Die 7 besten Deutschrap-Podcasts, die du auf Spotify finden kannst

Früher zog man schon mal anerkennend die Augenbrauen hoch, wenn jemand erzählt hat, einen eigenen Podcast zu haben. Heute ist es längst kein Stirnrunzeln mehr wert, wenn jemand erklärt, in einem Podcast über sein Elterndasein, YouTube-Dramen oder sonstige Themen zu sprechen. Es gibt kein Thema mehr, zu dem es keinen Podcast gibt. Und auch um das Musikgenre Deutschrap haben sich mittlerweile viele Menschen gefunden, die einen Podcast produzieren.

Mit dieser Liste, in der einige Podcasts zum Thema Deutschrap vorgestellt werden, wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Aber vielleicht ist diese Zusammenstellung von den großen, bekannten Podcasts und kleineren Geheimtipps eine Orientierungshilfe in diesem unendlichen Angebot.

Schacht & Wasabi: Der Deutschrap-Podcast

Schacht & Wasabi - der Deutschrap Podcast (Offizieller Trailer)

Schacht & Wasabi ist der Podcast über deutschen Rap - jede Woche unterhalten sich die beiden HipHop-Journalisten über die Themen, Trends und Tweets der Deutschrap-Blase. Sie bohren dicke Bretter, diskutieren Nichtigkeiten und geben einen Blick hinter die Kulissen des Rap-Zirkus in Deutschland.

Der wohl bekannteste Podcast um das Thema Rap stammt von Jule Wasabi und Falk Schacht. Bei "Schacht & Wasabi: Der Deutschrap-Podcast" werden einmal in der Woche auch unpopuläre Meinungen zu Fragen wie "Warum so viele Rap Fans S*xismus tolerieren" und "Was die Gzuz-Story so tricky für Rapmedien macht" diskutiert.

Neben diesen grundsätzlichen Fragen findet auch der Rapalltag, wie der Diebstahl des Marsimoto-Denkmals oder verschiedene Releases, in der Zweierrunde statt. Nennenswert ist zudem die Playlist, die im Zuge des Podcasts entsteht. Schasabi präsentieren hier ein abwechslungsreiches Bild von Rapmusik, das von aktuellen Hits bis hin zu Geheimtipps reicht.

Reece: Deutschrap rasiert

Der Radiosender "big FM" veröffentlicht jeden Dienstag eine neue Folge von "Deutschrap rasiert". Auf Spotify, ITunes und Deezer wird regelmäßig ein Talk mit jeweils einem Gast hochgeladen. Im Gespräch mit Reece waren schon Stars wie Kool Savas, Juju und Kontra K.

Ansonsten ist die Gästeliste des Podcasts sehr abwechslungsreich. Neben den Stars der Szene wird hier auch Newcomer*innen und weniger bekannten Gesichtern wie Monet192, Doezis und Majan eine Bühne geboten. Mit Mois war zudem ein YouTuber beziehungsweise Labelgründer zu Gast, Adel Tawil konnte mit Reece über zahlreiche Features mit Rappern sprechen.

Unregelmäßig gibt es zu dem Podcast auch Freestyles der Gäste auf YouTube zu sehen.

DARDAN & PATRON - EXCLUSIVE [DEUTSCHRAP RASIERT]

UFFF! #Dardan und #Patron waren exklusiv bei Reece für ein brandheißes Deutschrap rasiert #Exclusive im bigFM-Studio am Start und haben ganz kurz den Beat von Gucci Manes "I Get The Bag" auseinandergenommen. Video by Asiaframeworks ------- Nass und gegen den Strich - nur bei Deutschrap rasiert mit Reece bekommst Du die biggsten Beats der heißesten Rap-Acts des Landes auf die Ohren.

Jan Wehn: All Good Podcast

Der bekannte Musik-Journalist Jan Wehn hat seit 2017 ebenfalls einen eigenen Podcast. Für Hiphop-Fans, die nichts für die Ohren möchten, brachte Jan Wehn in diesem Jahr gemeinsam mit dem ehemaligen Chefredakteur der Juice Davide Bortot das Buch "Könnt ihr uns hören?" heraus. 

Der Podcast gestaltet sich dabei sehr abwechslungsreich. Es werden Mitschnitte der Lesereise zu "Könnt ihr uns hören?" mit Special Guests wie Max Herre und Dexter hochgeladen. Aber auch Folgen im Interviewformat mit Rapkünstler*innen wie OG Keemo, den Orsons und Fatoni finden ihren Platz.

