Eine Legende geht: 3 große Rap-Songs, in denen David Bowie weiterlebt

David Bowie ist gestern im Alter von 69 Jahren gestorben. Erst letzten Freitag, an seinem Geburtstag, veröffentlichte er sein 25. Studioalbum Blackstar. Es wirkt fast, als hätte er vorher noch nicht gehen können.

Neben trauernden Familienmitgliedern, Freunden und Fans hinterlässt eine der großen Ikonen des 20. Jahrhunderts besonders eins: Musik. Er hat maßgeblich die Popmusik und -kultur, Punk und Rock beeinflusst. Der Mann hat sich selbst und die Musik jedoch immer wieder neu entdeckt und so eigentlich auf die komplette Musikwelt eine enorme Wirkung gehabt. Auch im Hiphop findet Bowies Schaffen sich wieder.

Das vielleicht prominenteste Beispiel dafür ist Ice Ice Baby (1990), der große Hit von Vanilla Ice. Für viele ist es der Song, der Rap mit seinen erfolgreichen Charts-Platzierungen rund um den Globus für den Mainstream interessant gemacht hat. Das markante Sample stammt aus dem Song Under Pressure (1981), den Bowie und Queen gemeinsam aufnahmen.

Spinnt man die Geschichte ein bisschen weiter, könnte man sagen, Hiphop wäre ohne Bowie nicht da, wo er heute ist. Du weißt Bescheid, sobald die Bassline einsetzt:

Auf den folgenden Seiten haben wir außerdem Biggie, Yeezy und Jigga für dich!

1997 haben die Produzenten D-Dot und Amen-Ra sich für eine Single von Puff Daddy ebenfalls bei Bowie bedient. Sein Hit Let's Dance (1983) bildet die Grundlage für Puffys Song.

Die Single heißt Been Around the World, wurde mit Platin ausgezeichnet und hat einen gewissen Mase sowie einen gewissen Christopher Wallace an Bord, den die meisten wohl als The Notorious B.I.G. kennen.

Im Gegensatz zu Ice Ice Baby konnte diese Nummer allerdings nicht die Spitze der Charts erreichen. Da hatte sich nämlich 1997 Elton John mit der meistverkauften Single aller Zeiten festgebissen.

Mehr große Namen: Dieser Jay Z, seines Zeichens einer der einflussreichsten Rapper (hier die Top 20 laut Complex), hat einen Teil von Bowies Fame in seinem Song Takeover (2001).

Verantwortlich für das Instrumental und somit für das eindeutig von Bowie inspirierte "Faaaame" (ab 2:36 Minuten) ist dieser Kanye West – seines Zeichens der vielleicht einflussreichste Musiker aktuell (neues Album SWISH kommt im Februar!):

"I know you missing Nas the (fame)"

Der Song ist auf der legendären Platte The Blueprint zu finden. Im Song disst Jigga die New Yorker Crew Mobb Deep (insbesondere Prodigy) im zweiten Verse und – raphistorisch viel interessanter – Nas im dritten Verse, der 32 statt 16 Bars hat.

Auch Ice Cube, Public Enemy, EPMD, die Ultramagnetic MCs und Dr. Dre hatten das so herrlich gejaulte "fame" oder Teile des Song schon in ihren Tracks.

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Jay-Z schließt 350 Millionen-Deal ab

Jay-Z schließt 350 Millionen-Deal ab

Von Renée Diehl am 01.05.2021 - 12:36

Jay-Z scheint die Quarantäne-Zeit nicht nur für seine Familie genutzt zu haben, sondern auch um einige schwerwiegende Business-Entscheidungen zu treffen. Wie TMZ berichtet, hat der Rapper nun eine Mehrheit seines Musik-Streamingdienstes TIDAL in einem 350 Millionen US-Dollar Deal verkauft. Die Anteile gingen an Square Inc., die Firma des Twitter-Mitbegünders Jack Dorsey.

Jay-Zs zweiter Deal innerhalb eines Quartals 

Jay-Z ist bekanntlich schon lange nicht mehr "nur" Rapper, sondern auch Unternehmer innerhalb verschiedener Geschäftsfelder der Musik- und Lifestylebranche. Erst im Februar verkaufte er 50 Prozent der Anteile an seiner Champagner-Marke Armand de Brignac an den Luxus-Konzern LVMH, zu dem auch Moët & Chandan sowie Dom Pérignon gehören. Über den Preis hatten beide Parteien damals geschwiegen.  

Nicht so beim TIDAL-Deal: Bereits im Vorfeld wurde von einer Summe von 297 Millionen US-Dollar für die Anteile am Streaming-Dienst gesprochen. Abgeschlossen wurde der Deal allerdings, laut TMZ, mit einer finalen Summe von 350 Millionen. Dafür erhält Square 80 Prozent der Besitzrechte an TIDAL. Im Gegenzug wird Jay-Z dem Vorstand von Square beitreten, während Roc Nation CEO Desiree Perez beim weiteren Ausbau von TIDAL beteiligt sein wird. Weitere Gesellschafter von TIDAL, darunter Rihanna, Kanye West und Beyoncé, werden ebenfalls an Bord bleiben. 

Große Pläne für TIDAL 

Selbstverständlich handelt es sich beim Verkauf der Mehrheits-Anteile des Streaming-Dienstes auch um einen strategischen Move. So bietet Square der Plattform ausgefeilte Software-Technologien und zahlreiche weitere Ressourcen. Laut Square-CEO Jack Dorsey soll es bei TIDAL weiterhin darum gehen, neue Wege zu finden, Musiker*innen Support zu bieten und zur Kultur beizutragen.

Nach Twitter-Pause: Jay-Z meldet sich mit Millionen-Deal zurück

Nach fast drei Jahren ohne einen einzigen Tweet, meldete sich Jay-Z anlässlich des Millionen-Deals auf Twitter zurück:

"Ich habe von Anfang an gesagt, dass es bei TIDAL um mehr als nur das Streamen von Musik geht, und sechs Jahre später ist es eine Plattform geblieben, die Künstler an jedem Punkt ihrer Karriere unterstützt. Künstler verdienen bessere Werkzeuge, um sie auf ihrer kreativen Reise zu unterstützen."

Damit untermauert er Dorseys Aussage, TIDAL weiterhin in Richtung Artist-Support ausbauen zu wollen. In zwei weiteren Tweets gibt er sein künftiges Mitwirken im Vorstand von Square bekannt und sichert Dorsey seine Unterstützung und sein Vertrauen in ihn und das Unternehmen zu. Er bezeichnet den Deal sogar als "Gamechanger".


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