Hiphop.de im Home Office: Was hat sich durch Corona geändert?

Hiphop.de arbeitet zum Großteil sowieso schon viel im Home Office. Aber natürlich ändert sich auch für uns einiges durch den Coronavirus. Wie wir mit Physical Distancing, freiwiliiger Isolation und Lockdown so klarkommen, was wir für Home Office-Tipps geben und wie es uns geht, könnt ihr hier nachlesen. Das soll euch Einblicke in unsere Arbeit und vielleicht den einen oder anderen hilfreichen Tipp geben. Gleichzeitig soll euch das im Idealfall natürlich auch aufmuntern, weiter durchzuhalten.

Aber wir wollen auch von euch wissen, wie es euch geht, was ihr tut, um mit den besonderen Umständen klar zu kommen und welche Tipps ihr für uns und andere habt.

Toxik hat doppelt so viel zu tun, aber das ist nicht nur schlecht

Wie geht's Dir, was macht Dir zu schaffen, was ist super? Mir geht's gut. Ich bin zuhause und arbeite – das habe ich auch ohne Krise jahrelang gemacht. Ich bin sehr stolz darauf, wie unser Team in der Situation über sich hinauswächst. Super ist außerdem, dass ich meine Kinder dem ganzen Tag lang sehe, auch wenn ich selten wirklich Zeit habe. Ich glaube, ich hatte nie mehr zu tun. Ich will meinen Job machen. Ich will Hiphop.de und ManeraMedia durch diese Situation bringen. Ich weiß, dass mein Umfeld unter dem harten Kurs leidet. Das Team hat sehr viel Druck und viel zu tun. Und bei der Kinder-Betreuung bin ich auch keine große Hilfe.

Betreibst Du Social Distancing, kannst Du Dich isolieren? Die meisten können bei uns Zuhause arbeiten. Wegen denen, die raus müssen, mache ich mir Gedanken. Ich gehe mal Einkaufen oder zur Post und am Wochenende mit den Kindern in den Wald. Ich glaube, an 6 von 7 Tagen bin ich zuhause.

Wie wirkt sich die Kontaktsperre auf Deine Arbeit aus? Es ist doppelt so viel zu tun, weil wir uns aktiv an die neue Situation anpassen. Wir sind stärker gefragt denn je, weil jetzt sowohl Journalismus, als auch Entertainment wichtig sind. Man kann in solchen Situationen alles gewinnen und alles verlieren. Geld zu verdienen, ist viel schwerer geworden. In den ersten zwei Wochen war es einfach wild. Man konnte keine 2 Meter planen.

Was hilft Dir dabei, mit der aktuellen Lage klarzukommen? Ich habe eine große Wohnung, bin hier nicht alleine und noch wurde niemand, den ich kenne, schwer krank. Ich habe keinen Grund, mich zu beschweren. Ich weiß, dass es von einem Moment auf den anderen viel schlimmer werden kann. Ich habe in den letzten Jahren versucht, an meinen Einstellungen zu arbeiten und darüber nachgedacht, wie ich so gut wie möglich mit schweren Situationen umgehen kann. Das hilft sicher auch. Vor allem geht es mir gut, weil ich etwas Wichtiges zu tun habe. Ich habe das Gefühl, dass ich etwas bewegen kann. Das ist eine Situation, in der man über sich hinauswachsen kann. Noch bekomme ich davon so eine Art Runners High.

Welche Tipps gibst Du Leuten, die jetzt neu im Home Office sind? Mach Sport, trag nicht nur Jogginghosen, arbeite nicht auf dem Sofa, trink nicht jeden Abend Alkohol und bleib nicht bis 4 Uhr wach. Ich weiß, wovon ich rede. Wenn jemand außerdem weiß, wie man Arbeit und Privatleben trenne kann – sag an.

Minel rät: Macht euch nicht verrückt

Wie geht’s Dir in diesen turbulenten Zeiten? Mir persönlich geht es gut. Ich finde es toll, dass wir immer noch die Möglichkeiten haben, einkaufen zu gehen oder zu arbeiten, im Gegensatz zu anderen Ländern. Daher schätze ich es sehr.

Betreibst Du Social Distancing, kannst du dich isolieren? Social Distancing ist kein Problem für mich, es hat ja alles einen Grund. Würden sich mehr dran halten, dann müssten wir es auch immer weniger durchziehen :)

Wie wirkt sich die Kontaktsperre auf deine Arbeit aus? Mal so, mal so. Ich habe zum Glück immer noch die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten. Dennoch leidet mein Hauptjob sehr drunter, da fast alle meine Aufträge wegfallen.

