Was Shindy auf "Road2Goat" zur EGJ-Trennung, Bushido & Arafat Abou-Chaker sagt

Der Ansturm der Shindy-Fans hat die Server bei BigFM vor eine Herausforderung gestellt. Alle wollten hören, was Shindy auf Instagram mit folgenden Worten ankündigte:

"5 Minuten lang mein Herz ausgeschüttet auf Beat."

Im Internet existiert der im Vorfeld angeteaste Track "Road2Goat" als Mitschnitt in eher dürftiger Qualität. Trotzdem reichen diese Aufnahmen, um nachvollziehen zu können, was die Dinge waren, "die rausmussten".

Shindy & die Justiz

Der Track beginnt mit dem Whitney Houston-Sample von "Greatest Love Of All", das schon für sich als Botschaft interpretiert werden kann. Anschließend hält sich Shindy nicht lange mit Kleinigkeiten auf, sondern kommt direkt zur Sache.

Er führt aus, in welcher - vor allem rechtlich - verzwickten Lage er sich befunden hat, als die Dinge bei ersguterjunge in die Brüche gingen. Seine künstlerische Freiheit war an die Entscheidungen der Justiz gekoppelt.

"Zwei Jahre lang kein Lebenszeichen / Ich hab' gewartet wie ein kleines Kind am Zebrastreifen / Weil ich dacht', so Business-Sachen sind wie Wissenschaften / Bis ich verstanden hab': Ich muss nur ein paar Schritte machen / Und endlich alle andern sich nach mir richten lassen / [...] Ich sag' 'Ich will raus' aber man lässt mich nicht /Ich sag' 'Ich zahl' euch aus' aber man lässt mich nicht"

Dass in Shindy in seiner Inszenierung schier nichts dem Zufall überlässt, ist an der Wortwahl zu erkennen. Das Ganze habe einen Haken gehabt "wie ein Angel-Shop". Damit könnte er auf seinen ehemaligen Partner Bushido anspielen, der 2015 in Berlin einen Aquaristik-Shop eröffnete.

Arafat Abou-Chaker & Bushido kämpfen um Shindy

Sobald Shindy über "die beiden mit dem Streit" rappt, kann er sich nur auf Arafat Abou-Chaker und Bushido beziehen. Beide haben ihre Geschäftsbeziehung nicht ohne Nebengeräusche beendet. Shindy beschreibt in "Road2Goat", wie er zum Spielball zwischen den zerstrittenen Parteien wird. Sowohl Bushido als auch Arafat Abou-Chaker sehen demnach in Shindy eine Chance, um aus der gescheiterten Geschäfsbeziehung als Gewinner hervorzugehen.

"Als die beiden mit dem Streit in jeder Zeitung sind / Kämpfen sie ums Recht auf Shindy, als wär' ich ein Scheidungskind / Jeder will den Krieg gewinn'n, ich wurd' zum Matchball / Ab da wusst' ich, dieses Spielchen wird zum Rechtsfall"

Shindy über den mutmaßlichen Vorfall in Bietigheim-Bissingen

Eine angebliche Attacke in Bietigheim-Bissingen sorgte 2018 für Aufsehen. Shindy soll nach Informationen der Bild-Zeitung bedroht und eingeschüchtert worden sein. Der offenbar Betroffene belässt es dabei, kein Statement zu dem Vorfall abzugeben. Diese Einstellung gilt auch für die Polizei und die größte deutsche Tageszeitung.

"Plötzlich reichen die Probleme bis nach Bietigheim / Bis vor die Haustür, ich muss nicht weiter ausführ'n / Cops woll'n ein Statement, BILD will ein Statement / Doch ich red' lieber mit 'ner MILF über Spray-Tan"

Shindys Lehren aus der EGJ-Zeit

Kurz vor Ende des Tracks zieht Shindy ein relativ ernüchterndes Fazit. Er habe einfach nicht damit gerechnet, dass das Rapgame einer "Daily-Soap" gleicht. Trotzdem akzeptiert er diese Spielregeln mit einem augenzwinkernden Verweis auf den Namen seines eigenen Labels.

"Ich dachte, so Intrigen gibt's nur in 'ner Daily-Soap / Oder irgendwelchen Serien von HBO / Alle selbstsüchtig, auf die harte Art gelernt / Dass es keine Freunde gibt, sobald das Geld mitmischt / Paradox, dass wir das Label 'Friends with Money' nenn'n"

In der Nacht von Donnerstag zu Freitag erscheint der Song auf allen gängigen Streaming-Portalen und als Video.

Eine Zusammenfassung zu einem aktuellen Interview von Shindy bei BigFM findest du hier:

Shindy im Interview: Features, AK Ausserkontrolle & Einflüsse auf "Drama"

Zum ersten Mal seit der Trennung von Bushido hat Shindy diesen Dienstagabend live ein Interview gegeben. Bei BigFM präsentierte er nicht nur seinen neuen musikalischen Vorgeschmack "Road2Goat" für sein Album "Drama", sondern sprach mit Moderator Reece auch erstmals über einige interessante Themen.

