KC Rebell ist bei seinem langjährigen Freund und einstigen Pottweiler-Kollegen Kee-Rush im "Irgendwas mit Culture"-Podcast zu Gast und spricht dort so offen wie noch nie zuvor über seinen vergangenen Beef mit PA Sports. Dabei geht er darauf ein, was seiner Meinung nach zum Bruch geführt hat. Und er erklärt, was für eine potenzielle Versöhnung passieren muss.
KC Rebell spricht über damaligen Beef mit PA Sports
Zum Ende der Podcastfolge, die entsprechend auch den verheißungsvollen Titel "KC Rebell bricht sein Schweigen" trägt, stellt Kia die Frage, ob KC sich erklären könne, wieso PA damals "Guilty 400" veröffentlicht hat. Dies bejaht KC, gibt aber auch zu verstehen, dass er eigentlich nicht öffentlich über dieses Thema sprechen würde und in diesem Fall nur für Kia eine Ausnahme mache.
Konkret ins Detail geht der Essener in seiner darauffolgenden Erklärung nicht. Er gesteht allerdings ein, dass es "zwei, drei Punkte" gab, in denen er sich von seinem Ego habe leiten lassen. Diesbezüglich könne er PAs damaligen Frust heutzutage nachvollziehen. Nichtsdestotrotz ist er weiterhin der Meinung, dass diese Dinge nicht so schwerwiegend gewesen seien, dass man den Konflikt in die Öffentlichkeit hätte tragen müssen. Er glaube, dass sich PA zu diesem Zeitpunkt in einer Phase befunden habe, in der viel schiefgelaufen sei, wofür dieser dann die Schuld bei anderen gesucht hätte. Womöglich in Teilen auch zu Recht:
"Vielleicht habe ich ihn auch gef*ckt in zwei, drei Punkten. Kann sein. Es gibt aber trotzdem eine Realität von mir noch. Nur weil ich das nie ausgesprochen habe, heißt das nicht, dass ich das nicht noch mit mir trage."
Dennoch könne er heute sagen, dass es wahrscheinlich besser gewesen wäre, das eigene Ego zurückzustellen und ein paar Schritte aufeinander zuzugehen.
Dass PA Sports seinen Disstrack dafür genutzt hat, um dreckige Wäsche zu waschen, die eigentlich gar nichts mit ihm zu tun hatte, könne KC nicht nachvollziehen. "Er hat einfach versucht, mir zu schaden." Das habe ihn hart getroffen und halle bis heute nach:
"Das war die größere Enttäuschung bei mir. Weil ich mir gedacht habe: Du hast keinen deepen Song gebracht, wo du diese zwei, drei Punkte aufgearbeitet hast, wo du sauer mir gegenüber warst. Sondern du hast hier einfach Sachen preisgegeben."
Für alle, die sich nicht mehr erinnern: PA Sports hatte auf "Guilty 400" unter anderem die Trennung von KC Rebell und dessen damaligem Label Banger Musik enthüllt sowie einige Konflikte, die bis dato nur hinter den Kulissen liefen, in den Mittelpunkt gestellt. So behauptete er beispielsweise, dass KC schon bei seiner Vertragsunterschrift ihm gegenüber gesagt hätte: "Lass mich zwei, drei Jahre machen und dann scheiß' ich auf die Hunde". Außerdem ging es um angeblich nicht gezahlte Rechnungen für Ghostwriting-Jobs von Moe Phoenix und Leute, die im Zuge des Beefs mit Xatar "abgesägt" worden seien, obwohl sie sich für KC geradegemacht hätten.
Wie steht es um eine Versöhnung zwischen KC Rebell & PA Sports?
Das sei auch das primäre Thema, das es noch aus der Welt zu schaffen gelte, wenn es um eine potenzielle Versöhnung der beiden geht. Dieser Track, "wo viele Sachen gesagt und erwähnt wurden, die gar nicht sein Bier" waren, "das ist der Grund, warum ich bis heute noch sage, vielleicht braucht es noch ein paar Gespräche".
Dass PA den Song inzwischen offline genommen hat, wisse er zu schätzen und es sei ein Schritt, den KC ihm hoch anrechne. Aber um einen Strich unter die Sache zu ziehen, müsse man sie auch wirklich endgültig aus der Welt schaffen.
Gleichzeitig betont er, nichts einfordern zu wollen – PA sei ihm nichts schuldig. Auch wenn er überzeugt ist, dass eigentlich beide den Wunsch hegen würden, endgültig Frieden zu schließen. Immerhin hätten sie sich in der letzten Zeit schon eindeutig angenähert: "Das war wie so ein Rumlecken, aber noch nicht Reinstecken." Noch vor fünf Jahren sei KC auf dem Trip gewesen, dass er sich niemals vertragen würde. Aber dieser Groll schwinde mit dem Alter einfach.
Das ganze, nochmal deutlich ausführlichere, Gespräch gibt es hier (ab 1:11:38 geht es um PA Sports):
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