Die drei gemeinsten Minuten des Sommers: Wie Pusha T Drake mit seinem neuen Disstrack zersägt

Das Battle zwischen Drake und Pusha-T hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Nachdem Pusha auf "Infrared" Drake erneut mit Ghostwriting-Vorwürfen konfrontierte und der Kanadier mit "Duppy Freestyle" antwortete, kontert der G.O.O.D. Music-Rapper nun mit "The Story of Adidon". Wem der lyrische Schlagabtausch der beiden bisher noch zu unpersönlich war, kommt hier auf seine Kosten:

Pusha T "The Story Of Adidon" (Drake Diss) (WSHH Exclusive - Official Audio)

Listen to the official audio for "The Story Of Adidon" by Pusha T. SUBSCRIBE for more: http://bit.ly/subWSHH More WorldstarHipHop: http://worldstarhiphop.com https://twitter.com/worldstar https://facebook.com/worldstarhiphop http://instagram.com/worldstar Shop WorldStar: http://shop.worldstarhiphop.com WorldstarHipHop is home to everything entertainment & hip hop.

Drakes Disstrack attackierte Pusha größtenteils auf einer geschäftlichen Ebene. Die Bars des Clipse-Rappers zielen ins Private und das stellt er nach dem Intro auch unmissverständlich klar:

"Drug dealin' aside, ghostwritin' aside / Let's have a heart-to-heart about your pride"

Auf dem No I.D.-Beat des Tracks "Story of O.J." vom Jay-Z Album "4:44" geht es Pusha offenbar darum, seinem Gegner wirklich wehzutun und nicht ausschließlich zu provozieren. Dabei nimmt er zunächst die Familienangehörigen des OVO-Oberhaupts ins Visier. Drakes Vater Dennis Graham solle sich von Instagram fernhalten (er hatte seinen Sohn nach Relaese von "Duppy Freestyle" dort öffentlich unterstützt). Zudem thematisiert er die gescheiterte Ehe von Dennis und Sandy Graham und die daraus resultierenden Daddy-Issues, die Drake auch immer mal wieder in Songs aufarbeitet.

"I'll start it at the home front, "I'm on One" / Dennis Graham stay off the gram, b*tch, I'm on one / You mention wedding ring like it's a bad thing / Your father walked away at five, hell of a dad thing / Marriage is somethin' that Sandi never had, Drake / How you a winner, but she keep comin' in last place?"

Bereits das gepickte Instrumental und der Titel nehmen Bezug auf die kulturelle Identitätsfindung der Black Community (Jay-Z ganzes letztes Album befasste sich mit dieser Thematik) in einem vornehmlich weißen Amerika. Das Cover für "The Story of Adidon" zeigt einen jüngeren Drake mit einem schwarz geschminkten Gesicht. Das sogenannte Blackfacing ist eine rassistische Darstellungsform dunkelhäutiger Menschen. Bei dem Bild handelt es sich um kein Werk eines unsensiblen Grafikers, sondern wohl um offizielle Arbeiten des Fotografen David Leyes:

King Push on Twitter

Please stop referring to this picture as "artwork"...I'm not an internet baby, I don't edit images...this is a REAL picture...these are his truths, see for yourself https://t.co/gd6vRS3HM8

Dass Drake öfter mit seiner Hautfarbe zu tun hat, bringt Pusha hier zum Ausdruck:

"Confused, always thought you weren't Black enough / Afraid to grow it 'cause your 'fro wouldn't nap enough"

Im Folgenden serviert der Freund von Kanye West eine Story, die ein vermeintliches Geheimnis offenbart. Drake hatte in seinem Disstrack den Namen von Pusha-Ts Ehefrau Virginia Williams erwähnt. Nun enthüllt Pusha den Namen der Frau, mit der Drake ein Kind haben soll. Bei Sophie Brussaux handelt es sich um eine ehemalige Darstellerin von Erwachsenen-Filmen, die unter dem Instagram-Profil "Sophie knows better" aktiv ist. Ihr persönlicher Account ist auf privat geschaltet, aber so sieht die betreffende Frau aus:

I want a pizza you #pizza #sophiebrussaux

Gefällt 23 Mal, 3 Kommentare - Miss Sophie Brussaux (@therealsophiebrussaux) auf Instagram: „I want a pizza you #pizza #sophiebrussaux"

Sie soll die Mutter von Drakes Sohn Adonis sein, der mit ihr in Frankreich lebt:

"Since you name-dropped my fiancée / Let 'em know who you chose as your Beyoncé / Sophie knows better, ask your baby mother / Cleaned her up for IG, but the stench is on her / A baby's involved, it's deeper than rap / We talkin' character, let me keep with the facts / You are hiding a child, let that boy come home / Deadbeat mothaf*cka, playin' border patrol, ooh / Adonis is your son / And he deserves more than an Adidas press run, that's real / Love that baby, respect that girl / Forget she's a p*rnstar, let her be your world, yuugh!"

