Bollywood-Flavour: Indische Remixe von Travis Scott, XXXTENTACION, Playboi Carti & mehr

Wer an Indien denkt, hat wahrscheinlich scharfes Curry oder Yoga im Kopf, aber sicherlich nicht Hiphop. Ein Mann hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau das zu verändern: DripReport schnappt sich regelmäßig große US-Hits, interpretiert sie neu und verleiht den Tracks einen gewissen Bollywod-Charm. Auf seinem erfolgreichsten Video zu einem Remix von XXXTENTACIONs "Moonlight" konnte er schon 6,4 Millionen Klicks sammeln.

Auf YouTube beschreibt er sich selbst mit einem Augenzwinkern als "just one guy, making Songs 100x better". Ob seine Versionen wirklich besser sind als die Originale, kann jeder selber entscheiden. Hier folgt eine kleine Auswahl seiner Indian-Remixe.

Playboi Carti – Kid Cudi

Obwohl der Song "Kid Cudi" von Playboi Carti mit Lil Uzi Vert, Young Nudy & A$AP Rocky noch gar nicht offiziell veröffentlicht wurde, kursieren im Internet schon seit vier Monaten Leaks von dem Track.

Anschließend loopten Produzenten den Beat und es folgten Remixe von Rappern wie Xavier Wulf oder UnoTheActivist - Aber eben auch von DripReport. Tatsächlich ignoriert er den ursprünglichen Flow von Carti komplett.

Travis Scott – Highest In The Room

"Highest In The Room" ist Travis Scotts erste Single nach seinem gefeierten Album "Astroworld". Lange hat DripReport nicht gewartet und veröffentlichte seinen Indian-Remix zu dem Track. 

Chief Keef – Love Sosa

"Love Sosa" von Chief Keef ist neben "I Don't Like" einer seiner beliebtesten Tracks überhaupt. Eigentlich nur logisch, dass DripReport bei seiner Wahl für einen Song von Chief Keef "Love Sosa" gewählt hat.

XXXTENTACION – Moonlight

"Moonlight" von XXXTENTACION ist einer seiner meist gehörten Songs und generierte gleichzeitig eine Vielzahl von Memes im Internet. So hat auch DripReport sich den Song geschnappt und verwandelt ihn in eine indische Ballade. 

Tay-K – The Race

Tay-K hat "The Race" gegen die amerikanischen Strafbehörden zwar nicht gewonnen und wurde kürzlich zu 55 Jahren Haft verurteilt, dafür inspirierte er aber DripReport für eine indische Interpretation.

Auf seinem YouTube-Kanal gibt es noch sehr viele weitere Neuauflagen bekannter Tracks. Manche von den Songs sind nur 30 Sekunden lang. Trotzdem sagt er, für einen Remix brauche er fünf bis zehn Stunden.

Für seine Arbeit wurden ihm bereits Copyright-Verletzungen vorgeworfen, welche er in diesem Video mehr oder weniger ernst adressiert. Bisher ist DripReport aber von harten Strafen verschont geblieben. Mal schauen, wie lange das so weitergeht.

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Was wir über Travis Scotts neues Album "Utopia" wissen

Was wir über Travis Scotts neues Album "Utopia" wissen

Von Michael Rubach am 24.02.2021 - 11:56

UPDATE vom 24. Februar:

In einem brandneuen Interview mit dem i-D Magazine hat Travis Scott einige Updates zu "Utopia" gegeben. Das Gespräch mit La Flame führte niemand Geringeres als Kult-Regisseur Robert Rodriguez ("From Dusk Till Dawn"). Zum Fotoshooting gab sich mit Spike Jonze eine weitere Regie-Koryphäe ("Beastie Boys – Sabotage", "Kanye West & Jay-Z – Otis") die Ehre.

"Utopia" als nächste Saga: Travis Scott will neuen Sound kreieren

Im Gespräch offenbart der US-Star, dass er sich für "Utopia" mit neuen Artists connectet habe. Auch sei er selbst als Beatmaker aktiv. All das tue er, um sein Sound-Universum auszuweiten.

"Ich erzähle sowas den Leuten nie und ich werde es wahrscheinlich weiterhin geheim halten, aber ich arbeite mit einigen neuen Leuten zusammen und ich versuche, den Sound zu erweitern. Ich habe wieder Beats gemacht, rappe auf meine eigenen Beats, einfach alles zusammengefügt und versucht, es wirklich wachsen zu lassen. Das war eines der spaßigsten Dinge bei der Arbeit an diesem Album. Ich entwickle mich weiter, arbeite mit neuen Leuten zusammen und liefere einen ganz neuen Sound, eine ganz neue Palette."

("I never tell people this, and I’m probably going to keep it a secret still, but I’m working with some new people and I’m just trying to expand the sound. I’ve been making beats again, rapping on my own beats, just putting everything together and trying to grow it really. That’s been one of the most fun things about working on this album. I’m evolving, collaborating with new people, delivering a whole new sound, a whole new range.")

Beim Nachfolger von "Astroworld" verfolgt Travis den Anspruch, sich nicht zu wiederholen. "Jedes Album ist wie eine Saga", fügt er an. Übermäßigen Druck verspüre er nach dem riesigen Erfolg seines letzten Werks nicht.

