Haftbefehl spricht über den Selbstmord seines Vaters

 

Das Zeit Magazin überließ allein Haftbefehl in einem Artikel das Wort, um ihn über den Verlust seines Vaters und seine Kindheit als Drogendealer sprechen zu lassen.

Sein kurdischer Vater verließ seine Heimat in der Türkei laut Haftbefehl nur "mit einer Tüte in der Hand" und begann ein neues Leben in Offenbach am Main. Trotz der zunächst fremden Umgebung soll sein Vater ihm eine glückliche Kindheit ermöglicht haben: "Bis zum Tod meines Vaters hatten wir ein gutes Leben geführt."

Haftbefehls Vater beging Selbstmord, als dieser erst 14 Jahre alt war. Nach anfänglichen Vorwürfen soll er erst einige Zeit später verstanden haben, dass sein Vater unter Depressionen gelitten hatte und die Krankheit jahrelang versteckt hielt. "Für mich ist mit seinem Tod eine Welt zusammengebrochen. Und auf einmal waren wir mit jeder Menge Problemen konfrontiert."

Mit dem Tod des Vaters entfiel auch der Ernährer der Familie. Eine zusätzliche Belastung sollen dessen Schulden dargestellt haben, die er zurückließ. Haftbefehl soll sich verantwortlich gefühlt haben und begann Drogen zu verkaufen, anstatt zur Schule zu gehen. "Ich träumte von einem neuen Leben mit meiner Mutter und meinen zwei Brüdern. Ich wollte, dass wir finanziell abgesichert sind. In der Schule zu sitzen machte für mich keinen Sinn, wenn ich in der gleichen Zeit richtig viel Geld mit Drogen verdienen konnte."  

Hier findest du den gesamten Artikel über Haftbefehls Vergangenheit.