken, wie ihr Leben wohl enden mag. Shindy scheint sich besonders häufig mit der Endlichkeit seines Daseins zu beschäftigen. Zu diesem Schluss gelangt man unweigerlich, wenn man auf die Lyrics des Bietigheim-Bissingers schaut. Papi Pap hat in den letzten Jahren einige sehr konkrete Aussagen getätigt, die mit seinem Tod und der Zeit danach in Verbindung stehen.

Shindy sieht dem Tod im Auto entgegen

Auf der Single "JFK" baut Shindy seine Todesvision direkt in die Hook ein. Dabei erinnert er an ein historisches Ereignis aus den Sechzigern und setzt sich mit Boxlegende Muhammad Ali gleich, der als Cassius Clay auf die Welt kam. Das Todesszenario, das Shindy vorschwebt, ist brutal und skrupellos. Der amerikanische Präsident John F. Kennedy wurde 1963 mit zwei Gewehrschüssen bei einer Fahrt im Cabrio regelrecht hingerichtet.

"Ah, the world's greatest – Cassius Clay / Wenn ich sterbe, dann im Cabrio wie JFK"

Die Geschichte von Prinzessin Dianas Liebhaber Dodi Al-Fayed scheint Shindy nachhaltig beeindruckt zu haben. Er benennt nicht nur die erste Single im Anschluss an seine EGJ-Zeit nach dem ägyptischen Filmproduzenten ("DODI"), sondern greift zudem dessen Todesumstände auf. Shindy sieht sich an der Seite einer Adeligen in Paris die Welt verlassen. Da Merdeces-Benz auch Cabriolets anbietet, schließen sich die folgende Line und die vorige Zeile aus "JFK" nicht aus.

"Ess’ vom Rosenthal-Gedeck / Wenn ich sterbe, dann im Benz / Mit 'ner Prinzessin in Paris / So wie Dodi Al-Fayed"

Shindy will, dass sich die Menschheit für immer erinnert

Shindy, Bushido und Haftbefehl suchten 2013 "Stress mit Grund". Dabei wurde aus Prinzip gepöbelt. Shindy stellt sich dort in eine Linie mit den Herrschern vergangener Hochkulturen und verlangt nach Bauwerken, die für die Ewigkeit bestimmt sind.

"Mein Hype übertrieben, diesen Heißblüter lieben / B*tches, wenn ich sterbe, baut mir drei Pyramiden"

Auf der Deluxe-Edition von Bushido und Shindys Kollaboalbum "CLA$$IC" befindet sich der Track "Mama weiß auch". Dort informiert Shindy über seine Arbeitsroutine und seinen Status. Falls er sterben sollte, besteht er auf eine Skulptur, um seine Legende am Leben zu halten.

"Mein Arbeitstag beginnt um 0 Uhr / Ich bin legendär, wenn ich sterbe, baut mir eine Skulptur"

Wir bitten um noch ein wenig Geduld.

134.3k Likes, 999 Comments - BABYDADDY (@shindy) on Instagram: "Wir bitten um noch ein wenig Geduld."

Shindy tritt mit "Standing Ovations" ab

Bei der Musikauswahl zu Shindys Beerdigung gibt es keine zwei Meinungen. Er möchte dort seinen eigenen Track "Standing Ovations" gespielt wissen.

"Ich bin lange noch nicht fertig und / Wenn ich sterbe, spielt das auf der Beerdigung"

Erneut mit Bushido spricht Shindy auf dem Song "G$D (Gott sei Dank)" darüber, was er sich genau von seinem letzten Lebenstag erwartet: Movies, Tabak und ein bisschen Zuneigung.

"Sollte ich morgen von uns gehen, hier mein letzter Wille: / 'Ne Schachtel Marlboro, 'n Bl*wjob und paar Westernfilme"

Shindy gönnt sich maßlos

In "Roli" setzt Shindy den Tod in ein Verhältnis zu seinem Shopping-Verhalten. Seine Liebe zu Fashion scheint ihn hin und wieder um den Verstand zu bringen. Allerdings ist fraglich, ob er an dem Konsumwahn wirklich zu Grunde gehen kann.

