Die 8 besten Graffiti-Filme, die du gucken kannst

Was sind die besten Graffiti-Filme? Graffiti-Filme können auch Szene-fremden Menschen ein Verständnis für diesen Teil der Kultur vermitteln. Im besten Fall reißen sie Mauern in Köpfen ein oder animieren dazu, politisch aktiv zu werden. Aber auch eine simple Adrenalin-Abfahrt und Selbstbeweihräucherung macht oft einfach unfassbar viel Spaß.

Nach Tanz-Filmen, Hiphop-Filmen, Serien und (Netflix-) Dokus kommen jetzt Graffiti-Streifen an die Reihe. Wir haben eine Liste der Graffiti-Filme zusammengestellt, die alle sehen sollten, die mit Graffiti etwas anfangen können. Der Rest eigentlich auch – allein schon deshalb, weil sie dabei nicht nur gut unterhalten werden, sondern auch noch was lernen können.

Wholetrain

Steigen wir mit einem Film aus Deutschland ein: "Wholetrain" stellt das Regiedebüt von Florian Gaag dar und lief 2006 in den Kinos.

Eine Writer-Crew gerät in die Bedrängnis, als eine konkurrierende Gruppe auftaucht. Nebenbei haben alle Protagonisten ihre eigenen Probleme:

In "Wholetrain" geht es selbstverständlich nicht nur um Graffiti, sondern auch um Freundschaft, Vaterschaft, Beziehungen aller Art und den Konflikt mit dem Gesetz.

Wer den Streifen noch nicht kennt, sollte das ändern: Unter anderem mischen Elyas M'Barek, Damion Davis und Mike Fiction aka Mike Kinski mit.

Unlike U – Trainwriting in Berlin

"Unlike U – Trainwriting in Berlin" gewährt tiefe Einblicke in die Szene: Es gibt jede Menge Action zu sehen, aber auch Archivbilder und Interviews mit vielen Writern.

Hier wird nichts beschönigt, sondern auch Selbstkritik geäußert. Tragische Töne schlägt "Unlike U" am Ende an, wenn es um den verstorbenen Ruzd geht.

Neben dessen Bruder kommen unter anderem auch Inka, Rew oder Lite zu Wort. Ein Meilenstein und eine Graffiti-Doku, die Interessierte sowie Fans unbedingt kennen sollten.

Banksy – Exit Through The Gift Shop

Banksy hat sich mit "Exit Through The Gift Shop" mehr oder weniger selbst ein Denkmal gesetzt. Dabei geht es gar nicht mal so sehr um ihn.

Eigentlich dreht sich der Banksy-Film darum, wie ein Künstler aufgebaut werden kann, wie ein Hype entsteht und genutzt werden kann.

Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Dokumentation, Fiktion und Realität: Was stimmt, was ist echt und vor allem – spielt das überhaupt eine Rolle, solange die Kasse stimmt?

Wer sich mit dem Phänomen Banksy auseinandersetzen will, kommt an diesem Film natürlich sowieso nicht vorbei.

Wer ein intelligentes wie witziges Stück Kino über Kunst und den sie umgebenden Zirkus sehen will, ist hier aber genauso an der richtigen Adresse.

"Exit Through The Gift Shop" - Official Trailer [HD]

Bansky is the heartbeat of street art. Now see it yourself. This is how urban street culture is being made. Coming to theatres on April 16th, 2010. The first film by renowned graffiti artist Banksy, became the hottest ticket at the 2010 Sundance Film Festival where it made its world debut.

Berlin Kidz – F*ck the System

Berlin Kidz zeigen in ihrem zweiten Film "F*ck the System", was alles möglich ist. Dabei steppen sie ihr Game nochmal ordentlich up: Die Drohnenaufnahmen sind beeindruckend.

Dasselbe gilt auch fpr die Aktionen. Hier wird von fahrenden U-Bahnen aus luftigen Höhen gesprungen, die Berlin Kidz seilen sich überall ab und machen dabei auch keinen Halt vor Windrädern oder Kirchen.

"F*ck the System": Berlin Kidz f*cken das System - und zwar richtig

Der Name Berlin Kidz steht für Freiheit, Adrenalin und Systemkritik wie sonst keiner. Das Berliner Graffiti- und Trainsurfing-Kollektiv hat sich nämlich auf Aktionen spezialisiert, die sich sonst niemand traut...

Wie es sich angefühlt hat, den Streifen in einem voll besetzten Berliner Kino zu sehen, kannst du hier nachlesen.

Den kompletten Film haben die Berlin Kidz nach und nach in kleinen Häppchen auf YouTube veröffentlicht. Mehr Adrenalin geht nicht:

Pixadores

"Pixadores" ist mehr als nur ein Film: Es ist ein berührendes Portrait und gleichzeitig ein flammendes Plädoyer für Graffiti, Pixação, Protest und die Aneignung des öffentlichen Raums.

