Asches "HIStory": Reaktionen von Bushido, Mois, Sentino & mehr

Asches raptechnische Antwort auf die Fake-Vorwürfe von Mois steht seit fast einem Tag online. In "HIStory" arbeitet der Alpha Music-Member seine Familiengeschichte auf und teilt in einer ausgiebigen Disspassage gegen Mois aus. Auch gibt es den einen oder anderen Seitenhieb gegen alte Weggefährten. Wie die musikalisch vielfältige "HIStory"-Stunde in der Szene aufgenommen wurde, haben wir in diesem Artikel zusammengestellt. Eine übersichtliche Aufarbeitung des gesamten Disstracks kannst du hier checken:

Asche-Track "HIStory" zusammengefasst: Tschetschenien, richtiger Name & Mois-Disses

Sechs Tage nach Mois' Enthüllungsvideo über Asches nicht ganz sauberes Image als Tschetschene mit Kriegserfahrung hat das Kollegah-Signing sich umfangreich zu seiner Lebensgeschichte geäußert.

Mois reagiert auf Diss von Asche

Die ausgiebigste Reaktion auf "HIStory" kam natürlich von Mois. Hinsichtlich der Tatsache, dass ohne sein Video der Track wohl auch nicht entstanden wäre, ist das kaum überraschend. Unmittelbar nach dem Release von "HIStory" postete Mois einige Insta-Storys, in denen er Asche hart beleidigte. Auch leakte er dort einen angeblichen Audio-Mitschnitt des Managements von Asche. Der Track hat für ihn nur eine Konsequenz: "Dann machen wir weiter". Die Storys hat Mois relativ schnell wieder gelöscht. Wie es genau weitergeht, erfahren wir wohl heute gegen 18 Uhr. Zu dieser Zeit soll ein weiteres Video von Mois erscheinen, das sich mutmaßlich Asche widmet.

Update: Mois hat seine Ankündigung wahr gemacht und ein weiteres Video über Asche veröffentlicht. Alles dazu hier:

Mois führt Asche-Beef mit weiterem Video fort

Ebenfalls hat Mois sein Instagram-Profil zum Asche-Gebiet erklärt. Sowohl sein aktueller Post im Feed als auch sein Profilbild stehen im Zeichen von Asche.

Bushido & Baba Saad nehmen Asches Track unterschiedlich auf

In "HIStory" nimmt Asche hörbar auf den Deutschrap-Evergreen "Nie ein Rapper" von Bushido und Baba Saad Bezug. Beide zeigen auf Instagram unterschiedliche Reaktionen. Zum einen ist da Bushido, der den Asche-Track auf Instagram samt Swipe-up-Aufforderung teilt und seinen Fans empfiehlt, sich das einmal anzuhören. Hierbei ist noch anzumerken, dass Bushido selbst kurz davor war, mit Mois einen Beef zu starten. Letztendlich entschieden sich beide Parteien jedoch für den friedlichen Weg.

Zum anderen erklärt sein Kollege Baba Saad in einer Fragerunde, den Track gehört zu haben. In der gesamten Angelegenheit sei er neutral eingestellt.

Kianush und Rooz bringen klassische Reactions

Als "raptechnisch einfach sehr stark" fasst Kianush den Asche-Track zusammen. Was jetzt genau der Wahrheit in dieser Geschichte entspricht, spielt für ihn in seiner Reaction nur eine untergeordnete Rolle. Der musikalische Aspekt steht hier deutlich im Vordergrund.

Rooz hat sich das ganze Spektakel live in einem Stream reingezogen. Als außenstehender Betrachter kommt er zum Schluss, dass der Track "wild" sei und "harte Antworten" enthalte.

Sentino hinterfragt Kollegahs Rolle

Sentino hat von der Mutter-Line auf "HIStory" Notiz genommen und wundert sich via Instagram, was er verpasst habe. Er fragt sich dort ganz konkret: "Warum finde ich in deiner Märchenstunde im Zusammenhang mit dem Sexualleben meiner Mutter statt?" In einem weiteren Video-Statement, das TV Strassensound auf Facebook gestellt hat, legt Sentino nach und kritisiert auch Kollegah. Sentino hatte letztes Jahr noch am Track "Yayo" von Kollegah und Asche mitgearbeitet und wird in den Credits als Songwriter geführt. Nun stellt er die Behauptung auf, dass Asche den Mois-Diss gar nicht selbst geschrieben habe.

"Es muss schon witzig sein, dass man bei einem der größten deutschen Rapper unter Vertrag steht und im Jahr nicht mal auf die Hälfte des Geldes kommt, wie irgend so ein Sentino, den man nebenbei mal erwähnt, während man von der ganzen deutschen Szene Hops genommen wird für seine fehlende Aufrichtigkeit, für seine fehlende Wahrhaftigkeit, für seine Fakeness. Und du bist noch so frech, dass du den Disstrack, den du gegen Mois machst, auch noch von irgendjemand anderen schreiben lässt. Ehrlich gesagt auch Scheiße von Kolle, dass er so eine Scheiße unterstützt. Du hattest so viele gute Künstler bei deinem Label. Was machst du da? Was macht ihr da? Christoph, Konrad, Felix, Antoine – was macht ihr da für 'ne Scheiße? [...] Ihr greift gerade einen Typen an, der wirklich schreiben kann."