Diese Lines zeigen ebenso, wie der Titel des Tracks zu Stande gekommen ist. Seit Monaten gibt es Gerüchte, dass Drake demnächst mit Adidas zusammenarbeitet. Pusha bedient sich dieses Umstands und baut wohl aus dem Namen des Kindes und der bekannten Modefirma das Wort "Adidon". Dies könnte zugleich den Titel der Clothing-Line spoilern, die Drake wohlmöglich mit dem Sportartikelhersteller herausbringt. Womit wir auch bei Kanye West wären, der das komplette Album "Daytona" produziert hat und Deals mit Adidas besitzt. Ihn verteidigt Pusha und hätte lieber Drakes Ärger für sich alleine. Letzterer hat schließlich auf "Duppy Freestyle" auch in Richtung von Mr. West ausgeteilt:

"How dare you put Ye in my verses? / I'm selfish, I want all of the curses"

Zu guter Letzt nimmt sich Pusha noch Drakes Hausproduzenten Noah "40" Shebib vor, der unter der unheilbaren Krankheit Multiple Sklerose leidet. Ihm hält der New Yorker MC vor, wie ein Achtzigjähriger auszusehen, dem die Lebenszeit davonläuft. Das Ticken der Uhr bildet hier den Reim für das Ringen mit der neurologischen Erkrankung:

"OVO 40, hunched over like he 80, tick, tick, tick / How much time he got? That man is sick, sick, sick"

Der OVO-Member hat davon bereits Notiz genommen und verweist auf den Zufall, dass ausgerechnet der 30. Mai der "Welt-MS-Tag" ist:

Noah Shebib on Twitter

Coincidentally... tomorrow is World MS Day. https://t.co/5ms9IJwV86

Es bleibt abzuwarten, ob und wie Drake nach diesen überaus intimen Lines reagiert. Bisher war der Weltstar immer sehr gut darin, sich blitzartig seinen Kontrahenten entgegenzustellen. Sein letzter veröffentlichter Track war "I'm Upset" und könnte die gegenwärtige Situation kaum treffender zusammenfassen:

Drake - I'm Upset [Audio]

I'm Upset, a song by Drake on Spotify Nachdem Drake gestern seinen "Duppy Freestyle" veröffentlichte und darin ordentlich gegen Pusha T und Kanye West schießt, legt der Kanadier jetzt nach und releast mit "I'm Upset" einen weiteren neuen Track. Dieser wird sich so wie es aussieht auf seinem kommenden Album "Scorpion" befinden, das im Juni erscheinen soll.

Pusha-T wünscht sich auf jeden Fall eine Antwort auf seinen Diss:

"And you talkin' 'bout you upset / Hahahahaha / Well I wanna see what it's like when you get angry, okay? / You show me that"

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Kommentare

endlich wieder battle rap u nicht diese clowns die ihr sonst pusht (lustigerweise ist der nächste link unter diesem artikel direkt wieder lil pump).
PS: ich komme immernoch nicht drüber weg, dass toxic sagt diese p•dophile karikatur 69 sei ein "tighter rapper"

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Neuer Twitter-Rant: Kanye West fordert Entschuldigung von Drake & J. Cole

Neuer Twitter-Rant: Kanye West fordert Entschuldigung von Drake & J. Cole

Von Till Hesterbrink am 15.09.2020 - 13:10

Kanye West schafft es, Woche für Woche in aller Munde zu sein. Im neuesten Exemplar seiner berüchtigten Twitter-Rants kündigt er an, keine Musik mehr zu veröffentlichen, bis seine Verträge mit Universal und Sony beendet seien.

