Mit Kool Savas, Fler, Hanybal uvm.: Wenn Deutschrapper internationalen "Beef" haben

Wie das echte Leben ist auch die Welt des Hiphops voller schicksalhafter Begegnungen. Manchmal ist alles cool, manchmal gibt es ein paar Anlaufschwierigkeiten und manchmal läuft es direkt weniger entspannt.

Wir haben fünf skurrile Episoden hervorgetan, die sich zwischen deutschen Rappern und internationalen Künstlern abspielten. Von einem herbeigesnitchten Tweef bis zu einem ungleichen Live-Battle ist alles dabei. Um knallharten Beef handelt es sich natürlich nirgends. Aber da es mit Humor im Internet immer so eine Sache ist, sollte man das lieber im Vorfeld klarstellen.

Hanybal vs. Chris Brown / P. Diddy / 50 Cent

Hanybal: 187 Strassenbande, Stress mit Chris Brown, Soufian, Fußball uvm. (Interview) - Toxik trifft

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Wenn der ehemalige "Bodyguard von Bill Clinton" sich vor einem aufbaut, gilt es die Ruhe zu bewahren. Solch einem stabilen Herren begegnete Hanybal laut eigener Aussage bei einem Club-Besuch in München. Chris Brown soll an dem besagten Abend ebenfalls vor Ort gewesen sein.

Hanybal und der US-Sänger wollten zeitgleich ihre Tanz-Moves auf den Floor bringen. Der Club war aber scheinbar zu klein für beide. Hany war ein paar Getränke schwer und Chris Brown hatte die Kraft gut ausgebildeter Sicherheitsleute. So blieb Hanys Rache für Rihanna fürs Erste ohne Erfolg.

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Nicht nur Chris Brown wurde schon von Hanybal öffentlich zur Rede gestellt. Auch vor legendären Business-Mogulen machte der Frankfurter nicht halt. Mit P. Diddy kam es jedoch zu keinem direkten Aufeinandertreffen. Hier zettelte Hany eine Online-Fehde an. Schließlich soll Diddy laut einer Doku hinter dem Mord an 2Pac stecken. Der auf diesen Erkenntnissen basierende Disstrack kommt! Selbst 50 Cent blieb von Hanys Temperament nicht verschont. Ob jemand die US-Szene im Visier hat? – "Jaaaaa maaaaan!"

Kool Savas vs. Promoe

Promoe - Sag was (Kool Savas diss) [HQ-Sound]

Nun hat uns Promoe einen exklusiven Download-Track zur Verfügung gestellt, den er extra aber nicht nur für seine Fans aus dem deutschsprachigen Raum geschrieben und aufgenommen hat. In diesem rap.de Exklusiv gibt er nun unmissverständlich zu verstehen, dass er mit Deutschlands King Of Rap, Kool Savas, nicht auf einer Wellenlänge liegt.

Ja, richtig gesehen. Ein schwedischer Rapper hat einst Kool Savas gedisst. Wie kam es dazu? Angefangen hat die Geschichte wohl mit einem Beitrag von Kool Savas auf dem Album "Birth of Kool" von Kool DJ GQ. Dort rappt er die Line: "Boom, geh in die Booth und du siehst neben mir scheiße aus, wie der Rapper von Looptroop".

Mit diesem "Rapper von Looptroop" ist Promoe gemeint. Der schwedische MC kriegte offenkundig Wind davon, dass Savas von seinem Äußeren nicht allzu begeistert ist. Der Looptrooper schoss kurzerhand zurück und ließ diese Einschätzung so nicht in der Welt stehen. Sein Track "Sag was" erschien 2008 als Exclusive auf rap.de und blieb bis heute unbeantwortet.

Fler vs. Method Man

Ungewöhnlicher Streit kann nicht ohne den Flizz-Master stattfinden. Fler hat seit langer Zeit mehrere geschäftliche Standbeine. Vor allem in Sachen Mode setzt Flizzy regelmäßig Statements. Für einen Maskulin-Sweater ließ er sich 2014 vom Logo des Wu-Tang Clans inspirieren. Ein aufmerksamer Internetuser steckte das Design wohl an Method Man durch.

