Durchgeknallt oder Kalkül? Boonk Gang macht Promo wie kein Rapper zuvor

Es gibt Leute, die machen einfach alles, um ins Rampenlicht zu gelangen. Der amerikanische Rapper Boonk Gang ist definitiv einer davon. Während andere "nur" Gesichtstattoos und schräge Frisuren mit sich herumtragen, geht Boonk Gang mehrere Level weiter. Er scheint vor kaum einer Aktion zurückzuschrecken, um sich im Gedächtnis der Menschheit zu verewigen.

Was einst vergleichbar harmlos mit Hummer-Diebstählen oder dem Überfall auf einen Donut-Laden begonnen hat, ist inzwischen ein ausgewachsenes Promo-Experiment, das keine Grenzen mehr zu kennen scheint. Schussverletzungen bilden die momentane Spitze eines Eisbergs von Ereignissen um den fragwürdigen Artist. Selbst aus dem Krankenhausaufenthalt wird mehr oder minder ein Joke über das Leben als vermeintlicher Gangsta:

Boonk Gang on Twitter

Got Hit 2 Times But Im Solid

Boonk Gang on Twitter

The hardest gangstas still feel pain

Boonk Gangs Instagram-Account, der zwischenzeitlich über fünf Millionen Follower zählte, wurde inzwischen geschlossen. Warum sich der Social Media-Gigant dazu entschlossen hat, Boonk Gang aus dem Verkehr zu ziehen, ist relativ einfach. Der Rapper aus Florida fütterte in der jüngsten Vergangenheit seine Insta-Story regelmäßig mit p*rnografischem Material. Dabei übertrumpfte er sich fast täglich selbst. Neben den klassischen Rapper-Angebergeschichten von möglichst vielen S*xualpartnerinnen waren Szenen sowie Einstellungen zu sehen, die keine Zweifel an der Potenz von Boonk Gang ließen.

Das war nicht das Ende der Geschichte. Der S*x mit einer transs*xuellen Person ist ebenso für eine gewisse Zeit in der Story zu beobachten. Auch eine Schlägerei verbreitete der Amerikaner über seine Kanäle. Da das Mindestalter für Nutzer von Instagram auf 13 Jahre festgelegt ist, konnten auch Minderjährige auf dieses Material zugreifen. Mit der Verbannung musste er jederzeit rechnen. Stören tut es ihn offensichtlich nicht wirklich:

Dabei fing die Selbstinszenierung noch einigermaßen verspielt an. Nach einer Million Follower feierte Boonk Gang den Zuwachs an Unterstützern mit einer Rutschpartie im örtlichen Chicken-Store:

Was bisher ziemlich auf der Strecke bleibt, ist die Musik. Boonk Gang hat zwar Songs, aber alle Welt redet nur über seine Aktionen. Seine Tracks stehen auf Worldstar, dennoch sind seine Eskapaden das vorherrschende Thema. Einen Songtitel des Rappers könnte wohl kaum jemand auf Anhieb benennen. Boonk Gang hat sich selbst den Stempel "S*xrapper" aufgedrückt und scheint kein Interesse daran zu haben, ihn loswerden zu wollen. Er wirkt wie gefangen in seiner Rolle als Typ für die ganz speziellen Social Media-Momente. Vielleicht beobachtet die Welt gerade tatsächlich ein gigantisches Sozialexperiment und das "Missunderstood", was er über dem rechten Auge tätowiert hat, ist wortwörtlich zu nehmen. Wer sich nun trotz alledem mit der Musik von Boonk Gang auseinandersetzen möchte, kann sich hier zum Beispiel den Track "Muttin" anhören:

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Kommentare

Un jo, seid ihr also jetzt auch ne Social-Media-News-Seite oder warum gibts den Artikel über den?

Hallo Gast!

