Der deutsche Rap und die Albumcharts: Seit gut zwei Jahren sind diese beiden Herrschaften eigentlich beste Freunde, das Genre hat einen nie da gewesenen Hype. Rekorde werden gebrochen, Top-10-, und auch Rang-1-Platzierungen sind quasi an der Tages-, beziehungsweise an der Wochenordnung. Allerdings halten deutsche Rapkünstler auch einen Negativrekord, welcher jedoch aus der Spitzenposition resultiert und somit halb so wild ist.

Nach der ersten Chartwoche folgt nicht selten der freie Fall und nur wenige absolute Szenegrößen können sich dauerhaft in den Top 20 halten. Die Top 3 wiederum der größten Abrutscher der deutschen Chartgeschichte bilden tatsächlich ausschließlich Rapper. Laut Wikipedia stellte Weekend vor einigen Wochen mit seinem Album Für immer Wochenende den unrühmlichen Rekord des größten Falls von Position eins ein. Nach der Pole Position in der Release-Woche fand Weekend sich sieben Tage später auf Platz 58 wieder. Damit überbot er Kaos von Vega, der Anfang des Jahres von der #1 auf Rang 45 fiel. Die Bronzemedaille in dieser Rubrik trägt aktuell RAF 3.0, dessen Album Hoch 2 im Sommer 2013 auf Platz 30 landete nach der Spitzenposition in der Vorwoche.

Die starken Vorverkäufe in der deutschen Rapszene sowie die donnerstäglichen Hinweise, dass man möglichst heute noch das neue Album kaufen solle, haben also ihre Vor- und Nachteile. Zahlreiche Nummer-1-Alben? Ja. Langfristige Charterfolge? Selten.

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Kommentare

Doch darum geht es heute...die Rapper konditionieren ihre Fans darauf in der ersten woche zu kaufen um möglichst hoch einzusteigen..weil hauptsache auf 1.gewesen als so ein echta rapper

Wann hat eigentlich diese Chartplatzierungs******e ein Ende?

Rafft eigentlich keiner, dass damals Aggro Berlin damit "angeben" wollte, dass ein kleines Dreckslabel dazu in der Lage ist, in die Charts einzusteigen und so mit den Majorlabels zu konkurrieren? Deswegen haben die immer wieder davon gelabert "Wir sind gechartet" oder "Wir sind auf 1 gegangen"

Was interessiert mich ob ein Bushido, ein Casper oder ein Materia in den Charts landet? Wenn die da nicht landen würden, würden die irgendwas falsch machen?

Das geht mit so dermaßen auf die Eier. Dieses ewige aufgeile,n welche Chartplatzierung man erreicht hat. Die sollte sich alle mal über ihre Kunst Gedanken machen und nicht eine dämliche Promoaktion nach der anderen starten.

Das Thema ist einfach dermaßen durch.

Vielleicht sollten sich die ganzen Sprachkünstler mal daran aufgeilen, wie LANGE sie sich in den ****in Charts halten können. Ein Fuß*****pieler hört ja auch nicht auf, nur weil er Weltmeister geworden ist...

Schwachsinn schwachsinn schwachsinn

Na sollen Sie doch von 1 auf 1000 fallen, ist doch den meisten Rappern egal, hauptsache viel verkauft.
Den Rest der Kohle bringt dann die Tour + Festivals + Merch

Naja, wenn sie 50.000 Einheiten verkaufen, gibt das schon ein ganz ordentliches Jahresgehalt. Auf eins kommt man schon locker mit ca. 30.000 Einheiten in der ersten Woche je nach Konkurrenzlage. Leben kann man davon auf Dauer nicht. Man sollte auch von den Tour-Einnahmen dann noch was auf die hohe Kante legen. Sei 5 Wochen in den Top 5, dazu muss man nicht mal auf eins charten und Du stellst fast alle Rapper in den Schatten. Verglichen zu dem, was so mancher Ami-Rapper macht, sind das Peanuts. Verglichen mit den Verkaufszahlen in den 80ern und 90ern ist heute so ziemlich alles Peanuts. Eminem hat zwei Alben jeweils über 10 Millionen mal verkauft.

Unwichtiges Thema finde ich, wen interessiert es ob die lange in den Charts bleiben... Durch die ganzen Promosktionen werden fast die kompletten Vorräte in der ersten Woche verkauft. Dabei ist die Stückzahl irrelevant, denn als Kriterium gilt welchen Umsatz man mit der Verkauften Auflage gemacht hat, z.B. Ich verkaufte 100 Exemplare zu je 1000€, macht 100000€ und jemand anderes verkauft 100 Exemplare zu je 1050€, macht 105000€, dann wird der andere besser platziert als ich

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Mord an Pop Smoke: The Games Manager will vor Airbnb-Aufenthalt gewarnt haben

Mord an Pop Smoke: The Games Manager will vor Airbnb-Aufenthalt gewarnt haben

Von Michael Rubach am 26.07.2021 - 11:22

Wack 100 (Manager von The Game und Blueface) hat im No Jumper Podcast mit Adam22 auf den Mord an Pop Smoke zurückgeblickt. Dabei erklärte er, dass er den im Februar 2020 verstorbenen Rapper davor gewarnt habe, in einem Airbnb in Los Angeles zu bleiben. Pop Smoke wurde in einer Villa in den Hollywood Hills bei einem Raubüberfall erschossen.

Birdman sollte Warnung an Pop Smoke weiterleiten, sagt Wack 100

Für seinen Aufenthalt an der Westküste will The Games Manager Pop Smoke ein Hotel empfohlen haben. Dies sei sicherer, als sich irgendwo in einem Airbnb niederzulassen.

"Halte dich von diesen Airbnbs an der Westküste fern, bis du deine Sachen auf die Reihe gekriegt hast, bis du alles geklärt hast. Geh in eines dieser Hotels und geh auf Nummer sicher."

("Stay away from them Airbnbs on this West Coast until you get your weight up, ’til you get your politics right. Go to one of them hotels bro and be safe about it.")

Seinen Ratschlag habe Wack 100 vier Tage vor dem tödlichen Überfall gegeben. Er selbst sei zu diesem Zeitpunkt in Europa gewesen. In einem Telefonat mit Birdman habe Wack 100 seine Bedenken geäußert. Der Cash Money-Gründer sollte demnach die Warnung weiterleiten und dafür sorgen, dass Pop Smoke in ein Hotel zieht. Dazu kam es bekanntlich nicht. Einem der mutmaßlichen Täter soll es bei dem Verbrechen um Pop Smokes Rolex gegangen sein.

Pop Smoke schreibt mit "Faith" Chartgeschichte

Knapp ein Jahr nach dem ersten posthumen Pop Smoke-Album "Shoot For The Stars Aim For The Moon" erschien kürzlich mit "Faith" ein weiteres Album des New Yorkers. Mit dem erneuten Chart-Einstieg auf Platz eins der Billboard Charts hat Pop Smoke (jetzt auf Apple Music streamen) Geschichte geschrieben. Es ist noch keinem Artist gelungen, sich mit seinen ersten beiden posthumen Releases direkt an die Spitze zu setzen.

Hier kannst du "Faith" streamen:

Posthume Releases werden oft von zwiegespaltenen Gefühlen begleitet. Wir haben uns dem Thema vor kurzem ausführlicher gewidmet.

Posthume Alben: Der schmale Grat zwischen letzter Ehre und Geldmacherei


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