Eminems beste Live-Auftritte: Wenn der Rap God zur Audienz bittet

Eminem ist der Headliner auf dem Openair Frauenfeld 2018. Ihn live erleben zu dürfen, ist ein Privileg – ein Geschenk. Schließlich steigt der Rap God nicht alle Tage vom Olymp herab, um sich unter die Normalsterblichen zu mischen. Wenn er dann doch Konzerte gibt, nehmen sie biblische Ausmaße an. Der Name Eminem steht zwar in erster Linie für Reimtechnik, aber auch für seine unbändige Live-Energie. Dabei spielt das Alter des Protagonisten, sein aktueller Output oder die Venue keine Rolle. Um uns und dich entsprechend aufs Openair Frauenfeld 2018 vorzubereiten, kommen hier die besten Live-Performances von Eminem.

Eminem live 1997: "I Just Don't Give a F*ck"

Fangen wir am Anfang an: Eminem rappt 1997 "I Just Don't Give a F*ck" im legendären New Yorker Wetlands Preserve-Club. Den Laden gibt es schon lange nicht mehr, aber Eminems Auftritt wurde zum Glück für die Ewigkeit festgehalten. Der junge Marshall Mathers rattert seine Zeilen gnadenlos on point herunter. Er wirkt wie der personifizierte Hunger. Zur Einordnung: Das war rund zwei Jahre, bevor die "Slim Shady LP" erschienen ist, auf der der Song dann erst veröffentlicht wurde. Es dürften solche Szenen sein, die Jahre später als Inspiration für "8 Mile" gedient haben:

Eminem & Dr. Dre live 1999: "Forgot about Dre"

Ein weiteres Schmankerl aus fast vergessenen Tagen: Eminem und Dr. Dre waren 1999 bei "Top of the Pops" der BBC. Da sind vor ihnen schon illustre Gäste wie die Beatles oder die Rolling Stones aufgetreten. Dass Eminem und Dr. Dre mit "Forgot About Dre" komplett abreißen, versteht sich von selbst. Wer damals im kleinen Kreis dabei war, darf sich mehr als glücklich schätzen.

Eminem live 1999: MTV Spring Break-Party

Eminem katapultiert sich innerhalb kürzester Zeit als Headliner auf die großen Bühnen. 1999 hat er zum Beispiel diese denkwürdige Performance bei der MTV Spring Break-Party abgeliefert. Direkt am Meer, mit haufenweise leicht bekleideten Menschen, die umherstolzieren – und Slim Shady zum Anfassen.

Eminem live 2000: MTV Music Awards

Im Jahr 2000 stürmt Eminem dann die MTV Music Awards. Aber er kommt nicht allein: Ihn begleiten haufenweise Klone, die genauso aussehen wie er und genauso gekleidet sind. Es gibt wohl keine kraftvollere, beeindruckendere Performance der Songs "The Real Slim Shady" und "The Way I Am":

Eminem live 2001: Los Angeles

Es gibt die verrücktesten Live-Auftrite von Eminem. Mal wird er vom Schauspieler Willem Dafoe anmoderiert, mal performt er gemeinsam mit Elton John, um seinen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aber Eminem hat in seinen jungen Jahren auch richtig auf die Kacke gehauen. Zum Beispiel bei diesem Konzert in Los Angeles, wo er einfach mit Eishockey-Maske und Kettensäge reinkommt. Die ganze Show ist extrem sehenswert, aber "Kill You" sticht besonders heraus.

Eminem live 2002: "Anger Management Tour" in Detroit

Eminem absolviert dieses Heimspiel mit Bravour und kriegt unendlich viel Fanliebe zurück. Proof macht die Show perfekt. Kauf dir die "Anger Management Tour"-DVDs! Ebenfalls denkwürdig: Wie Eminem bei den MTV Music Awards 2002 im Superheldenkostüm angeflogen kommt – und dann komplett zerstört.

Eminem & 50 Cent live 2012: "Til I Collapse" Remix

Zehn Jahre später und Eminem hat es selbstverständlich immer noch drauf. Zusammen mit 50 Cent bildet er ein unschlagbares Team. Den Beweis liefern die zwei Rapper 2012 erneut beim SXSW-Festival in Austin, Texas.

Eminem & Skylar Grey live 2017: "Walk on Water"

Eminem sorgt 2017 wieder für richtig viel Wirbel. In der epischen BET-Cypher nimmt er den US-Präsidenten auseinander und mit "Revival" erscheint das erste Eminem-Album seit einer kleinen Ewigkeit. Dazu gibt Eminem natürlich auch wieder ein Ausnahme-Konzert bei den MTV EMAs, und zwar gemeinsam mit Skylar Grey.

