"How High 2": Alles, was ihr über die Fortsetzung des Kultfilms wissen müsst

Stoner-Komödien sind ein bisschen aus der Mode bekommen. Um die Jahrtausendwende waren Filme wie "Half Baked", "Lammbock", "Grassgeflüster", "Harold & Kumar" und nicht zuletzt "How High" absolute Publikumsmagneten. Method Man und Redman besaßen damals alle erforderlichen Merkmale, um die Kiffer-Kumpel Silas und Jamal glaubhaft verkörpern zu können.

2019 kommt mit "How High 2" die Fortsetzung eines des wohl größten Klassikers des vernebelten Genres auf uns zu (hierzulande lief der Film auch unter dem Titel: "So High"). In den letzten Monaten sind immer mehr Details zum zweiten Teil des Kultfilms durchgesickert. Wir haben hier zusammengefasst, was inzwischen alles bekannt ist.

Hier geht's zum Trailer!

Neue Besetzung

Bei den Hauptrollen wurde wieder in der Rapwelt gecastet. Jungstar Lil Yachty spielt in "How High 2" einen Typen namens Roger. Dieser soll der jüngere Bruder von einem der Charaktere aus dem ersten Film sein. Lil Yachty ist auf Schauspielebene kein vollkommen unbeschriebenes Blatt. Er wirkte schon bei der TV-Serie "Lopez" mit und synchronisierte den Superhelden Green Lantern für einen Animationsfilm.

An seiner Seite wird DC Young Fly stehen, der sein Können vor der Kamera in "Almost Christmas" oder "Armed" zur Schau gestellt hat. Auch ist er in der Hiphop-Comey-Serie "Wild 'N Out" zu sehen gewesen. Eine Nebenrolle soll zudem vom aufstrebenden Atlanta-Rapper Lil Baby besetzt werden.

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Method Man & Redman

Fans stellen sich unweigerlich die Frage, was mit den alten Haudegen Method Man und Redman passiert. Die beiden haben schließlich nicht unwesentlich zum Erfolg des ersten Teils von "How High" beigetragen. In den letzten Jahren äußerten sie sich regelmäßig zur Realisation von "How High 2". Rechtliche Angelegenheiten schienen der Arbeit an dem Projekt immer wieder im Wege zu stehen.

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In der Fortsetzung der Komödie wird es maximal für einen Kurzauftritt reichen. Momentan sieht es aber auch danach nicht aus. In einem Interview beim Grass Roots Podcast zeigt sich Redman enttäuscht darüber, wie sich die Verantwortlichen verhalten haben. Er und Method Man seien in die aktuellen Fortsetzungspläne nicht eingeweiht gewesen. Da Redman und Method Man keine Rechte an "How High" besäßen, könnten sie nichts unternehmen.

"And they didn't need permission from us because we don't have the rights. They decided they were going to shoot 'How High 2' [...] they wanted to get younger people"

Redman sieht sich um den Lohn einer mehr als zehnjährigen Promotour gebracht. Schließlich habe er zusammen mit Method Man immer wieder über "How High 2" gesprochen und an den Film erinnert. Auch arbeiteten wohl bereits Autoren an einem Drehbuch, auf das Redman aktuell noch warten würde. Mit der Besetzung von Lil Yachty und DC Young Fly habe er aber kein Problem. Das komplette Statement von Redman kannst du ungefähr ab Minute 52:00 hören:

Redman explains How High 2 situation, Drake's The Shop PR-ish Appearance | Grass Routes Podcast #88

Brandon killabh Hall, Erin Ashley Simon, Regular Naz and Wylson jump right into today's episode talking about Drake's comments on LeBron's The Shop show (3:02), take time to give reviews on Quavo, T.I., Belly and various projects that dropped (22:03) and call up Redman to give the real details on

Inhalt

"How High 2" spielt in Atlanta. Es geht von der Harvard-University also in die Keimzelle des Trap-Movements. Ab diesem Punkt ist relativ offen, was genau in dem Sequel passiert. Unstrittig ist, das Gras eine starke Rolle einnehmen wird.