Was hilft dir dabei, mit der aktuellen Lage klarzukommen? Ich gehe gerne an der frischen Lust spazieren (da wo wenige Menschen sind), verbringe Zeit im Garten, backe und koche super gerne oder male. Da aber alles zu hat, fehlen mir mittlerweile die meisten Utensilien. :)

Welche Tipps gibst Du Leuten, die jetzt neu im Home Office sind? Macht euch nicht verrückt. Plant euren Tag inhaltlich und arbeitet alles Schritt für Schritt ab. Genauso wichtig sind Pausen, ob es ein virtuelles Treffen ist oder man sich einfach etwas bewegt. Und das wichtigste: Frische Luft!

Eminem, Jay-Z, Rihanna & mehr: So helfen sie in der Corona-Krise

Es macht keinen Spaß, aber das Thema Corona wird uns alle noch eine Zeit lang begleiten. Es geht darum, die Situation durchzustehen. Jeder kann dabei seinen Teil beitragen. Die Prominenz hat naturgemäß ein bisschen mehr Kleingeld auf der hohen Kante und ist zu weitreichenderen Moves in der Lage als der Durschnittsverdiener.

Alina setzt auf Routinen & Schreibtisch

Wie geht’s Dir, was macht Dir zu schaffen, was ist super? Grundsätzlich geht es mir ganz gut. Natürlich vermisse ich das Raus- und Ausgehen, aber im Moment geht es noch. Zu Schaffen macht mir mein inzwischen nicht vorhandener Schlafrhythmus – ich bin total träge geworden seit der Quarantäne. Super ist die viele Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann. Ohne den Alltagstrubel bin ich da deutlich entspannter. Außerdem habe ich endlich Zeit dafür gefunden, Sport (natürlich zuhause) zu machen und einfache Sachen zu schätzen. Ich mache zum Beispiel regelmäßige Spaziergangs-Dates mit meinem Freund aus. Wir spazieren dann einfach eine Stunde durch der Gegend. Das macht unheimlich Spaß.

Betreibst Du Social Distancing, kannst Du Dich isolieren? Ja und nein. Ich treffe mich kaum mit Freunden und besuche auch niemanden. Aber bei mir Zuhause sind so viele Menschen, dass es sich nicht wirklich nach Social Distancing anfühlt. Das ist einerseits sehr nice, weil ich nie wirklich das Gefühl habe, einsam zu sein, wie einige andere gerade. Andererseits trage ich durch den engen Kontakt zu so vielen Menschen auch viel mehr Verantwortung, was mein weiteres Quarantäne-Verhalten angeht.

Wie wirkt sich die Kontaktsperre auf Deine Arbeit aus? Ich arbeite konzentrierter. Prokrastination ist für mich seit der Kontaktsperre kein Problem mehr, da ich das am liebsten mit sozialen Kontakten mache. Das fällt jetzt weg (Telefonate gehe ich deutlich disziplinierter an!). Also wirkt sich die Lage insgesamt schon positiv auf meine Arbeit aus.

Was hilft Dir dabei, mit der aktuellen Lage klarzukommen? Routinen helfen mir immens. Ich habe beispielsweise angefangen, mich strikt an meine neue Hautpflege Routine zu halten und jeden Abend ein wenig aufzuräumen. Dadurch kompensiere ich auch ein wenig den Verlust vom normalen Alltag, den wir alle irgendwo haben. Und natürlich spazieren gehen.

Welche Tipps gibst Du Leuten, die jetzt neu im Home Office sind? Nicht im Bett und Pyjama arbeiten! Schreibtisch is the way to go – besonders zuhause.

KOOL SAVAS über Hanau-Song, Quarantäne-Modus, seine Werte & Verschwörungen (Interview) - Auf Abstand

Kool Savas hat am Freitag bei unserem Twitch-Programm "Auf Abstand" vorbeigeschaut und mit Toxik und Clark über viele wichtige Themen gesprochen, die jeden Rapfan berühren sollten. Ausgehend vom Benefiz-Song "Bist du wach?" für Hanau sprachen die drei über ganz grundsätzliche Themen des gesellschaftlichen Miteinanders sowie Erkenntnisse und Chancen, die uns die aktuelle Krise bringen kann.

