Jetzt, im Alter von 42 Jahren, schließt Marshall Mathers mit dem Song Headlights endlich Frieden mit seiner Mutter. Er fragt sich: "Did I take it too far? ", und bezieht sich damit vor allem auf den Song Cleanin out my closet. Auch die Anschuldigungen nimmt er weitgehend zurück und gesteht, jedes Mal zusammenzuzucken, wenn der Song im Radio läuft, und ihn darüberhinaus auch nicht mehr auf Konzerten zu spielen:

"But I'm sorry, Mama, for 'Cleaning Out My Closet', at the time I was angry/
Rightfully maybe so, never meant that far to take it though/
'cause now I know it's not your fault, and I'm not making jokes/
That song I no longer play at shows and I cringe every time it's on the radio/"

Im Anfang der Woche erschienenen Video zu Headlights sieht man aus der First-Person-Perspektive, wie eine Frau, die offensichtlich seine Mutter darstellt, immer wieder versucht, Kontakt zu ihrem Sohn aufzunehmen. Sie fährt mehrere Male zu seinem Haus, wird aber jedesmal vom Pförtner abgewiesen, bis Eminem zufällig gerade den Hof mit seinem Auto verlässt, als sie erneut vor seinem Tor steht. Beide steigen aus ihren Autos und umarmen sich.

Eines der größten Battles (Ja, es ist kein richtiges Battle und erst recht keins auf Augenhöhe) der letzten 15 Jahre, Eminem gegen seine Mutter, findet also sein Ende. Em wusste 2009 schon, dass es uns vielleicht langsam ein bisschen auf den Nerv geht. Vier Jahre später kann er es sich auch wirklich verkneifen. Bis ihn seine eigenen Kinder dissen, herrscht Frieden im Hause Mathers.

"My mom, my mom, I know you're probably little tired of hearing/"

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Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Von Alina Amin am 23.01.2021 - 15:17

Ja Rule und 50 Cent verbindet eine lange Beef Historie, die einen düsteren Schatten auf die Karriere von Ja legt. Nicht nur wegen des Streits mit Fiddy sondern wohl auch wegen der Staatssicherheit. Im Gespräch mit Talib Kweli in dessen Podcast "The People's Party" nimmt Ja Rule seine Fans mit auf eine Reise in die Vergangenheit und reflektiert den Höhepunkt der Fehde mit 50 Cent. Er erklärt, dass ein Großteil des Schadens, den er erlitt, gar nicht mit 50 Cent zu tun hätte, sondern mit der Polizei. 

Ja Rule über den wahren Grund für seinen Untergang

Ja Rule berichtet von einer Phase in seiner Karriere, auf die er nun mit gemischten Gefühlen zurückblickt. Es geht dabei um seinen 2004er Track "New York", den er nun als "Beef-Song" bezeichnet. Er erklärt sodann, dass er damals unzufrieden mit sich selbst gewesen sei. Eine Zeit lang wäre er der krasseste Künstler gewesen und hätte überall stattgefunden. Dann kam 50 Cent, der damals erfolgreicher Newcomer im Dunstkreis großer Künstler wie Eminem war, und attackierte ihn.

Der Rapper erklärt, dass die Leute ihn zu der Zeit wohl satthatten. Deshalb fanden 50s Angriffe so viel Anklang. Was vielen Fans wohl weiterhin nicht bewusst sei, wäre, dass sich vieles hinter den Kulissen abspielten. Streit zwischen Geschäftsführern beispielsweise. Hinzu käme, dass Murder Inc, das Label auf dem Ja Rule groß wurde, zu der Zeit polizeilichen Untersuchungen unterlag. Das wäre der eigentliche Grund für den damaligen Untergang des Labels.

Ja Rule über 50 Cent "Er spielte auf beiden Seiten mit"

Die Polizei und Sicherheitsbehörden hätten damals alles bei Murder Inc leer geräumt und die Beziehungen zur Szene zerstört. Wenn Leute also 50 Cent den Credit für das Ende des Labels geben, lägen sie falsch. Immerhin hätte es schon Hunderte anderer Beefs gegeben. Ein einzelner Mann könne ein ganzes Label nicht zerstören. 

Sodann erklärt er, dass 50 Cent auf beiden Seiten mitgespielt hätte. Einerseits hätte er vor den Behörden das Opfer gespielt und die Untersuchungen damit begünstigt. Andererseits hätte er in der Szene den Harten gemacht und Ja Rule gemobbt. Er beendet das Gespräch mit der Anmerkung, dass Fans und Außenstehende nie verstehen würden, wie die Situation wirklich ablief. Sie könnten nämlich nie einsehen, dass ihr "Held" (50 Cent) sich auch falsch verhalten hätte.

Das Interview könnt ihr euch hier anschauen:


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