Netflix & Co.: 8 Serien, die dein Wochenende retten

Es ist Wochenende und du weißt nicht, was du gucken sollst? Kein Problem, wir haben da was vorbereitet: 8 Netflix-Dokus über Hiphop und 8 Hiphop-Filme auf Netflix, die dein Wochenende retten. Jetzt holen wir zum dritten Streich aus und widmen uns den Serien. Diesmal allerdings nicht nur auf Netflix.

Wir wollen uns auch nicht nur auf Serien beschränken, die Hiphop als zentrales Thema haben. Stattdessen präsentieren wir hier acht Werke, die ausreichend Berührungspunkte haben, um für alle Hiphop-Fans interessant zu sein. Selbstverständlich ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit und ohne abstufende Wertung untereinander.

UPDATE: Mittlerweile stehen auf Netflix auch die ersten Folgen von "Rhythm + Flow" als Stream zur Verfügung. In der Casting-Show suchen Cardi B, T.I. und Chance the Rapper als Jury nach den nächsten großen Stars.

Luke Cage

Seit dem 22. Juni steht die zweite Staffel "Luke Cage" auf Netflix zum Streamen bereit. Schon die erste steckt voller Referenzen oder Hommagen an Rapper und deren Werke. Die Fortsetzung macht genau da weiter. Im Soundtrack hören wir unzählige Klassiker, es gibt ein sehr prominentes The Notorious B.I.G.-Bild in der Serie und viele Rapper absolvieren Gastauftritte.

Inside the Hip-Hop World of 'Luke Cage' Season 2

Before he began his Hollywood career, Cheo Hodari Coker was a gifted music journalist...

In der ersten Season war bereits Method Man zu sehen. In der neuen treten jetzt unter anderem Ghostface Killah, Rakim und Faith Evans auf. Es gibt sogar bislang unveröffentlichte Musik zu hören. Als Sahnehäubchen heißt jede einzelne Episode der Serie wie ein Rapsong: In der ersten Staffel war das Gang Starr, jetzt werden Pete Rock und CL Smooth geehrt.

The Get Down

Nas als Executive Producer, die Bronx als Schauplatz, wir schreiben das Jahr 1977: "The Get Down" erzählt von der Geburtsstunde des Hiphop und strickt eine eigene, fiktive Geschichte daraus. Was nicht heißen soll, das alles erfunden ist: Hier werden die Einflüsse und Ursprünge beleuchtet. Disco, Soul, Funk – mehr Musik geht kaum.

Grandmaster Flash mischt als Produzent mit, er ist sogar in einer kleineren Rolle zu sehen. Inhaltlich dreht sich die Story vor allem um MC Books und Graffiti-Writer sowie DJ Shaolin Fantastic. Einziger Wermutstropfen: Netflix hat bekannt gegeben, dass "The Get Down" mit der zweiten Staffel abgeschlossen ist, es wird also keine Fortsetzung geben.

Empire

Eigentlich muss über "Empire" nicht mehr viel gesagt werden: Die Serie hat nicht nur den Golden Globe gewonnen, sondern insgesamt stolze 24 Auszeichnungen und 89 Preis-Nominierungen abgeräumt. Vor Kurzem ist die vierte Staffel zu Ende gegangen und konnte sowohl Fans als auch Kritiker zufrieden stellen. Season 5 wurde schon bestätigt.

Das Musik-, Familien- und Business-Drama dreht sich um ein Plattenlabel, dessen todkranken Gründer, sein Vermächtnis, die beiden wichtigsten Frauen in seinem Leben sowie seine drei Söhne. Terrence Howard (Hustle & Flow) und Taraji P. Henson spielen die Hauptrollen, Letztere wurde dafür mit dem Golden Globe ausgezeichnet.

Der Soundtrack kommt von Timbaland und war auf Platz eins der Billboard Top 200-Charts. Selbstverständlich sind auch Rapper wie Xzibit oder Ludacris in "Empire" zu sehen.

Top Boy

In "Top Boy" geht es nicht um Glanz und Glamour: Das hier spielt meilenweit davon entfernt, mitten im Dreck. In der fiktiven Summerhouse-Siedlung in Hackney, East London, ist es grau, düster und aussichtslos, dafür aber voller Gewalt, Gangs und Drogen. Mittendrin steckt der dreizehnjährige Ra'Nell (Malcolm Kamulete).