Michael empfiehlt Kaffee & frische Luft

Wie geht’s Dir, was macht Dir zu schaffen, was ist super? Da die Abweichungen zu meinem sonstigen Alltag minimal sind, geht's mir soweit ganz gut. Am störendsten finde ich die Kontaktsperre. Das zunehmend gute Wetter ist da leicht belastend. Einige länger geschmiedete Pläne wurden durch Corona durchkreuzt – mit großer Wahrscheinlichkeit wird auch mein bereits gebuchter Urlaub von Corona betroffen sein. Grade schwer vorstellbar, dass ich in zwei Monaten über den Atlantik fliegen darf.

Betreibst Du Social Distancing, kannst Du Dich isolieren? Ich probier schon, mich möglichst nicht nach draußen zu begeben. Wir haben einen kleinen Garten hinter der Wohnung. Da bin ich mal sozial distanziert an der frischen Luft. Da ist ne safe Sache. Da meine Bastelfähigkeiten sehr beschränkt sind, hat meine Mutter jetzt selbst gemachte Gesichtsmasken geschickt. Küchentuch-Flavour. Ach und die Bestellvorgänge häufen sich.


Foto:

Michael Rubach (Hiphop.de)

Wie wirkt sich die Kontaktsperre auf Deine Arbeit aus? Wie schon erwähnt hat sich ehrlicherweise nicht allzu viel geändert. Ich saß vor Corona vor einem Bildschirm und sitze während der Pandemie vor einem Bildschirm. Vermutlich auch danach. Durch die Krise habe ich eher mehr als weniger zu tun. Wir hängen hier zu zweit im Home-Office. Komplett mir selbst überlassen bin ich also nicht.

Was hilft Dir dabei, mit der aktuellen Lage klarzukommen? Ich muss keine gesonderten Maßnahmen ergreifen, um klarzukommen. Wir reden hier viel über Corona. Vielleicht hat das so eine Art therapeutischen Effekt. Ansonsten rufe ich öfter als üblich meine Eltern an und check die Lage bei denen.

Welche Tipps gibst Du Leuten, die jetzt neu im Home Office sind? Auch wenn ich mich selbst manchmal dazu zwingen muss – rausgehen tut gut. Zumindest in dem Rahmen, in dem das möglich ist. Nicht so viel ungesunden Kram essen ist ebenfalls ratsam. Ab und an Lüften und die Kaffeezufuhr stabil halten – das sorgt für Produktivität.


Foto:

Michael Rubach (Hiphop.de)

Clark hustlet im Auf Abstand-Livestream bei Twitch

Wie geht’s Dir, was macht Dir zu schaffen, was ist super? Prinzipiell geht's mir noch ganz gut. Homeoffice ist für mich ja nichts Neues, in einer normalen Woche vor Corona habe ich an sechs Tagen pro Woche mindestens ein paar Stunden von zu Hause aus gearbeitet. Ich muss gestehen, dass das spontane Mammutprojekt, täglich live auf Twitch zu gehen, schon einiges an Zeit und Nerven kostet. Die Community ist dafür umso positiver dort und so bleibt die Motivation trotzdem oben.

Betreibst Du Social Distancing, kannst Du Dich isolieren? Klar, so gut es geht. Treffe aktuell keine Freunde oder Familie und spare mir Ausflüge. Ich schaffe es allerdings nicht, auf die Trips zum Baumarkt zu verzichten. Garten will gepflegt werden.

Wie wirkt sich die Kontaktsperre auf Deine Arbeit aus? Gibt mehr zu tun als vorher. Mache mehr Überstunden und die Schwerpunkte haben sich von Social Media und Redaktion auf Livestreaming verschoben.

Was hilft Dir dabei, mit der aktuellen Lage klarzukommen? Vor allem die Tatsache, einen Garten zu haben. In einer Wohnung ohne Balkon oder ähnliches würde mir wirklich die Decke auf den Kopf fallen. Schlechter Tipp, weil schwer praktizierbar, richtig?

Welche Tipps gibst Du Leuten, die jetzt neu im Home Office sind? Nach Feierabend Flugmodus aktivieren, wenn du es dir leisten kannst. Im Homeoffice ist es vielleicht das größte Problem, dass man keine klare Trennung von Arbeit und Freizeit hat.