Marcus Staiger: Die wundersame Rapwoche

Auch Marcus Staiger lässt es sich nicht nehmen, im Podcast-Game mitzumischen. Für "Die wundersame Rapwoche" hat er sich den Rapper Mauli an die Seite geholt. Die beiden laden regelmäßig Gäste zu sich ins Studio ein.

07.07.18 Die wundersame Rapwoche mit Mauli und Staiger | Zu Gast: Visa Vie

Immer samstags ab 11 Uhr auf BoomFM - HipHop NonStop. Findet ihr: Im Webplayer: http://bit.ly/2iIb1GN In der FluxMusic-App: http://bit.ly/1Tbdarl Auf Facebook: http://ow.ly/V25D30dDxkm Aktuelle Ausgabe mit Musik im Repeat-Channel: Web: http://bit.ly/2r0RAOm App: http://bit.ly/1Tbdarl Die wundersame Rapwoche mit Staiger & Mauli ist eine launige Wochenschau im FluxMusic-Channel BoomFM, die sich mit den Skurrilitäten und Absurditäten aus der Welt von Rap & HipHop beschäftigt.

Thematisch wird nicht nur die wundersame Rapwoche in den Fokus gerückt. Hin und wieder schweifen die Gespräche ab und es wird politisch. Passend dazu war beispielsweise auch schon Ali Alam zu Gast, der für Die Partei zur Bürgermeisterwahl in Travemünde angetreten ist.

Im Zuge des Podcasts entsteht zudem eine Playlist, die die Hörer*innen auf Spotify genießen können.

Niko & Kevin: Backspin Podcast

Die Backspin hat ebenfalls ihren eigenen Podcast mit Niko und Kevin Backspin. Hier fallen vor allem die Folgen zum Album des Monats ins Auge, in denen detailliert über ein ausgewähltes Release gesprochen wird. Hier werden die Alben Track für Track analysiert und mit Hintergrundwissen ergänzt.

Wie gut ist das Debüt von Juju? "Bling Bling" ist unser Album des Monats (BACKSPIN Podcast #107)

Juju veröffentlichte am 14. Juni ihr Debütalbum „Bling Bling". Nach der Trennung von SXTN startet sie jetzt solo durch. Die starken Singles haben gezeigt, dass Juju auch alleine Hits abliefern kann. Niko, Kevin und Jonas hören das Album Track by Track und besprechen jeden der zwölf Songs.

Neben dem Format "Album des Monats" wird auch der "Stammtisch" regelmäßig produziert. Hier werden rap-relevante Themen besprochen. Dazu gibt es noch "Love'N'Hate", wo Themen abseits des Hiphop-Mainstreams behandelt werden sollen, sowie ein Interview-Format, für das schon viele Stars aus der Rapszene bei der Backspin vorbeigeschaut haben.

Kollin und Matthias: Heckmeck.TV Podcast

Wer es gerne rough und real mag, ist bei Kollin und Matthias, die einen Podcast für Heckmeck.TV produzieren, gut aufgehoben. Das Projekt steckt noch in den Babyschuhen und das merkt man auch. Trotzdem waren bereits Gäste wie Antifuchs und Pedaz dort zu hören. Thematisch fassen die beiden ihren Podcast wie folgt zusammen:

"20 Prozent von allem, was wir reden, ist eigentlich Pedaz. Ich würde sagen, so 20 Prozent Massiv. Und der Rest Fler."

Diese Zusammenfassung wird Heckmeck.TV natürlich nicht ganz gerecht. Auch hier wird regelmäßig das aktuelle Rapgeschehen aufgearbeitet. Die Atmosphäre ist dabei erfrischend unprofessionell und von ironischen Bemerkungen geprägt.

Florian Gadow & Basti Polzin: Da läuft doch HipHop?!

In diesem Podcast werden regelmäßig die neusten Releases diskutiert. Gäste kommen bei Florian Gadow und Basti Polzin nur selten zu Wort. Sonst arbeitet man hier regelmäßig gemeinsam die "Deutschrap-Seifenoper" auf.

Dabei fokussieren sich die beiden Männer aber nicht nur auf Deutschrap, sondern schauen auch mal über den Tellerrand in die Staaten. So können ein Besuch von Kanye West bei David Letterman dort besprochen oder die Streaming-Zahlen von Drake eingeordnet werden.

Podkinski & Talk-O-Mat: Was gibt es abseits der Only-Rap-Podcasts?