Die Serie fristet im Vergleich zu den bisher genannten eher ein Schattendasein und sollte zwischenzeitlich sogar abgesetzt werden. Bis sie einen prominenten Fürsprecher gefunden hat, beziehungsweise umgekehrt: Rapper Drake hat die Serie eigenen Angaben zufolge auf YouTube entdeckt. Jetzt besitzt er die Rechte daran und sorgt dafür, dass es eine dritte Staffel "Tob Boy" auf Netflix geben wird.

The team that made it happen #TopBoy2019 @therealkano @ashleywalters @futuretheprince

399.7k Likes, 2,715 Comments - @champagnepapi on Instagram: "The team that made it happen #TopBoy2019 @therealkano @ashleywalters @futuretheprince"

Bleibt nur zu hoffen, dass Drake noch auf ein paar andere Serien stößt, die eingestellt wurden, aber eine Fortsetzung verdienen.

Entourage

Die acht Staffeln von "Entourage" samt Kinofilm stellen einen Nobrainer für Hiphop-Fans dar. In kaum einer Serie tauchen so viele Berühmtheiten auf. Das gilt natürlich auch für Rapper: Snoop Dogg, DJ Quik, Saigon, Three 6 Mafia, Mary J. Blige, Kanye West, 50 Cent, Sean Combs, Eminem, Royce da 5'9'' und viele, viele mehr geben sich die Klinke in die Hand.

Noch nie davon gehört? Eigentlich dreht sich die Story von "Entourage" um den Beginn einer Schauspielkarriere in Hollywood. Plus den alltäglichen Wahnsinn in L.A., mit der titelgebenden Entourage. Das Ganze soll auf Erfahrungen basieren, die Mark Wahlberg selbst in jungen Jahren gemacht hat. Der Schauspieler ist nicht nur Produzent der Serie, sondern auch in ihr zu sehen.

Power

"Get the Strap": 50 Cent weiß ganz genau, wie man Promo macht. Darum geht die von ihm mit produzierte Serie "Power" bald auch schon in die fünfte Staffel. Selbstverständlich spielt Curtis Jackson auch selbst eine der Rollen.

Die Story um Macht, Intrigen, Drogenhandel, Freunde und Familie spielt im entsprechenden New Yorker Milieu. James "Ghost" St. Patrick hat alles, will aber noch mehr: Vor allem eigentlich endlich ehrlich werden und aus dem illegalen Business aussteigen. Aber das gestaltet sich natürlich nicht so einfach.

Dear White People

"Dear White People" richtet sich ausdrücklich sowohl an Weiße als auch an Schwarze – sowie jede andere Farbe. Der Name ist trotzdem Programm: "Dear White People" arbeitet sich zum Beispiel daran ab, wieso es nicht okay ist, die N-Bombe mitzurappen.

Die Serie eignet sich perfekt für alle, die nicht verstehen, was an Blackfacing rassistisch ist. Oder für die, die endlich mal mehr als nur einzelne Stereotypen repräsentiert sehen wollen.

Abgesehen von ernsten Themen wie Rassismus, Kunstfreiheit und Sexualität fällt "Dear White People" aber vor allem witzig, intelligent und zeitgemäß aus. Zusätzlich strotzt der Soundtrack nur so vor großartigen Rapsongs. Auf Netflix gibt es zwei Staffeln im Stream, eine dritte wurde vor Kurzem bestätigt.

Atlanta

Donald Glover aka Childish Gambino ist nicht nur Rapper, Schauspieler und Comedian. Von ihm stammt auch die Idee hinter "Atlanta", außerdem tritt er als Autor und Regisseur in Erscheinung. Mit durchschlagendem Erfolg: "Atlanta" hat mehrere Gloden Globes und Emmys abgeräumt, eine dritte Staffel soll 2019 erscheinen.

Selbstverständlich spielt Donald Glover auch selbst in seiner Serie mit, die sehr surreal daherkommt. "Atlanta" erzählt die Geschichte von Earn (Donald Glover) und seinem Cousin Alfred Miles. Dessen Karriere als Rapper Paper Boi soll in die Wege geleitet werden.

Mehr von dem guten Stoff findest du hier:

8 Netflix-Dokus über Hiphop, die dein Wochenende retten

Je mehr Veröffentlichungen zur Auswahl stehen, desto schwieriger kann es sein, den Überblick zu behalten und herauszufiltern, was eigentlich sehenswert ist...