Live-Video von Hiphopde auf www.twitch.tv ansehen

Bei David hat sich eigentlich kaum etwas verändert

Wie geht’s Dir in diesen turbulenten Zeiten? Ganz okay, ich fühle mich in erster Linie ziemlich hin- und hergerissen. Vor allem schwanke ich wohl zwischen den Extremen: Ziehe ich mir konstant Nachrichten und Zahlen rein, oder lenke ich mich lieber ab? Insgesamt bin ich aber natürlich extrem priviligiert, auch im Hinblick auf meine Jobs und die Möglichkeit, überhaupt weiter zu arbeiten. Bisher hat es wohl auch noch niemanden (schlimm) erwischt, den oder die ich persönlich kenne. Ich rufe jetzt freiwillig viel öfter meine Eltern an, um die sorge ich mich schon sehr.

Betreibst Du Social Distancing, kannst du dich isolieren? Ja und ja: Natürlich steht und fällt das mit meinem Umfeld und Umständen, aber ich treffe mich sehr viel weniger mit anderen Menschen. Wenn, dann eigentlich nur zu zweit, draußen und mit Sicherheitsabstand. Aber durch Dinge wie Partner*innen, WGs und Partner*innen von Mitbewohner*innen kann so ein Lebenspartner- und Haushalts-Kreis leider sehr schnell sehr groß werden.

Wie wirkt sich die Kontaktsperre auf deine Arbeit aus? Eigentlich überhaupt nicht. Ich hätte tendenziell eher die Möglichkeit, jetzt mehr als weniger zu arbeiten. Das ist natürlich wirklich großartig, weil ich zu den Wenigen gehöre, die normal weiterarbeiten können und so wohl eher keine allzu großen finanziellen Probleme durch die Corona-Krise kriegen werden. Andererseits bin ich auch ein bisschen neidisch, jetzt eben nicht plötzlich voll viel Zeit zu haben, um drei Sprachen zu lernen, immerzu zu Backen und siebzig Bücher und Serien durchzuackern.

Was hilft dir dabei, mit der aktuellen Lage klarzukommen? Noch mehr Computerspielen als sowieso schon, jetzt aber mit mehr Leuten. :) Mit Menschen quatschen, Videotelefonie-Anrufe machen, Fahrradtouren in die Natur unternehmen. Spazieren gehen und dabei möglichst ausblenden, dass doch so viele Leute unterwegs sind – genau wie ich.

Welche Tipps gibst Du Leuten, die jetzt neu im Home Office sind? Richtet euch unbedingt einen richtigen Arbeitsplatz ein. Am besten legt ihr euch auch so früh es geht einen Stuhl zu, der euren Rücken nicht komplett zerstört. Armlehnen sind das Zauberwort, Bewegung, Haltung und die richtigen Einstellungen aber auch extrem wichtig!
Ansonsten sehe ich im Gegensatz zu vielen Kolleg*innen hier die Sache mit den Jogginghosen gar nicht kritisch. Im Gegenteil: Ich sehe überhaupt nicht ein, beim Arbeiten irgendetwas unbequemeres zu tragen.
Die Trennung von Arbeit und Freizeit ist im Home Ofiice wohl wirklich die größte Herausforderung, also solltet ihr lernen, nein zu sagen und generell viel Selfcare betreiben. Ob da für euch Sport als Ausgleich oder individuell ganz andere Dinge am besten funktionieren, müsst ihr selbst herausfinden.

Wie geht es euch, wie kommt ihr klar? Was könnt ihr empfehlen, was hilft euch in der Corona-Zeit?

Die besten Streams, Spiele, Dokus & Co gegen den Corona-Blues

Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, isolieren sich die meisten Menschen zuhause. Wer nicht in Quarantäne muss, betreibt im Idealfall trotzdem Social Distancing. Egal, ob ihr im Home Office arbeitet oder nicht: Wahrscheinlich habt ihr plötzlich viel mehr Zeit, die ihr irgendwie zuhause rumkriegen müsst.

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Corona-Krise: 257ers richten dringenden Appell ans Radio

Corona-Krise: 257ers richten dringenden Appell ans Radio

Von Michael Rubach am 27.04.2020 - 16:54

Ein ernstes Anliegen der 257ers: Die Jungs, die sonst keinen noch so absurden Gag auslassen, haben bei einem Autokino-Konzert in Düsseldorf einen eindringlichen Appell an alle hiesigen Radiosender formuliert.