"Ich spüre keinen Druck, außer die Fans zufriedenzustellen. Es gibt so viele Bereiche, die ich abdecken kann, und ich möchte sie abdecken, und ich liebe die Herausforderung daran. Ich möchte einen verdammt neuen Sound machen. Ich könnte Tage damit verbringen, meinen Kopf gegen eine Wand zu schlagen, um es herauszufinden, aber wenn ich es einmal schaffe, ist es wie der ultimative Rausch."

("I don’t feel no pressure, except to keep the fans alive. There’s so much more ground I can cover, and I want to cover it, and I love the challenge of it. I want to make a f*cking new sound. I might spend days banging my head against a wall trying to figure it out, but once I do it, it’s like ultimate ecstasy.")

Zum Schluss des Interviews geht La Flame auf einen möglichen Veröffentlichungszeitraum ein. Er lässt verlauten, dass "Utopia" schon bald komme. Darauf könne man wetten.

Original-Artikel vom 14. Januar:

Im Herbst 2020 schickte Travis Scott in einer handgeschriebenen Notiz voraus, dass wir uns 2021 alle in "Utopia" sehen würden. Schon im Sommer sendete La Flame bereits eine ähnliche Botschaft zum zweijährigen Jubiläum seines Albums "Astroworld".

Seitdem ist der Name für das nächste Release von Travis so gut wie gesetzt. Als musikalische Vorboten für den Sound des neuen Großprojekts aus dem Hause Cactus Jack gelten bisher die lose veröffentlichten Singles "Franchise" und "Highest In The Room". Weitere Eindrücke aus "Utopia" könnten kürzlich auf Spotify zu hören gewesen sein. Auf der Streaming-Plattform wurden gleich zwei neue Songs von Travis Scott geleakt.

"Utopia"-Leaks? 2 Travis Scott-Songs auf Spotify aufgetaucht

Fans von Travis Scott dürften sich verwundert die Augen gerieben haben. Auf dem offiziellen Spotify-Profil des Superstars standen am 12. Januar ohne Vorwarnung auf einmal ein Solotrack mit dem Titel "Vision" und die 21 Savage-Kollabo "Niagara Falls" zum Streaming bereit. Letzterer Song wurde im Oktober 2020 von Chase B in Travis' Apple-Show ".WAV Radio" angeteast.

Auch "Vision" gab es schon 2020 zu hören. Der Track wurde auszugsweise in eine Werbekampagne von Kylie Jenners Kosmetik-Linie eingebunden. Wie die beiden Songs jedoch nun für alle Welt hörbar auf das Spotify-Profil von Travis Scott gelangt sind, bleibt vorerst ungeklärt. Es ist vermehrt von einem Hack zu lesen, der hinter der plötzlichen Veröffentlichung gestanden haben soll. Ob die Tracks unter diesen Umständen tatsächlich auf "Utopia" landen, ist zumindest mit einem Fragezeichen zu versehen.

Travis Scott teast "Utopia": Welche Infos noch im Umlauf sind

Wie auf Genius zu sehen ist, klebte auf den Promo-CDs zur Single "Franchise" ein Sticker, auf dem "Live from Utopia" steht. Dass der Track, der in einer Remix-Version mit einem Future-Part ausgestattet wurde, auf dem neuen Album von Travis Scott zu finden sein wird, scheint demnach sehr wahrscheinlich.

Aus der Twitter-Bubble lässt sich noch ableiten, dass Travis in Mexiko an seinem neuen Werk gearbeitet hat. Auch sind in den entsprechenden Postings reichlich andere Größen der US-Szene präsent. So seien Roddy Ricch, Don Toliver, Future, Tame Impala-Frontmann Kevin Parker sowie die Produzenten Hit-Boy, Wheezy und WondaGurl in die Arbeiten an dem Projekt involviert.

Mit Blick auf die Gerüchteküche ist der Übertritt nach "Utopia" wohl für den März 2021 vorgesehen. Zu dieser Mutmaßung trägt offenbar die offizielle Ankündigung des Drinks "Cacti" bei. Die passenden Dosen präsentierte Travis Scott im Video zu "Franchise". Er rappt dort auch über die Brand: "Cacti, not no iced tea". Der Launch des alkoholischen Getränks steht für März 2021 bevor.

Ein neues Produkt gleichzeitig mit einem neuen Album auf den Markt zu bringen, wirkt nicht wie die schlechteste Idee. Handfeste Infos zu "Utopia" bleiben jedoch eher Mangelware. Die Indizien, dass der Sprung aus der "Astroworld" nach "Utopia" in nicht allzu weiter Ferne liegt, häufen sich dennoch. Auf Instagram teilte Travis in seiner Story ein Artwork des länger eingestampften Science-Fiction-Magazins "Omni". Ergänzt wird der Post um ein kurzes "bald".


Foto:

Screenshot via instagram/travisscott

Ein Zitat aus der GQ Coverstory aus dem August 2020 untermauert den Fahrplan. Auf die Frage hin, welcher Anlaufpunkt nach "Astroworld" komme, antwortete Travis:

"You go to utopia. That’s where we go."

Das Outfit für den Trip steht auch bereits seit längerem fest:


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