R. Kelly und die Sektenvorwürfe: Warum er kaum noch Rückhalt besitzt

Gegen R. Kelly stehen seit Mitte letzten Jahres Vorwürfe im Raum, die schockierender kaum sein könnten. Demnach sei der RnB-Star Führer eines bizarren Kults. In dieser sektenähnlichen Struktur sollen Frauen leben, die dem Sänger komplett hörig sind. Musikjournalist Jim De Rogatis brachte dieses verstörende Szenario in einem ausführlichen Artikel für Buzzfeed ans Licht.

Nun spitzt sich die Lage für R. Kelly weiter zu. Mehrere seiner engsten Vertrauten sollen sich nach Informationen des Portals Pitchfork von ihm abgewandt haben. Seine Sprecherin Trevian Kutti, seine Anwältin Linda Mensch und seine Assistentin Diana Copeland arbeiten demnach nicht länger mit dem Musiker zusammen. Auslöser für diese Kündigungen könnte die BBC-Dokumentation "R Kelly: S*x, Girls And Videotapes" gewesen sein.

Dort kommt Kitti Jones zu Wort. Sie ist eine Ex-Freundin des Sängers und gibt an, dass dieser minderjährige Mädchen gezielt für ein Leben in einem so genannten "S*x Dungeon" vorbereite. In dem Anwesen müssten sie sich dann für die Besuche des RnB-Stars oder anderen Männern bereithalten. Die jungen Frauen hätten den Status eines "Haustiers". Sie wären zudem einem Training ausgesetzt, bei dem sie lernen würden, den Wünschen und Fantasien der Herren ohne Widerworte Folge zu leisten.

Solche drastischen Anschuldigungen bleiben nicht ungehört. Jüngst redete sich Vince Staples bei einem Interview in Rage. Für ihn sei R. Kelly nichts weiter als ein "sch*iß Kinderschänder", der "auf Menschen p*nkelt und einen Menschenhandelsring in Atlanta führt" (2:58 Minute):

Vic Mensa äußerte sich schon im Juli 2017 dahingehend, dass man R. Kelly für immer wegsperren solle. Der Beschuldigte selbst weist die Vorwürfe von sich. Auch die Aussagen einer Frau aus Dallas, die behauptet, dass der Musiker sie wissentlich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt habe, streiten Sprecher von R. Kelly ab.

All das bleibt aber nicht ohne Einfluss auf das Business des Stars. Mehrere Konzerte wurden bereits abgesagt. Von Seiten seines Labels existiert bis dato keine offizielle Stellungnahme. Ungeachtet all dieser Entwicklungen posiert der Sänger gewöhnlich auf Instagram und äußert sich nicht weiter zu den Geschehnissen um seine Person:

Been in the studio all night and ready to WIN all day! #HappyWINSday

13.3k Likes, 441 Comments - R Kelly (@rkelly) on Instagram: "Been in the studio all night and ready to WIN all day! #HappyWINSday"

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Kommentare

Ruft mal Kollegah an, der kennt da bestimmt wieder irgendwelche Pizzagate-Verbindungen

Habt ihr Abitur??

Habt ihr Abitur??

Habt ihr Abitur??

Habt ihr Abitur??

Habt ihr Abitur??

Habt ihr Abitur??

Habt ihr Abitur??

Habt ihr Abitur??

Ist ein Rothschild Agent der R.Kelly, isch schöre vollso! Ist voll Jude der Welt beherrschen will und Judenstern am Finger als Ring trägt! Hab issch so von Kollegah gehört, ich schwör!!

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Samra mit Statement zu Missbrauchsvorwürfen

Samra mit Statement zu Missbrauchsvorwürfen

Von HHRedaktion am 19.06.2021 - 14:00

Triggerwarnung: Der folgende Artikel beschäftigt sich mit sexualisierten Gewalthandlungen und deren Folgen für Betroffene. Dies kann belastend sein und retraumatisierend wirken.

UPDATE vom 19. Juni:

Zum Kontext: In den letzten Tagen hat eine Frau namens Nika Vorwürfe sexueller Gewalt gegen Samra erhoben. Die Anschuldigungen lösten zahlreiche Berichte von sexuellem Fehlverhalten anderer Rapper aus. Samra, der sich gestern Abend erstmals in einem Post zu den Vorwürfen äußerte, hat sich nach seinem ersten Statement noch mal umfassend in seiner Instagram Story zu Wort gemeldet.