257ers fordern Umdenken in der Radiolandschaft

Unter dem Motto #supportyourlocals sollen Musikfans einheimische Artists verlinken, die zukünftig im Radio laufen sollen. Es geht Shneezin und Mike in ihrer Ansprache um "Künstler, die aus der Gegend kommen; Künstler, die man noch nicht im Radio gehört hat." Darüber hinaus fordern die Jungs dazu auf, die Radiosender auf die Aktion aufmerksam zu machen – ebenfalls mit einer Verlinkung.



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#supportyourlocals Verlinkt alle die Bands, die ihr im Radio hören wollt und verlinkt gleichzeitig den Radiosender, den ihr ansprechen möchtet in den Kommentaren!! —-AN DIE RADIOSENDER—- Es gilt Zusammenhalt. Das wird gerade in und von Radiosendern vermittelt, wie sonst nur im social media. Aber es gibt auf der Welt keinen Menschen, der Musik liebt und als ein tägliches Muss für sich ansieht, der aber gleichzeitig so wenig Empathie entwickelt hat, um nicht längst verinnerlicht zu haben, was es heißt, zu helfen. Eure Hörerinnen und Hörer müssen nicht mehr sensibilisiert werden. Menschen, die Musik lieben und täglich konsumieren, kennen Schmerz, Leidenschaft aber auch Mitgefühl und Liebe. Vielmehr ist es jetzt an euch, ein Zeichen zu setzen. In diesen Tagen ist eure Reichweite einfach unvorstellbar wichtig für unsere Kultur und unsere Musik. Wir wissen, dass ihr nicht tatenlos zuseht und mit Sicherheit schon viele Projekte plant oder laufen habt, die genau unser Denken teilen. Leider hört man es aber, gerade bei den öffentlichen nicht so richtig an den Playlisten. Das Tagesprogramm bleibt einfach weitesgehend das Gleiche. Millionäre, denen es egal ist, wenn man 10 Jahre nicht mehr spielen würde, „man konnte sich ja was weglegen!“ (David Guetta) Wir forden ein Umdenken, auch wenn es nicht nachhallen wird, wenigstens für diese komische, ungewisse Zeit. Radiosender würden sich gleichzeitig bei der Jugend neu und besser positionieren, unserer Meinung nach. Ein „veraltetes Medium“ würde neu aufblühen und sich so auch gegen die Playlisten der Streaminganbieter stellen. Shuffle ohne Algorithmen. Wir wollen aber auch nicht unbetont lassen, dass es schon sehr viele Radiosender gibt, die mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Playlisten nicht nur noch an Spotify/Erfolg anpassen, sondern ein Gespür entwickelt haben, das zu ihrem Sender passt. Aber auch diese Sender könnten sich aktuell noch breiter aufstellen! NUTZT BITTE EURE REICHWEITEN Stellvertretend: @wdr

Ein Beitrag geteilt von 257ers (@257ers) am

Warum das Ganze? Shneezin und Mike haben wahrgenommen, dass viele Radiostationen auch in der Corona-Krise unverändert ihr übliches Programm abspulen. In diesen ungewissen Zeiten ist es für viele Künstler*innen jedoch umso wichtiger bei potenziell neuen Fans Gehör zu finden. Über eine Tour lässt sich aktuell schließlich kein zusätzliches Publikum erspielen.

Corona bedroht die Live-Kultur: Alternativen & Support-Möglichkeiten

Die Corona-Krise crasht den Festivalsommer. Aber nicht nur das: Bis Ende August sind alle großen Veranstaltungen abgesagt. Damit ist die Pandemie gleichzeitig eine Krise für die komplette Live-Musik und trifft damit natürlich auch Rapper. Jetzt stellt sich die Frage: Wird das alles wieder irgendwann normal?

Die Reichweite der Radiosender bekommt in der von Einschränkungen durchzogenen Corona-Welt einen größeren Stellenwert. Der Appell der Jungs richtet sich daher direkt an die betreffenden Sender:

"Vielmehr ist es jetzt an euch, ein Zeichen zu setzen. In diesen Tagen ist eure Reichweite einfach unvorstellbar wichtig für unsere Kultur und unsere Musik."

Ziel der Aktion sei es auch, für mehr Vielfalt im Radio zu sorgen. Die 257ers fordern die Sender dazu auf, sich "breiter aufzustellen" und sich nicht nur am Faktor Erfolg auszurichten. Vielmehr gelte es, die hiesige Szene zu supporten. Wie Shneezin und Mike anmerken, wird es David Guettas Kontostand kaum jucken, wenn seine Tracks ein bisschen weniger Airplay erhalten.


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