Neben Podcasts, die sich ausschließlich um das Thema Deutschrap drehen, wird zudem in anderen Angeboten deutlich, welchen hohen Stellenwelt das Musikgenre mittlerweile in der Gesellschaft angenommen hat. So lädt sich Palina Rojinski häufiger mal Gäste aus der Rapwelt in ihren Podcast "Podkinski" ein. Dort redet sich beispielsweise mit Juju, Kontra K und Shirin David in einer freundschaftlichen Atmosphäre über Herkunft, das Rap-Business, Aufregung vor Live-Auftritten und einiges mehr. Dabei stehen stets unterschiedliche Spiele im Fokus, die viel Raum zum Abschweifen bieten.

Auch der Spotify-Original-Podcast "Talk-O-Mat" lädt häufig Gäste aus dem Rapgeschehen ein. Hier treffen sich Künstler*innen zum Blinddate und müssen sich über vorgegebene Schlagwörter unterhalten. Es waren unter anderem schon Eko Fresh, Zugezogen Maskulin und Tua in dem Format zu hören. Die Gästeliste könnte kaum vielseitiger sein und die Unterhaltungen weichen deutlich von den üblichen Promogesprächen ab. Die Folgen abseits von Gästen aus dem Rapkosmos sind ebenfalls empfehlenswert.

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Auf unserem Spotify-Account stellen wir euch immer unsere Interviews zum Hören bereit. Hier haben wir beispielsweise mit Bausa über die Bedeutung seines neues Albums und seine Pläne für die kommenden Jahre gesprochen.

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Was Apple Music pro Stream an Künstler*innen zahlt

Was Apple Music pro Stream an Künstler*innen zahlt

Von Michael Rubach am 23.04.2021 - 12:22

In einem Brief hat Apple Music sich kürzlich an Künstler*innen, Labels und Verlage gewandt. Auf dieses Schreiben bezieht sich unter anderem das Wall Street Journal. Thema: die Bezahlung im Streaming-Zeitalter. Zum ersten Mal legte Apple Music offen, mit welchen Zahlen Künstler*innen rechnen können.

Das zahlt Apple den Artists pro Stream

Die wohl meistverbreitete Info aus dem Brief: Im Durchschnitt bezahlt Apple Music einen Cent pro Stream. Dabei macht die Plattform laut eigenen Angaben keinen Unterschied zwischen Artists, die beim Major unter Vertrag stehen und Künstler*innen, die es unabhängig versuchen.

"Während andere Streaming-Services Independent-Labels einen wesentlich niedrigen Preis zahlen als den Major Labels, zahlen wir allen Labels den gleichen Preis. Das bedeutet, dass Artists ihre Musik nach Belieben vertreiben können, da sie wissen, dass Apple den gleichen Preis zahlt. [...] Wir glauben an den gleichen Wert aller Musik."

("While other services pay some independent labels a substantially lower rate than they pay major labels, we pay the same headline rate to all labels. This means artists can distribute music however they like, knowing Apple Music will pay the same rate. Sign with a label or stay independent; we believe in the value of all music.")

Außerdem gibt Apple an, dass 52 Prozent der Abo-Einnahmen an die Labels fließen würden. Das wäre gleichbedeutend mit 52 Cent pro Euro. Zum Vergleich: Spotify erklärt, dass zwei Drittel jedes Euros, der durch Abo-Einnahmen & die Nutzer*innen reinkommt, letztlich an die Rechteinhaber*innen geht. Ein Streaming-Dienst bezahlt die Artists generell nicht direkt. Stattdessen wandert das Geld zunächst zu den Labels, Verlagen und Co, welche dann wiederum die Künstler vergüten.

2020 hat Apple demnach Geld an fünf Millionen Künstler*innen ausgeschüttet. Dies seien eine Million Artists mehr als noch 2019. Seit 2017 habe sich zudem die Zahl der Künstler*innen, die mehr als 50.000 Dollar im Jahr generieren verdoppelt. Apple zählte 2019 um die 60 Millionen Abonnent*innen. Marktführer in dieser Hinsicht ist Spotify. Der Konkurrent aus Schweden kommt auf über 150 Millionen bezahlte Abos.

Dafür liegt Spotify offenbar in Sachen Bezahlung pro Stream im Hintertreffen. Es heißt, dass das schwedische Unternehmen im Vergleich zu Apple weniger als die Hälfte ausschüttet. Spotify hatte dahingehend im März eine Transparenz-Offensive mit dem Slogan Loud & Clear gestartet. Auf einer eingerichteten Website kann man sich seitdem über das Bezahlmodell informieren. Eine Aufschlüsselung der Entlohnung pro Stream findet man dort jedoch nicht. Stattdessen heißt es:

"In der Streaming-Ära zahlen die Fans nicht pro Song, daher glauben wir nicht, dass eine Rate pro Stream eine aussagekräftige Zahl ist, die analysiert werden muss."


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