Er ist ein Rapper und möchte Rapstar werden. Dafür bedient er sich einer bis dato einzigartigen Selbstvermarktungs-Strategie. Diese scheint, obwohl sie so krass ist (vielleicht auch gerade deswegen), sogar mit Abstrichen zu funktionieren. Das sagt viel über die heutige Zeit aus. Aus diesen Gründen gibt es einen Artikel über Boonk Gang.

Das er angeschossen wurde, ist für den Autor eine Vermarktungsstrategie...
Das sagt viel über ihn aus.

Hallo Gast,

halt einfach deinen Rand & geh baden oder such dir ein Hobby.
Zumindest hate nicht sinnlos hier rum - wennst kein Bock hast das zu lesen dann lass es halt.

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Iggy Azalea geht offline, nachdem Nacktfotos geleakt wurden

Iggy Azalea geht offline, nachdem Nacktfotos geleakt wurden

Von Anna Siegmund am 29.05.2019 - 11:02

Für das Männermagazin GQ ließ sich die australische Rapperin Iggy Azalea 2016 freizügig ablichten. Jetzt wurden offenbar Fotos aus diesem Shooting geleaked und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Rückzug von Social Media als Konsequenz

Die Konsequenzen, die die Rapperin aus der Veröffentlichung der Fotos zieht, sind drastisch. Sie deaktiviert ihre gesamten Social-Media-Accounts. Ihre 13 Millionen Instagram-Follower warten erstmal vergeblich auf neue Posts der Rapperin. In Anschluss an den Rückzug aus Social Media veröffentlichte sie ein Statement zu den geleakten Bildern.

Iggy Azalea stimmte der Veröffentlichung der Nacktfotos nie zu

Die Bilder zeigen Iggy Azalea oben ohne. Auf den Bildern für die GQ dienen nur ihre Hände als Schutz vor ihrem Körper. Die Rapperin gibt an, die Nacktbilder ausdrücklich nicht zur Veröffentlichung freigegeben zu haben.

"It was my understanding BEFORE shooting, GQ do not print topless pictures."

Der Fotograf in der Kritik

Iggy Azalea nimmt sowohl die GQ als auch den verantwortlichen Fotografen in die Kritik. Sie sei überrascht und sauer, weil die Fotos nach dem Shooting offenbar nicht gelöscht worden seien.

"I feel blindsided, embarassed, violated, angry, sad, and a million other things."

Der Fotograf, der für die Bilder verantwortlich ist, kündigt auf Instragram Konsequenzen an.

"I´m utterly outraged and will not rest until justice is served."

My heart goes out to anyone this situation has affected. I'm utterly outraged and will not rest until justice is served.

1,441 Likes, 51 Comments - Nino Muñoz (@ninomunoz) on Instagram: "My heart goes out to anyone this situation has affected. I'm utterly outraged and will not rest..."

Besonders von den Reaktionen auf die Bilder zeigt sich die Rapperin enttäuscht. Es sei zu viel Negativität auf sie zugekommen. Vor allem Männer hätten sie mit ihren Fantasien belästigt.

Tatsächlich ist das Internet bereits voll mit Memes und sexuellen Anspielungen bezüglich der Bilder. In Zeiten von #raptoo und der Kritik an der Verherrlichung von Gewalt gegenüber Frauen zeigt sich wieder, dass noch viel getan werden muss.

Iggy Azalea fällt in ihren Videos und auf ihren Instagrambildern oft durch viel nackte Haut und das Spiel mit ihren Reizen auf. Sie inszeniert sich als selbstbewusste und vor allem selbstbestimmte Frau. In diesem Fall wurde ihr die Kontrolle jedoch entrissen.

Auch nicht der freizügigste Instragram-Feed gibt jemandem das Recht für die Veröffentlichung der Fotos gegen den Willen der Künstlerin. Das lässt sich ebenso für die sexualisierten und entwürdigenden Kommentare gegenüber Iggy Azalea sagen.

Wir können uns dem Statement der Rapperin aus diesem Grund nur anschließen:

"Please be kinder to one another."


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