Dieser zeigte sich keineswegs begeistert und bat um eine Erklärung. Diese lieferte Fler und sagte, dass es sich bei seinem Sweater-Entwurf um eine Art des Samplings handele. Dieser Vergleich beruhigte Method Man offenbar. Die kurze Diskussion löste sich nämlich in Wohlgefallen auf.

Haftbefehl & Veysel vs. Jeru the Damaja

Haftbefehl, Jeru the Damaja und Veysel Rheinkultur 2011 - Session - Rheinhiphop.de

http://www.facebook.com/Rheinhiphop.de Als ersten Eindruck von der Rheinkultur 2011 präsentieren wir euch exklusiv die Session von Haftbefehl, Jeru the Damaja und Veysel im Backstage-Bereich der Hip Hop Bühne. In den nächsten Tagen folgen Videointerviews mit Celo&Abdi, Jeru the Damaja, Favorite, Akua Naru, Benyo Hussain, Chakuza, Olson Rough, Satán, S.Ai.S, Jamalien und Spas sowie ein Bericht und Bilder zum vorzeitigen Abbruch der Liveshows.

Jeru the Damaja ist jemand, der getrost als Hiphop-Legende bezeichnet werden kann. Der New Yorker MC ist seit 1993 am Start und sollte eine der Hauptattraktionen auf dem Rheinkultur Festival 2011 sein. Bei besagter Veranstaltung schmissen aber nicht nur Haftis Fans Boxen von der Bühne, sondern es spielte sich auch Backstage eine absurde Cypher-Situation ab. Haftbefehl und Veysel forderten die Skills von Jeru the Damaja heraus.

Da die Crowd vom Start weg auf der Seite der deutschsprachigen Rapper war, fand ein fairer Vergleich nicht wirklich statt. Die Performance erweckt im Nachhinein den Eindruck als wäre sich ausschließlich Hafti bewusst gewesen, wer da vor ihm stand. Der Offenbacher Cho zollte höflich Respekt.

Abdi vs. Talib Kweli

talib kweli ft abdi ace hood

(null)

Bei der letzten kleinen Streitigkeit hat auch Haftbefehl seine Finger im Spiel. Brudi Abdi hat nämlich mal einen Vers für einen Song von Talib Kweli und Ace Hood aufgenommen. Als Abdi den US-Rapper auf einem Festival begrüßen möchte, hat dieser der Erzählung nach keine Ahnung, wer da auf ihn zukommt.

Dieses gescheiterte Kennenlernen führte zu Hate aus dem Azzlack-Camp. Talib Kweli gilt fortan nicht mehr als ehrenvoller Dude. Haftbefehl packte diese Einstellung im Track "Generation Azzlack" auf den Takt:

"F*ck die Amis, f*ck Talib Kweli / Denn er wurd' zersägt von meinem Bruder Abdi"

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Kommentare

"F*ck die Amis, f*ck Talib Kweli / Denn er wurd' zersägt von meinem Bruder Abdi"

toll dieser rassismus !

Sorry, menschliches Versagen. Ist angepasst.

Ich bin raus, viel Spaß mit solch tollen Artikeln...

Guck mal genau du Vogel. Das ist Methodman !!!! das Bild findest du mehrfach im Netz und wer da neben Meth steht ? wer ist das dann Redmanklon oder was. Peinlich für dich!!!!!

Deine Meinung dazu?

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"Jahrelang mein Maul gehalten": Ali Bumaye richtet sich nach Großrazzia an Bushido

"Jahrelang mein Maul gehalten": Ali Bumaye richtet sich nach Großrazzia an Bushido

Von Michael Rubach am 23.09.2020 - 15:12

Gestern wurden das Anwesen von Arafat Abou-Chaker in Kleinmachnow (Brandenburg) und diverse Wohnungen sowie Geschäftsräume von der Polizei durchsucht. Im "ZDF-"heute journal" war von einer "Großrazzia in der Rapperszene" die Rede. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt unter anderem wegen des Verdachts auf Steuerbetrug und Geldwäsche. Dabei wurde wohl auch Ali Bumayes Mutter von den einrückenden Ermittlern überrascht. Der ehemalige EGJ-Künstler machte auf Instagram Bushido persönlich für diese unschöne Begegnung verantwortlich und kündigte an, nun selbst in die Offensive gehen zu wollen.