Eminem ft. Skylar Grey 'Walk On Water' | MTVEMA

Watch Eminem ft. Skylar Grey 'Walk On Water' from the 2017 VMAs.

To be continued...

Eminem - Revival

Von Jonas Lindemann am 18.01.2018 - 17:17 Die (Trap)-Newcomer-Flut der letzten Jahre entfachte eine andauernde Diskussion zwischen Verfechtern des Oldschool-Raps und der neuen Generation. Nun äußerte sich Eminem in einem Interview mit dem französischen Radiosender Skyrock FM mit einer deutlichen Meinung zu der Debatte.

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Kommentare

Dope! Letztes Jahr in Glasgow gesehen, da merkt man mal wie viele Dinger er in petto hat, die einfach jeder kennt und welche Bandbreite an Inhalten der Typ über die Jahre geliefert hat! Aber ich vermisse die Up In Smoke Tour in eurer Liste!

Stimmt !!!

Deine Meinung dazu?

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Machine Gun Kelly teilt erneut gegen Eminem aus

Machine Gun Kelly teilt erneut gegen Eminem aus

Von Moritz Braun am 09.07.2019 - 15:02

Dieser Beef wird so schnell kein Ende nehmen. Auf seinem am Freitag veröffentlichten Album "Hotel Diablo" hat Machine Gun Kelly einen kleinen, aber feinen Seitenhieb an Eminem platziert. Auf dem Track "Floor 13" droppt der Gunner folgende Line:

"I just spent the winter livin' after someone tried to send a kill shot, missin' me."

FLOOR 13

FLOOR 13, a song by Machine Gun Kelly on Spotify

Damit nimmt MGK selbstverständlich Bezug auf Eminems an ihn gerichteten Disstrack "Killshot" von letztem Jahr. Dieser ging in seinen Augen ganz klar daneben.

Young Thug sieht Machine Gun Kelly als klaren Sieger im Battle Eminem

Der Thugger hat bereits im Mai auf Instagram ein Video von MGK hochgeladen, welches den Rapper auf einer Party zeigt. Sein Kommentar dazu: "the one guy that murdered M". Damit ist eindeutig Eminem gemeint. Den Artikel dazu findet ihr hier.

Ihr seht das allerdings komplett anders: Laut unserer Umfrage wird in der Community eher Eminem als Gewinner des Beefs gepickt. 89,3 % hatten angegeben, dass Eminems Punches härter treffen. 73,9 % fanden Eminems Track musikalisch gelungener. 84,6 % sehen Eminem als Sieger des Scharmützels mit MGK.

MGK vs. Eminem: Das Urteil der Fans zu Disstracks & Sieger (Umfrage-Ergebnis)

Wir haben in unserer Umfrage mehr als 11.000 Stimmen zum Beef von Machine Gun Kelly und Eminem in fünf Kategorien gesammelt. Wenig überraschend geht ein Großteil der Votes an Eminem - egal ob es sich um Beat, Punches, Musik oder den Gesamtsieg handelt.

Die Chronik des Krieges: Machine Gun Kelly vs. Eminem

Auf seinem Album "Kamikaze" hatte Eminem im Track "Not Alike" Machine Gun Kelly gedisst. Dieser erschuf daraufhin sein Alter Ego "Rap Devil" und feuerte kräftig zurück gegen die Legende. Eminems Antwort in Form von "Killshot" ließ nicht lange auf sich warten.

Das Ganze ist alleine deshalb so groß geworden, weil Eminem beteiligt ist. The Real Slim Shady wurde in seiner Karriere kaum gedisst und wenn doch, hat er sich selten Mühe gemacht zu antworten. Zwischenzeitlich gab es sogar Fan-Theorien, die eine Verschwörung zu Promozwecken witterten.

Wieso MGK Eminem überhaupt gedisst hat, lest ihr hier. Hier findet ihr, wie Machine Gun Kelly Eminems Disstrack bewertet. Wir haben uns außerdem damit beschäftigt, ob "Killshot" MGK jetzt wirklich zerstört hat.

Eminem vs. MGK im Detail: Wie "Killshot" die "Rap Devil"-Lines kontert

Hat er ihn auf Rapebene vernichtet oder nicht? Viele Hörer bewerten Eminems "Killshot" als Ende von Machine Gun Kellys Karriere. Dieser wähnt sich aber nur angeschossen und feuert zusätzlich zu seinem Disstrack "Rap Devil" weiter öffentlich gegen Eminem. Wie genau Eminem seinen jungen Battlegegner lyrisch auszukontern gedenkt, haben wir uns an fünf Stellen genauer angesehen.


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