Zwei verpeilte Freunde sollen sich auf eine Reise begeben, um ihr verlorenes Gras aufzuspüren. Ziel der Unternehmung soll die Gründung eines eigenen Start-Ups sein, das Kunden betreut, bei denen nach dem Konsum der große Hunger einsetzt. In der Pressemitteilung von Universal ließt sich das folgendermaßen:

"'How High 2' chronicles two young 'potrepreneurs' on a magical hash-fueled journey to fund their on-demand munchies delivery start-up."

Drehbuch und Produktion

Für das Drehbuch sind wie erwähnt nicht die Leute am Werk, die Method und Redman im Sinn hatten. Stattdessen haben sich Universal 1440 Entertainment und MTV für eine Reihe von Autoren entschieden, die zum Beispiel schon für Family Guy, Futuruma und Comedy-Shows in Erscheinung getreten sind. Als Regisseur wurde Bruce Leddy engagiert. "MADtv" und "Last Week Tonight with John Oliver" zählen zu seinen Referenzen.

Der Vizepräsident von Universal 1440 Entertainment erklärt, wieso man sich für eine generelle Neuausrichtung der Marke "How High" ausgesprochen hat. Es galt das Franchise mit neuem Leben zu füllen und auch die alten Fans mit ähnlichem Wahnsinn zu unterhalten.

"This present-day telling will bring newcomers into the world of 'How High' as well as provide the same priceless antics fans of the original will expect."

Möglicher Veröffentlichungszeitraum

In Bezug auf das Release von "How High 2" ist zumindest sicher, dass der Film aktuell gedreht wird. Ende September fanden noch Castings statt. Irgendwann im Jahr 2019 dürfte es also soweit sein. Das Portal Deadline nennt den Frühling als angepeilten Veröffentlichungszeitraum.

Wer nun erstmal lieber in alten Erinnerungen schwelgen möchte, kann sich hier den Soundtrack zum ersten Teil des Films gönnen oder den alten Trailer schauen:

How High

How High, an album by Various Artists on Spotify

How High Trailer

(null)

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Eminem vs. Snoop Dogg: Method Man durchleuchtet die Umstände des Streits

Eminem vs. Snoop Dogg: Method Man durchleuchtet die Umstände des Streits

Von Michael Rubach am 10.02.2021 - 14:03

Ein drohender Beef zwischen den Rapschwergewichten Eminem und Snoop Dogg wurde aus der Welt geschafft, bevor er so richtig ausgebrochen ist. Jemand, der das Treiben der beiden Giganten von außen beobachtet hat, ist Method Man. Im Podcast "My Expert Opinion" des Battle-Rappers Math Hoffa (neulich trafen sich beide noch zum "Legends Only"-Battle) äußerte sich die Wu-Tang-Clan-Ikone ausführlich zu dem zurückliegenden Streit zwischen Em und Snoop. Nach anfänglicher Distanzierung von dem Thema analysiert er regelrecht, was da genau schief gelaufen sein könnte.

Method Man schaut auf flüchtigen Beef zwischen Eminem & Snoop Dogg zurück

Warum sah es überhaupt kurzzeitig nach einem Schlagabtausch zwischen Eminem und Snoop Dogg aus? Aus Method Mans Perspektive ist das öffentliche Podium dabei ausschlaggebend. Hätten sich beide demnach in einem privaten Umfeld ähnliche Dinge an den Kopf geworfen, wäre der Streit nie derart hochgekocht.

"In einem Raum, in dem nur wir sind, sagen wir uns als Jungs gegenseitig so etwas. 'Ich feier deinen Scheiß nicht' – und es wird in keinster Weise falsch aufgenommen. Aber wenn es in einem öffentlichen Forum geschieht, nimmt es ein ganz anderes Licht an. Ich kann hier sitzen und zu meinem besten Freund Joey sagen: 'Halt die Klappe Joey!' Wenn es nur ich und er sind, wird er es mir auf keinen Fall übelnehmen. Aber wenn wir in einem Raum voller Motherf*cker sind, nimmt es fortan eine ganz andere Wendung."

("In a room with just us in it, when we boys, we say shit like that to each other. I don't f*ck with your shit. And it's not taken in any way. But when it's in a public forum, it takes on a whole different light...I can sit here and tell my best friend Joey, shut the f*ck up Joey. When it's just me and him, he won't take it no type of way. But when we in a room full of motherf*ckas, now it takes on a whole other light.")