Razzia bei Arafat Abou-Chaker: Millionen beschlagnahmt

In Berlin, Brandenburg und der Schweiz: Ungefähr 300 Beamte vom Berliner LKA sowie die Steuerfahndung wurden Dienstagmorgen in insgesamt 18 Objekten vorstellig. Der Verdacht: "Steuerstraftaten in erheblichem Umfang im Zusammenhang mit Managementleistungen innerhalb der 'Rapszene'". Die Ermittlungen würden sich gegen vier Personen richten, die zum Teil der organisierten Kriminalität zuzurechnen seien.

Arafat Abou-Chaker hat sich auf Instagram in einem Statement zu den Durchsuchungen geäußert. Dabei hinterfragt er das Vorgehen der Polizei und Presse mehrfach.


Foto:

Screenshot via instagram.com/arafat

Bei der Razzia sind nach Informationen der Berliner Morgenpost mehrere Millionen Euro beschlagnahmt worden. Ebenso habe man Geschäftsunterlagen und Datenträger sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssten. Die Zeitung will außerdem wissen, dass die Ermittlungen gegen Arafat Abou-Chaker bereits seit Monaten andauern. Die jetzige Durchsuchung gehe jedoch darüber hinaus auf "Nebenerkenntnisse" aus anderen Verfahren zurück.

Dabei könnte es sich um den laufenden Prozess von Bushido gegen Arafat Abou-Chaker handeln. Geld ist dort fortwährend ein bestimmendes Thema. Das Verfahren wurde unlängst unterbrochen, nachdem sich der Gesundheitszustand der Mutter von Arafat Abou-Chaker drastisch verschlechterte. Sie verstarb vergangene Woche. Laut Tagesspiegel dauert die Prozesspause noch bis zum 30. September an.

Ali Bumaye vs. Bushido: "Genießt die Show"

In seiner Insta-Story richtete sich Ali Bumaye nach der Razzia direkt an Bushido. So sollen 40 Mann die Wohnung seiner Mutter gestürmt haben, weil "ein gewisser Herr Bushido Scheiße labert". Wer Ali Bumaye in den letzten Jahren verfolgt hat, dürfte mitbekommen haben, dass er sich auch nach den Zerwürfnissen bei EGJ nicht an öffentlichen Streitereien beteiligte. Anfang 2019 wünscht er in einem Interview "jedem nur das Beste". Nun scheint jedoch eine Grenze überschritten worden zu sein. Die Schuld sieht Ali Bumaye offenbar klar auf der Seite von Bushido und lässt seinen Gefühlen freien Lauf:

"Lieber Bushido, ich habe jahrelang mein Maul gehalten und wollte mich nie da einmischen. Vor allem nicht öffentlich, weil ich das einfach nicht gut finde. [...] Aber ich verstehe dich: Du bist einfach nur frustriert mit deinem Wanderpokal da Zuhause. Aber jetzt mein Freund hast du's endlich: Lass uns anfangen! Ich bin dabei. Das genau meine Spezialität. Also anschnallen: F*tze!"

Die Bilder seiner weinenden, zitternden Mutter hätten ihn zu einem Umdenken bei seinem zukünftigen Umgang mit Bushido bewogen. Er könne sich das in dieser Form nicht gefallen lassen. Alle Beobachter*innen sollen nun die Show genießen, die fortan abgehen werde. Was Ali Bumaye damit meint, lässt sich vorerst nur erahnen.

Für den kommenden Sonntag hat er für 12 Uhr ein Statement auf seinem YouTube-Kanal angekündigt. Auf Instagram teaste der Berliner zudem einen Song an, der sich um einen "Urlaub in Mykonos" und eine "fiktive Person" drehen soll. Es scheint auf eine ziemlich private Ebene zu gehen.


Foto:

Screenshot via instagram.com/alibumaye

Aus Sicht der Polizei verlief der Großeinsatz übrigens "unproblematisch". Das sieht Ali Bumaye offenkundig gänzlich anders.


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