Kanye West Twitter-Rant: Entschuldigung von Drake und Karrierepause

Kanye macht auf Twitter mal wieder seinem Unmut gegenüber der Musikindustrie Luft. Er hält fest, dass er kein Teil dieser Industrie sei und lediglich im Dienste Christis stehen würde. Außerdem erklärt er, dass ihm der Beef mit anderen Schwarzen Künstlern leidtue.

So lange er nicht aus seinen Verträgen mit Universal und Sony entlassen würde, gäbe es von ihm jedoch erst mal keine Musik mehr, lässt er in einem wieder gelöschten Tweet verlauten.

In einem weiteren gelöschten Tweet wünscht sich Kanye auch eine Entschuldigung von J. Cole und Drake für die jeweiligen Auseinandersetzungen.

"Ich erwarte als Erstes eine öffentliche Entschuldigung von J. Cole und Drake... Ich bin Nat Turner... Ich kämpfe für uns"

("I need a public apology from J Cole and Drake to start with immediately... I'm Nat Turner... I'm fighting for us")

Mit Drake streitet sich Yeezy schon länger, vor allem, weil dieser die Gerüchte über eine Affäre zwischen ihm und Kim Kardashian nicht dementierte. J. Cole hingegen hatte möglicherweise unterschwellig gegen Kanye auf seinen Songs "Middle Child" und "Flase Prophets" gestichelt.

Nat Turner war Anführer eines Sklavenaufstandes in den USA im Jahre 1831, der überzeugt war, Gott hätte ihn ausgewählt. Als Anlass für den Aufstand nahm er eine Sonnenfinsternis, welche er als Zeichen Gottes interpretierte.

Es sei laut Kanye außerdem wichtig, Land vom Geld der Regierung Geld zu kaufen.

Nachdem er sich in der Vergangenheit schon mit Jesus und Gott verglichen hatte, erklärt er sich nun zum "neuen Moses". Die Musikindustrie sowie die NBA sind für ihn die Sklavenschiffe der Gegenwart und er sei nun derjenige, der seine Leute aus diesen Verhältnissen befreien würde.

Kanye West & die Fake-Angestellte Lauren Greenfield

Vor seiner Tirade veröffentlichte Kanye außerdem den Namen und die Jobbezeichnung der angeblichen "Musik-Beraterin" Lauren Greenfield. Dazu schrieb er:

"Hat jemand schon mal von dieser Person gehört? Ich habe gerade eine Fake-Angestellte auf meiner Rechnung gefunden."


Foto:

Screenshot - https://youtu.be/doFZigS63cQ

Scheinbar hatte jemand unter dem Decknamen Lauren Greenfield Rechnungen an Kanye geschrieben und sich als Music Consultant ausgegeben, denn auch im Nachhinein konnte niemand die mysteriöse Frau identifizieren.

Wie HotNewHipHop berichtet, fanden Fans schnell heraus, dass es wohl eine berühmte Fotografin mit dem gleichen Namen gäbe. Diese hatte sogar in 90er Jahren bereits mit Kim Kardashian gearbeitet und in Kendall Jenners Haus hänge auch ein eingerahmtes Foto der echten Lauren Greenfield.

Schnell wurde spekuliert, ob es sich einfach um einen Fehler bei der Berufsbezeichnung halten würde oder ob wirklich jemand versucht hat, Mr. West mit dubiosen Mitteln um Geld zu erleichtern. Andere Fans stellten spaßeshalber die Theorie auf, Lauren Greenfield sei bis zum 24. Juli eine reale Person gewesen. Da sollte eigentlich Kanye Wests neues Album erscheinen. Tat es aber nicht und deshalb sei auch keine "Musik-Beraterin" mehr von Nöten.

Mittlerweile ist der Tweet wieder gelöscht worden. Vielleicht hat sich Frau Greenfield ja gemeldet und ein Missverständnis aufgeklärt.

Kanye Wests Twitter-Meltdown: Eine bipolare Störung ist kein Witz

Seit Kanye West seine Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl bekanntgegeben hat, sprudelt es nur so aus ihm heraus. Statements, Auftritte, Postings - Kanye sendet (und löscht) seine schwer greifbaren Botschaften in einer Taktung, der man nur noch bedingt folgen kann. Am kommenden Freitag soll sein neues Album "Donda" erscheinen - und ein Film, wie er nun eilig in die Welt heraustwitterte.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!