Netflix: 8 Hiphop-Filme, die dein Wochenende retten

Netflix dient Hiphop-Fans als regelrechte Fundgrube. Nachdem wir euch bereits acht Dokus vorgestellt haben, die sich um Hiphop drehen, sind jetzt die Filme dran. Hier kommen acht Hiphop-Streifen, die du aktuell auf Netflix streamen kannst...

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Kommentare

Really? Da habt ihr schon so ne Überschrift an diesem Wochenende und bringt nicht unsolved da mit rein? Unsolved- Biggie and Tupac? Really , Hip Hop.de?!? REALLY?!? Hauptsache 20 Berichte über tote Rapper die keiner kennt und keinen interessieren...

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50 Cent lässt sich von Comedian zu "F*ck Donald Trump" animieren

50 Cent lässt sich von Comedian zu "F*ck Donald Trump" animieren

Von Michael Rubach am 26.10.2020 - 11:06

In Bezug auf die bevorstehende US-Wahl zeigt sich 50 Cent ziemlich unentschlossen. Seine politischen Ratschläge an die Fanbase unterliegen heftigen Schwankungen. Nachdem der New Yorker seinen über 26 Millionen Follower*innen auf Instagram kürzlich nahelegte, für Donald Trump zu stimmen, scheint er nun wieder zurückzurudern. Ein Angebot einer Komikerin hat Fifty dazu veranlasst, eine 360-Grad-Wende hinzulegen.

50 Cent: "F*ck Donald Trump"

Die Comedian Chelsea Handler und 50 Cent haben eine gemeinsame Vergangenheit. Die beiden waren um 2010 herum kurzzeitig ein Paar. Nun tauchte sie in Jimmy Fallons "The Tonight Show" als Gesprächsgast auf und wurde auch auf den öffentlichen Trump-Support des Hiphop-Moguls angesprochen. Die Komikerin erklärte daraufhin ohne erkennbare Ironie, dass 50 Cent sich bewusst sein müsse, dass seine Aussagen auf Social Media - egal ob ernst gemeint oder nicht - eine Wirkung haben.

"Ich musste ihn daran erinnern, dass er eine Schwarze Person ist und dass er nicht für Donald Trump stimmen kann und dass er nicht eine ganze Reihe von Menschen beeinflussen sollte, die ihm vielleicht zuhören, weil er sich Sorgen um seinen persönlichen Geldbeutel macht."

("I had to remind him that he’s a Black person so he can’t vote for Donald Trump and he shouldn’t be influencing an entire swath of people who may listen to him because he’s worried about his own personal pocketbook")

Mit welchen Methoden sie mit dieser Botschaft zu 50 Cent vordringen will, führt sie ebenfalls aus. Sie möchte 50 Cent offenbar an einem Punkt packen, der wohl einige Männer zum Nachdenken anregen würde.

"Ich habe noch nichts von ihm gehört, aber ich bin bereit, den Deal auf mehr als eine Weise zu besiegeln, wenn er seine Meinung ändert und Donald Trump öffentlich anprangert. Ich könnte bereit sein, noch eine Runde zu drehen, wenn du verstehst, wovon ich rede."

("I haven’t heard from him yet, but I’m ready to seal the deal in more ways than one if he changes his mind and publicly denounces Donald Trump. I might be willing to go for another spin if you know what I’m talkin’ about.")

50 Cent hat von diesen Aussagen Notiz genommen und gibt vor, dem Vorschlag aufgeschlossen gegenüberzustehen. Statt sich weiter über eventuelle Steuererhöhungen einer Regierung unter Joe Biden aufzuregen, schreibt er nun "F*ck Donald Trump, I never liked him". Anschließend zitiert er aus nicht nachvollziehbaren Gründen aus dem Gangsta-Epos "Scarface".

Diese Äußerung von Troll-Champion Fiddy ist ähnlich schwierig einzuschätzen wie sein vormaliger Trump-Support. Wie es wirklich um seine politische Haltung steht, verschleiert der 45-Jährige hinter seinem Social-Media-Getöse.

Schon im Vorfeld bot Chelsea Handler via Twitter an, die Steuern von 50 Cent zu bezahlen, insofern er dann wieder zu Sinnen käme. In diesem Zusammenhang bezeichnet sie Fiddy auch als ihren "liebsten Ex-Boyfriend".


Foto:

Screenshot via twitter.com/chelseahandler


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