Der Alpha Music-Boss höchstpersönlich hat sich bisher noch nicht öffentlich geäußert.

Fatoni kennt Asche und Mois nicht

Eine Reaktion der anderen Sorte findet sich beim Münchner Rapper Fatoni. Es ist für einige vielleicht nicht vorstellbar, aber es gibt auch Menschen, die den bisherigen Beef von Mois und Asche überhaupt nicht zu Kenntnis genommen haben. Fatoni offenbart, dass man schon einigermaßen tief in der Deutschrapbubble stecken muss, um bei allem Trouble Schritt zu halten.

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"CCN" im Streaming: Fler will Bushido stoppen
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"CCN" im Streaming: Fler will Bushido stoppen

Von Paul Kruppa am 13.04.2021 - 13:56

Bushido will nach und nach sein Frühwerk auf den Streaming-Markt bringen. Ob die Gangstarap-Blaupause "CCN" auch bald auf Apple, Spotify und Co zur Verfügung steht, ist jedoch zumindest fragwürdig. Bushidos damaliger Kollabopartner Fler hat in einem neuen Interview bei 16 Bars erklärt, dass er das nicht zulassen werde.

Fler über Bushidos "CCN"-Pläne: "Er wird merken, dass er es nicht kann"

Bushido kündigte vor Wochen an, seinen Backkatalog auf Streaming-Services verfügbar machen zu wollen. Bushido schrieb seinerzeit auf Instagram dazu, dass die nächsten Wochen "anders krass" werden würden. Ein vom EGJ-Chef geteilter Vorschlag für einen Release-Plan enthielt auch "CCN" mit Fler. Die damalige Reaktion aus dem Maskulin Camp fiel eindeutig aus: "Muss glaube ich mal der Musik-Anwalt ran", entgegnete Fler. Nun bekräftigt dieser, dass Bushido das ikonische Kollaboalbum aus dem Jahr 2002 nicht ohne Weiteres auf den bekannten Portalen platzieren könne.

"Sagen kann er viel, ob er es macht am Ende [...]. Er wird auch merken, dass er es nicht kann. Gerade was die Alben angeht, die über Aggro Berlin rauskamen. Selbst wenn jemand Rechte überträgt, muss er die mit mir neu klären. Nur weil Aggro Berlin nicht mehr die Rechte an mich auswertet und ihm irgendwas überträgt, muss er die Rechte aber neu einfordern."

Generell stehe Bushido gegenwärtig "mit dem Rücken zur Wand". Die Leute im Vertrieb seien der Angelegenheit "die Dummen". Seit der Trennung von Sony kümmert sich iGroove um diesen Business-Bereich des ersguterjunge-Bosses. Auf die rechtliche Situation habe Fler den Vertrieb aus der Schweiz selbst telefonisch hingewiesen. Das Ganze werde laut Fler "nach hinten losgehen". Sollte Bushido an einer Veröffentlichung festhalten, schickt Fler schon mal vorweg, auf juristischem Weg einzuschreiten.

"Da werde ich auf jeden Fall gegen vorgehen. Alleine aus Prinzip. Für die Fans ist scheiße. [...] Er hat die Rechte nicht, ich hab die Rechte nicht. Ich kann es auch nicht rausbringen ohne ihn. [...] Er hat diesen Move jetzt gemacht - nach zehn Jahren - und da muss man halt mit Anwälten vorgehen und so."

Fler: Neues "CCN" mit Bass Sultan Hengzt?

Nach etlichen erfolgreichen Alben (vor Kurzem ging "Widder" direkt auf die #1) und Releases verfolgt Fler weitere musikalische Ziele. Er möchte sich nicht so sehr mit der Vergangenheit aufhalten.

"Ich blick nach vorne. Ich werde noch neue 'CCNs' machen. Neue Projekte, wo die Leute sagen werden: 'Boah krass, das ist ein Klassiker'. Ich halte doch nicht fest an irgendwelchen Sachen von vor 20 Jahren."

In Anspielung auf den Trademark-Sound von "CCN" ergänzt Fler, dass er noch demonstrieren werde, "wer diese Musik macht". Dabei könnte ihn womöglich Maskulin-Neuzugang Bass Sultan Hengzt unterstützen. Mit einem kräftigen Räuspern schiebt Fler nämlich hinterher: "Vielleicht Hengzt und ich Ende des Jahres?"

Auch erneuert Fler die Ernsthaftigkeit des Friedensangebots, dass er Bushido erst im Februar unterbreitete. Mit einer Reaktion rechnet Fler offenbar nicht mehr. Sein früherer Freund werde seiner Einschätzung nach "niemals die Größe besitzen", auf diesen Vorschlag einzugehen.

Fler unterbreitet Bushido Friedensangebot


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