Mit Method Man durch "The Wire", Benny The Butcher vs. USA | Goodies

Das Wohlfühlprogramm für die gescholtene Hiphop-Seele: kein Gossip, just Goodies. Im Zuge unserer Artikelreihe blicken wir auf positive Nachrichten, die sonst in der Flut von Negativberichterstattung gerne mal unterzugehen drohen. Jede Menge Legenden haben sich in den letzten Wochen in ganz unterschiedlichen Bereichen hervorgetan.

"The Wire": Method Man als Podcast-Host

"The Wire" gilt als eine der besten Serien aller Zeiten. Method Man muss sich als einer der profiliertesten Rapper New Yorks ebenso nicht verstecken. Dazu trat er selbst für das Drama als Melvin "Cheese" Wagstaff vor die Kamera. Also was liegt mehr auf der Hand, als Method Man zum 20-jährigen Jubiläum noch einmal mit "The Wire" zusammenzubringen? Das dachte sich wohl auch HBO und installierte den Wu-Tang-Member als Host für einen achtteiligen Podcast. Bisher stehen zwei Folgen von "The Wire at 20" online. Es gibt Interviews mit all den Menschen, die "The Wire" zu "The Wire "gemacht haben – ein Deep Dive in das Serien-Epos von David Simon.

Benny The Butcher sagt "Welcome To The States"

Nach dem rassistisch motivierten Amoklauf in Buffalo Mitte Mai hat Benny The Butcher seine Stimme erhoben. Auf dem The Alchemist-Beat von Kendrick Lamars "We Cry Together" rappt der in Buffalo geborene US-Rapper über die ausufernde Waffengewalt und den Rassismus in den Staaten. Die Einnahmen aus einem Drop limitierter T-Shirts will Benny The Butcher außerdem in einen Hilfsfond für die Opfer des Amoklaufs fließen lassen. Dieses Engagement sorgt offenbar nicht nur für positive Resonanz. Der US-Rapper schreibt auf Twitter, dass viele Leute es nicht mögen würden, "wenn ein Künstler seine Stimme für etwas Gutes einsetzt".

Black Thought & der "Stoff für Legenden"

Black Thought schmückt in Philadelphia fortan großflächig eine Wand. Der The Roots-Mitbegründer wurde mit einem Mural, das den Titel "The Talented Mr.Trotter: You Can Be Anything" trägt, geehrt. Der Artist Roberto Lugo hat das Piece ausgearbeitet. The Philly Voice gegenüber erklärte der US-Rapper, was ihm das bedeutet und blickt dabei auf seine eigene Graffiti-Vergangenheit:

"Vom Klettern auf Gebäude, um ein bisschen Anerkennung zu bekommen und meinen Namen an einer Stelle zu markieren, die vielleicht nie gesehen wird, bis hin dazu, dass mein Gesicht an der Seite dieses vierstöckigen Gebäudes verputzt wird. Es ist ziemlich unglaublich. Das ist der Stoff für Legenden. Diese Belohnung überschattet jede Anerkennung, die ich je erhalten habe."

Mental Health: Master P will "Millionen" helfen

Master P hat vor Wochen seine Tochter verloren. Der Gründer von No Limit Records deutete in einem Statement an, dass Drogen und psychische Probleme bei dem Tod eine Rolle gespielt haben. Master P möchte nun selbst aktiv werden und weitere solche Fälle verhindern. Wie genau sein Einsatz aussehen soll, führt er nicht aus.

"Wir werden nicht mehr trauern, wir werden feiern, denn jetzt kann ich mich um Millionen von Kindern kümmern und Millionen von Leben retten. Ich werde hier raus gehen und meine Rolle spielen. Ich weiß, dass Gott mich für eine Leidenschaft und einen Zweck in diese Welt gesetzt hat. Psychische Erkrankungen sind eine ernste Sache."

Chuck D erhält Social Justice Honours Award

Der allererste Social Justice Honours Award ging jüngst an Hiphop-Pionier Chuck D. Der Public Enemy-Rapper bekam den Award, "dafür, dass er während seiner gesamten Karriere jede Gelegenheit genutzt hat, um seine Meinung zu sagen und für das einzustehen, was richtig ist. Chuck ist ein Champion und Innovator mit der einzigartigen Fähigkeit, neue Plattformen zu identifizieren, um seine Botschaft zu vermitteln", so der Präsident der Canadian Music Week.

Bei Complex schildert Chuck D, dass ihm Awards nichts bedeuten. Was ihm jedoch wichtig ist: Bei dem Festival in Toronto seine Message an die Leute zu bringen.

Jay-Z & Jack Dorsey rufen Bildungsprogramm ins Leben

Jay-Z und der ehemalige Twitter Ceo Jack Dorsey machen gemeinsame Sache: Die Bitcoin Academy ist ein Bildungsprogramm für die Leute in den Marcy Projects. Es richtet sich also an die Bewohner*innen der Hood, in der auch Jay-Z einst aufgewachsen ist. Menschen, die dort leben, bekommen for free Wissen über Bitcoin und die Finanzwelt an die Hand gegeben. Jay-Z dazu:

"Das einfache Ziel ist es, den Menschen Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um für sich selbst und dann für die Community um sie herum eine Unabhängigkeit aufzubauen."

Jack Dorsey erklärt weiterführend, dass es bei dem Projekt nicht nur um die namensgebende Kryptowährung gehe. Vielmehr stehe "langfristiges Denken, lokale Wirtschaften und Selbstvertrauen" im Fokus der Academy.

HBO Max bringt "Rap Sh!t"

Issa Rae tauchte schon mehrfach in der Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt auf, die jährlich vom Nachrichtenmagazin Time herausgegeben wird. Das Skript der Schauspielerin und Drehbuchautorin bildet nun die Basis für die kommende Serie "Rap Sh!t", die am 21. Juli 2022 auf HBO Max anlaufen soll. Darin will eine All-Female-Rapgruppe durchstarten. Die City Girls waren unter anderem bei der Produktion eingebunden. Einen ersten Trailer kannst du hier sehen:

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