Er bestreitet dort zunächst die Vorwürfe und sagt, dass er ein "gleichgültiger" Typ sei mit einer "arroganten" Art und Weise. Er denkt, dass sich Nika gekränkt gefühlt haben könnte, weil er ihr gegenüber kalt auftrat. Sie könne seine "Karriere nicht zerstören". Außerdem seien ihm Universal und die Presse egal. Das Label hatte zuvor angekündigt, die Zusammenarbeit mit Samra vorerst eingestellt zu haben.

Im weiteren Verlauf sagt Samra, seine Psyche sei "gef*ckt" aufgrund der Missbrauchsvorwürfe. Er behauptet, Nika baue sich über ihn Reichweite und Ruhm auf, die Anschuldigungen seien gelogen. Er behauptet, dass sie aus diversen Gründen dringend Hilfe brauche und man ihr den "besten Anwalt" suchen solle, damit die "Sache schnell geklärt" sei. Außerdem betont er, wie schlecht er sich fühle, dass man ihn als Vergewaltiger bezeichne. Er sagt, er sei gegen jede Art von Missbrauch.

Abschließend ist noch eine Story-Slide mit Text zu sehen, in welchem er sagt, dass es sich aktuell um die emotional schwerste Zeit in seinem Leben handele. Denn "niemand sollte sich für eine Lüge rechtfertigen müssen, die er nicht begangen hat". Außerdem wirft er Nika vor, "ein so sensibles Thema für Likes und Klicks auszunutzen", was "ein Schlag ins Gesicht für alle tatsächlich betroffenen Opfer" sei.

Originalmeldung vom 18. Juni:

Samra hat sich erstmals zu den Vorwürfen geäußert, die seit einigen Tagen im Raum stehen. Eine Frau namens Nika hatte ihm Anfang der Woche sexualisierte Gewalt vorgeworfen und ihre Erlebnisse auf Instagram geteilt. Im Anschluss hatten sich weitere Frauen zu Wort gemeldet und Samra sowie anderen Rappern verschiedene Arten von sexuellem Fehlverhalten vorgeworfen.

Auf seinem Insta-Profil hat Samra nun einen Post veröffentlicht, in welchem er Stellung zu den Vorwürfen bezieht. Er erklärt, dass er niemanden vergewaltigt habe. Weiter erläutert er, dass er rechtliche Schritte gegen Nika einleiten werde.

Samra mit erstem Statement zu Vorwürfen von sexualisierter Gewalt

Samra schreibt, ihm sei bewusst, dass sein Statement die Vorwürfe "nicht aus der Welt schaffen" werde und ihm "einige" keinen Glauben schenken würden. Er wolle die Sache "von der Staatsanwaltschaft klären lassen", da die Frau selbst nicht zur Polizei gehen wolle. Dadurch sehe er sich gezwungen, rechtliche Schritte einzuleiten.

Er ginge bewusst diesen Weg, weil er den "Vorwürfen nicht nur widerspreche", sondern auch eine "unabhängige Aufklärung durch die Staatsanwaltschaft und Polizei herbeiführen möchte".  

Am Ende seines Statements bittet er seine Fans, diejenige, die ihn beschuldigt, nicht mehr "als Prostituierte und Ähnliches zu beleidigen oder gar zu bedrohen". Er bittet außerdem um Verständnis dafür, dass er sich vorerst nicht weiter zu dem Thema äußern will.

Nika erklärt, ihrerseits zur Polizei gehen zu wollen

Einige Stunden vor Samras Statement hatte Nika bereits erklärt, Anzeige erstatten zu wollen. Ursprünglich hatte sie diesen Weg ausgeschlossen, weil ihr das Vertrauen in den Justizapparat fehlte und sie sich den für Opfer immer schwierigen Prozess ersparen wollte.

Frauen, die Missbrauch erlebt haben oder noch erleben, finden auf hilfetelefon.de verschiedene Beratungs- und Hilfsangebote. Außerdem gibt es entsprechende Notfallnummern, bei denen Betroffene und Angehörige sich melden können.

Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 0800/0116 016

Hilfe- und Beratungsstelle der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: 030/18 555 1865

Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800-22 55 530


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