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Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 12:41

In einer äußerst ausführlichen Instagram-Story fasst Laas seine Zeit bei EGJ zusammen. Eine Zeit, die laut eigener Aussagen vor allem von Angst geprägt gewesen sei. Die Angst, das neue Camp zu enttäuschen. Auch an seine beiden ehemaligen Beef-Kontrahenten Kollegah und Farid Bang richtet er Grüße aus.

Laas bei EGJ: "Thema Angst"

Bewegt durch Ali Bumayes Aussagen im neusten TV Straßensound-Interview über die EGJ-Zeit fühlt sich auch Laas bewegt ein paar Worte zu seinem Signing bei dem Berliner Label loszuwerden. So habe sein Umfeld ihm geraten, sich nach den schlechten Verkaufszahlen seines Albums "Daemon" wieder einen "normalen Job" zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt habe Laas (jetzt auf Apple Music streamen) bei Freunden auf dem Sofa geschlafen und wäre broke gewesen.

Dann habe er von Freunden aus der Szene die Anfrage bekommen, ob er nicht am Ali Bumaye-Album mitarbeiten wolle. Daraufhin sei er schnell ein fester Teil des Labels geworden und Arafat habe ihn gefragt, ob er nicht bei EGJ unterschreiben wolle. Er habe sich in der Hiphop-Welt nie willkommen geheißen gefühlt, aber dort wurde er ohne Vorurteile so aufgenommen, wie er war. Zum ersten Mal habe er sich dazugehörig gefühlt.

"Nun war ich nach 15 Jahren Struggle endlich mal irgnedwo angekommen, wo es plötzlich wieder Sinn machte, an meine Musik zu glauben."

Zwar habe er dadurch seine Geldprobleme hinter sich lassen könne, allerdings hätten sich neue, zuvor nicht erahnbare Probleme aufgetan. Besonders mit Selbstzweifeln habe er zu Kämpfen gehabt. Zum ersten Mal hätten seine Moves auch direkte Auswirkungen auf das hinter ihm stehende Team gehabt. Und dieses habe er nicht direkt wieder verlieren wollen. Diese Angst, keine Fehler machen zu wollen, habe ihn "versteinert".

Bushido startet Beef mit Koolegah & Farid Bang wegen Laas

Als Farid ihn dann auf einem Song disste, habe Arafat bei diesem angerufen und das Ganze aus der Welt geschafft. Allerdings habe Bushido dann mit seiner Aussage im Promovideo zu Black Friday, dass Laas jetzt bei ihm seie und ihn niemand mehr dissen könne, ein größeres Thema daraus gemacht. Ähnliches hatte auch Ali im Interview erklärt, dass dieser eine Satz für den Beef mit Kollegah und Farid gesorgt habe.

Laas habe sich erst über die Rückendeckung gefreut, verstehe heute aber, dass es vor allem auch um eine Machtdemonstration ging. Aus der Angst, sein Camp zu enttäuschen, habe Laas auch wieder angefangen, gegen Kollegah zu feuern. Aus heutiger Sicht sei er allerdings sehr unzufrieden mit diesen Lines.

"Ich stand genau in der Mitte zwischen zwei Parteien, deren Egos sehr wahrscheinlich die Größten dieser Szene sind. Farid und Kollegah sind, wenn es um dieses Thema Beef geht, die absoluten Endgegner, Bushido und Arafat zum damaligen Zeitpunkt genauso."

Am Ende des Tages habe er nur versucht, so unbeschadet wie möglich aus dieser Situation wieder herauszukommen.

Doch habe ihn das ganze auch gelehrt, dass Angst ihm eigentlich nichts anhaben kann. Er sei schon am Boden gewesen und habe jedes "worst case Szenario" miterlebt und sei trotzdem mit erhobenem Haupte rausgekommen. Zum Schluss bedankt er sich sowohl bei Kollegah und Farid Bang als auch bei Bushdio und Arafat für diese Zeit, die in stärker gemacht habe. Ali Bumaye antwortete Laas nach seinem Statement, dass er "nur Liebe" für ihn habe.

Aber auch aktuell gibt es immer wieder Dinge, mit denen Laas zu kämpfen hat:

Nach Shirin David-Album: Laas wollte seine Karriere beenden

Nach der gemeinsamen Fertigstellung des zweiten Albums von Shirin David, meldet sich Laas in seiner Instagram-Story zu Wort und zeigt sich enorm selbstkritisch: Bis heute sei er auf nichts, was er erreicht habe, stolz. Nach der Zusammenarbeit mit Shirin David an den Texten von "B*tches brauchen Rap" sei er zum wiederholten Mal kurz davor gewesen, seine Karriere zu beenden.


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