Mit eigener Kollektion: Supreme ehrt einen bedeutenden Künstler

Supreme ist heutzutage vielen vorrangig als gehypte Brand bekannt, deren Kollektionen innerhalb von Sekunden vergriffen sind. Doch auch abseits dieser Hypes schaffen es James Jebbia und sein Team immer wieder interessante Ausflüge in die zeitgenössische (Pop-)Kultur mit aktueller Mode zu verbinden. Der aktuellste Coup ist eine Kollektion zu Ehren des Künstlers Mike Kelley.

Die Kunst Mike Kelleys

 

Kelley gilt als einer der bedeutendsten Künstler seiner Generation. Der 1954 in Michigan geborene und 2012 in Los Angeles verstorbene Installations- und Performancekünstler thematisierte in seinen Werken Weltanschauungssysteme und die Abhängigkeiten der in ihr existierenden Menschen. Er drückte sich in ganz verschiedenen Formen aus: Er zeichnete, stellte Sammlungen und Collagen zusammen, schrieb Texte und kreierte Videoinstallationen. Besonders bekannt wurde er ab Anfang der 1980er, als er anfing aus gehäkelten Decken und Stoffpuppen, die er auf Flohmärkten zusammengekauft hatte, Collagen und Installationen zu erschaffen. Sein möglicherweise bekanntestes Werk stammt von 1987 und trägt den Titel "More Love Hours That Can Ever Be Repaid And The Wages of Sin".

Die Kollektion umfasst unter anderem Shirts, Workwear und Hoodies

 

Folgerichtig ist es auch eines der Motive, das Supreme gemeinsam mit der Mike Kelley Foundation ausgewählt und auf den verschiedenen Pieces der Kollektion angebracht hat. Insgesamt wird es eine Workwear Jacke, ein Workwear Shirt, ein Shirt aus Rayon, zwei Hoodies, ein Crewneck Sweatshirt, drei T-Shirts und acht verschiedene Skateboarddecks geben. Die Stücke werden mit verschiedenen Motives des Künstlers bedruckt und zusätzlich von Supreme gebrandet sein. Hier kannst du dir eine Auswahl der Stücke ansehen: 


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Supreme


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Neben dem oben bereits erwähnten bekannten Werk werden außerdem die Werke "Ahh...Youth!" oder die "Reconstructed History Series" verwendet. Einen Überblick über alle Fotos und Infos zur Kollektion findest du hier. Die Stücke wird es ab morgen in den Supreme Stores in London, New York, Los Angeles und Paris oder online bei Supreme direkt zu kaufen geben. 

Wie es Supreme mit einer beeindruckenden Guerilltaktik von der Skate- zur Hypebrand schaffte, erfährst du hier:

 

 

Vom Skateshop zur heißesten Brand der Welt: So erzeugte Supreme den Hype

Big Ben, Buckingham Palace oder das London Eye sind Dinge, die genannt werden, wenn es um Londoner Sehenswürdigkeiten geht. Samstags mit hunderten anderen Touris Schlange stehen? "Besser nicht", dachte ich mir und machte mich auf, um mir den Londoner Supreme Store anzusehen. Immerhin gibt es davon in Europa nur zwei, während es dutzende Kirchtürme, Riesenräder und Paläste gibt.

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Palm Angels-Chef widerspricht Virgil Abloh: Streetwear ist nicht tot

Palm Angels-Chef widerspricht Virgil Abloh: Streetwear ist nicht tot

Von Alina Amin am 11.02.2020 - 18:43

Hemden weg und Hoodies wieder aus dem Altkleidercontainer holen, denn: Streetwear ist doch nicht tot! Nach Virgil Ablohs großer Prophezeiung über den Tod von Jogginganzug und Co im Dezember können wir nun alle getrost aufatmen und das graue Jackett ganz hinten in Vaters Kleiderschrank verstauen. Das versichert uns zumindest der Palm Angels-Chef Francesco Ragazzi.

Das Ende der Streetwear: Palm Angels-Chef widerspricht Virgil Abloh

Auf seiner Modenschau am vergangenen Sonntag erzählte dieser nämlich dem Magazin Highsnobiety im Backstage-Interview, dass Streetwear definitiv lebendig sei. 

Auf die Aufforderung, seine Meinung zur allseits entfachten Diskussion zu äußern, sagte er: 

"Ich hasse es zu sagen, dass Streetwear tot sei. Streetwear ist nicht tot. Man sieht hier niemanden, der einen Anzug trägt."

("I hate to say streetwear is dead. Streetwear is not dead. You don’t see anyone here wearing a suit.")

Und damit hat er (für den Moment) wohl ziemlich Recht. Nach der Prophezeiung von Abloh für die neuen 20er-Jahre hat sich sichtlich wenig verändert – Jogginghosen, Pullis und Sneakers sind nach wie vor der Go-to-Standard für jeden, der fresh aussehen will. Zugegebenermaßen ist in den letzten zwei Monaten auch nicht viel Zeit vergangen, aber: Die Laufstege sagen fürs kommende Jahr, ganz nach dem Streetwear-Spirit, lockere Schnitte und viel Unisex voraus.

Palm Angels als Streetwear-Botschafter

Francesco Ragazzi ist einer der Visionäre, die Jugendkultur laufstegfähig gemacht haben. Seine Marke Palm Angels ist gerade mal knapp fünf Jahre alt und spielt ganz weit oben am Fashion-Himmel mit. Vor einigen Jahre fotografierte er als damals neuer Chef des Labels noch Skater in Los Angeles, jetzt bekleidet er mit Palm Angels Rapper, Stars und die, die so aussehen wollen.

Dabei sucht er sich stets Inspiration im echten Leben – also auf der Straße. So bringt er T-Shirts, Jacken und Jogginghosen raus, die sich getreu der Ursprünge an Szene, Sport und Skater-Kultur orientieren. Und das ziemlich erfolgreich, denn seine Modenschau war trotz laufender Oscars mehr als gut besucht. 

Und auch hierzulande ist Raggazis Kleidung längst angekommen. Dafür reicht ein kurzer Blick auf die Outfits unserer Lieblingsrapper. Hatte Virgil Abloh also Unrecht? Mit Sicherheit wird man das erst in ein paar Jahren sagen können. Denn seine Aussage bezog sich bestimmt nicht auf die unmittelbare Zukunft, sondern auf die langfristige Entwicklung in der Modewelt.

Tatsächlich ist Nachhaltigkeit nach wie vor der führende Trend in der Modeindustrie. Vintage ist hot und Second-Hand Läden werden bei Modefans stets beliebter. Ein genauer Blick zeigt aber: Sportkleidung von Nike, Adidas und dergleichen dominiert immer noch die Kleiderstangen – besonders die der Gebrauchtwaren-Fans. Denn gerade Vintage-Sportkleidung steht ganz hoch im Kurs. Das große Ende der Streetwear-Ära wird wohl vorerst vertagt.


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