Aus so einer kumpelhaften Ansage wurde bekanntlich nichts: Nachdem Snoop bei seiner Top 10 der besten Rapper*innen aller Zeiten auf Em verzichtete und erklärte, auch ohne Musik von Slim Shady gut leben zu können, widmete dieser der Westcoast-Legende einen Diss auf dem Track "Zeus". Daraufhin sagte Snoop in einer Kommentarspalte sinngemäß: "Betet, dass ich auf diese Weicheischeiße nicht antworte." Schließlich kühlte sich die Sache wieder ab. Die Meinungsverschiedenheiten konnten offenbar beigelegt werden.

Nach seiner einleitenden Einschätzung holt Method Man richtig aus. Auf der einen Seite hätte sich Eminem seiner Ansicht nach Snoop Doggs Kommentar nicht so zu Herzen nehmen sollen. Es sei so Gerede gewesen.

"Em hätte es als Sache betrachten sollen, die Jungs halt so machen. Er mag deine Musik nicht, wen juckts ? Er sagt nicht, dass er nichts mit dir anfangen kann. Er hat nur gesagt, dass er deine Musik nicht spielt. Für Eminem, der nicht nur von weißen Kindern, sondern auch von Schwarzen verehrt wird – wir wissen, dass er das Genre respektiert. Wenn Leute Grenzen ziehen wollen, ach diese Scheiße war schon da. Es gibt solche Eminem Stans, der N*** a könnte die wackste Bar bringen und sie wären so 'oh mein Gott, hast du gehört, was Eminem gerade gesagt hat?' Das Gleiche gilt für Snoop. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Em Verses von Snoop gehört hat, und dann dachte: 'Diese Sache war Müll.' Er könnte Snoop das sagen, aber Em ist so eine Person, die Snoop das nur an einem sicheren Ort erzählen würde, weil er die Konsequenzen versteht, die es mit sich bringt, das öffentlich zu machen.

("I think Em should have looked at it as boys being boys. He don't like your music, so? He ain't say he don't f*ck with you. He just said he don't play that shit. For Eminem, who's revered not just by white kids but black people, cause we know he respects the genre...If people want to draw lines in the sand, that shit was already there. There's such Eminem Stans, the n***a could say the wackest bar and they'd be like oh my god, did you hear what Eminem just said? Same thing with Snoop. I'm pretty sure Em heard verses from Snoop where he was like 'that shit was garbage.' He could tell Snoop that, but Em is the type of person who would only tell Snoop that in a safe space because he understands the ramifications of making that public.")

Offenbar hätte Method Man dem guten Snoop mehr Medienkompetenz zugetraut. Diesen Punkt vertieft der New Yorker MC noch. Alles, was Snoop Dogg auf seinem Berühmtheitslevel tue und sage, finde heute unter den Augen der Öffentlichkeit statt. Eine Prise Humor würde im Umgang miteinander zudem immer helfen.

"Snoop hingegen ist nicht einmal mehr Rapper. Er ist jenseits des Superstar-Status. Alles, was er tut, ist ein öffentliches Forum, du musst es mit Humor nehmen. Einmal sagte ich, Snoop sei der schlechteste Rapper/Schauspieler, den ich je gesehen habe. Das nächste Mal, als ich Snoop gesehen habe, war gar nichts! Der N*** a hätte gleich zwei F*cks geben können, weil er den Scheck eh schon bekommen hat."

("Snoop on the other hand, he's not even a rapper no more. He's beyond superstar. Everything he does is public forum, you gotta take it with a grain of salt. One time I said Snoop was the worst rapper/actor I ever seen. Next time I seen Snoop, it wasn't nothing! The n***a could have given two f*cks cause he got the check already!")

Method Man stellt während seiner Analyse auch heraus, dass Eminem über keine sonderlich "dicke Haut" verfüge. Wenn ihm jemand in der Vergangenheit quergekommen sei, dann habe das Eminem stets zu einem Punkt gebracht, an dem er Karrieren zerstört hätte. Der Wu-Tang-Member erklärt, dass er genau diesen Spirit liebe und darauf die gesamte Hiphop-Kultur basiere. Diese Art von hasserfüllter Energie sei von Eminem in dem aktuellen Fall nicht ausgegangen. Snoops Kommentar hätte ihn verletzt, aber nicht in Brand gesetzt.

Hier kannst du dir sämtliche Ausführungen von Method Man anschauen:


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