"Siebenhundert-Euro-Sweater ohne Aufdruck / Wenn ich eines Tages sterbe, dann an Kaufsucht"

Extravagant & sündhaft teuer: Shindys größte Fashion-Statements

Shindy eilt der Ruf eines Trendsetters voraus. Vor allem in Sachen Mode setzt Papi Pap die Benchmark. Oversized Sweater ohne Aufdruck hat er nicht erfunden, aber der treuen Fanschar näher gebracht. Manchmal schafft es Shindy sogar aus Versehen, einen regelrechten Hype loszutreten. Einige seiner größten Fashion-Statements aus den letzten Jahren haben wir hier einmal zusammengestellt.

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Cro erzählt, wie das Shindy-Feature auf "trip" zustandegekommen ist
Cro

Cro erzählt, wie das Shindy-Feature auf "trip" zustandegekommen ist

Von Michael Rubach am 06.05.2021 - 11:41

Diese Woche war Cro bei HYPED Radio zu Gast. In der Radioshow auf Apple Music (hier anhören) führt der Erfinder des Raops Host Aria Nejati hinter die Kulissen seines neuen Doppelalbums "trip". Dabei erklärt Cro, wie easy die Sache mit dem durchaus überraschenden Shindy-Feature gelaufen ist und welche Idee mit den verschiedenen Masken auf dem Cover der Platte einhergeht.

Cro über die Zusammenarbeit mit Shindy: "Boom war's da!"

Mit Capital Bra und Shindy begrüßt Cro zwei sehr unterschiedliche Artists aus der obersten Etage des Deutschraps auf seinem neuen Album. Vor allem das Feature mit Shindy hatte sich kaum angedeutet. Doch die Connection zu dem Bietigheim-Bissinger besteht offenbar schon eine ganze Weile. Obwohl der persönliche Kontakt bisher ausblieb, haben Cro und Shindy einen gemeinsamen Bekannten. Einer der Geschäftsführer von Cros früherem Label Chimperator ist das Bindeglied zwischen der Schwaben-Kombo. Das Feature für den Song "SYGL" war demnach schnell eingetütet.

"Shindy ist so'n bisschen Chimperator-Family auch. Dadurch, dass er Nikos Cousin ist, war schon immer auch ein bisschen Kontakt dar, aber wir haben uns noch nie kennengelernt. Was ich ziemlich schade finde, weil ich glaube, wir würden uns auf jeden Fall gut verstehen. Ich hab ihm einfach nur geschrieben und er meinte: 'Bruder, groß Ehre. Ich würde sehr gerne drauf sein. Wunsch-Feature'. Er hat losgelegt und boom war's da!"

Cro erklärt das "trip"-Cover

Was hat es eigentlich mit den beiden Masken auf dem Cover von "trip" auf sich? Sie spiegeln unter anderem die verschiedenen musikalischen Herangehensweisen wider, die Cro für sein neues Album gewählt hat.

"Das eine ist Vergangenheit und die klingt nach Woodstock und klingt nach Seventies und das andere fliegt in die Zukunft auf 'nem Synthesizer – reitet auf nem Synthesizer-Surfboard 'ne Welle durchs Internet. So muss man sich es vorstellen. Ich mag den Spagat. Ich mag auch gerade gegen den Trend zu schwimmen. Wenn alle gerade die gleichen Songs rausbringen und dieselben Trends fahren, mach ich einfach irgendwas."

Speziell die Sechziger tauchen auf der Deutschrap-Map aktuell so gut wie gar nicht als Referenz auf. Cro liebe "diesen Surfer-Psychedelic-Vibe". Er habe sich "komplett durch Woodstock gegraben", um diesen in seine Musik einfließen zu lassen. Außerdem passe der Sound schlichtweg gut zum Sommer.

Weitere Insides aus Cros "trip" bekommst du in der neuen Folge HYPED Radio auf Apple Music:

Cro on Apple Music

Hear where the music takes you. Listen to Cro, a streaming radio station on Apple Music.


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