Wer wissen will, woher die Berlin Kidz ihren Style haben und was es mit der Pixação-Kultur aus Brasilien auf sich hat, kommt an "Pixadores" nicht vorbei.

Amir Arsames Escandari hat für diesen Film drei Jahre lang in den Favelas São Paolos gelebt und sich das Vertrauen der Protagonisten verdient.

Graffiti ist immer politisch & "Pixadores" zeigt auf eindrucksvolle Art, wieso

Wir haben uns "Pixadores" im Kino angesehen. Derjenige, der das ermöglicht hat, bezeichnet "Pixadores" als den besten Graffiti-Film, den er je gesehen hat. Tom von Rotzfrech Cinema steht damit nicht allein da.

Zu etwas ganz Besonderem wird der Film, sobald die Djan, William, Biscoito und Ricardo nach Berlin kommen. Eigentlich sind sie zur Biennale eingeladen, um dort ihre Kunst zu präsentieren.

Das tun sie auch, stoßen damit aber gleichzeitig an die Grenzen der Veranstalter. Das Ganze endet fast tragisch und mit einem kleinen Skandal, bis die Polizei kommt – so, wie es die Pixadores gewöhnt sind.

Leider gibt es seit der einmaligen Kinotour keine Möglichkeit mehr, irgendwo "Pixadores" anzuschauen. Aber mit etwas Glück erscheint der Film irgendwann doch noch als DVD-Release.

Die Klassiker: Wild Style, Style Wars & Beat Street

Wer "Wild Style", "Style Wars" und "Beat Street" nicht kennt, sollte das dringend nachholen.

Die absoluten Klassiker sind nicht nur Kult, sondern gleichzeitig Wegbereiter der gesamten Hiphop-Kultur gewesen.

"Wild Style" stellt dabei einen der ersten Hiphop-Filme überhaupt dar. Der Spielfilm ist 1982 erschienen und widmet sich nicht nur Graffiti, sondern Hiphop als Ganzem.

Unter anderem hat das ZDF dabei geholfen, den Film auf die Beine zu stellen und so Graffiti und Hiphop auch in Deutschland populär zu machen.

"Style Wars" von 1983 war eine der ersten Dokumentationen, die sich mit Hiphop und insbesondere Graffiti beschäftigt hat.

Auch hier spielt Breakdance im New York der 1980er jahre eine wichtige Rolle.

"Beat Street" ist ein Jahr später, also 1984 erschienen und spielt in der Bronx der 1970er. Der Spielfilm widmet sich dementsprechend der Entstehung von Breakdance, Rap und Graffiti – kurz: Hiphop.

Noch sehr viel mehr Graffiti-Filme und -Dokus findest du hier:

Graffiti

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"The Rise of Graffiti-Writing": Alle 10 Folgen sind online

Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, jetzt sind alle zehn Folgen online: Arte widmet sich in der Doku-Miniserie The Rise of Graffiti-Writing den Anfängen Graffitis in Europa. In den ersten vier Folgen geht es unter anderem darum, wie das ZDF dabei geholfen hat, Graffiti nach Deutschland zu holen.

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Banksy spendet dem British Museum eine Fake-Banknote

Banksy spendet dem British Museum eine Fake-Banknote

Von David Molke am 04.02.2019 - 17:50

Banksy steht jetzt ganz offiziell in einer Reihe mit altehrwürdigen Künstlern. Wie der Guardian berichtet, gesellt sich eine Falschgeld-Banknote von Banksy zur Sammlung des British Museums in London.

Dieses Mal hat er sich nicht reingeschlichen und einfach eines seiner Werke aufgehängt. Nein, das von ihm schon 2004 erstellte Falschgeld wurde wohl von seinem Pest Control genannten Repräsentanten gespendet.

Banksy-Kunstwerk im Wert von $45.000 offenbar gestohlen

Banksy erfreut sich so großer Beliebtheit, dass die Leute ihre Finger nicht von seinen Kunstwerken lassen können. Im wahrsten Sinne des Wortes...

Banksy ist jetzt offiziell Teil des British Museums – mit Falschgeld

Die Banknote stellt selbstverständlich kein echtes Geld dar. Das Konterfei der verstorbenen Diana ziert die Blüte.

Das Kunstwerk hört passend dazu auf den Namen "Di-faced Tenner" und stammt von einer Banksy-Aktion aus dem Jahr 2004.

Statt "Bank of England" steht auf dem Geldschein "Banksy of England". Außerdem lautet das Motto "I promise to pay the bearer on demand the ultimate price".

Allerdings wird die Banknote wohl vorerst nicht ausgestellt, sondern geht einfach nur in die Sammlung des British Museums über.

Kritik oder Teil vom Zirkus? Wieso Banksys Schredder-Aktion genial ist

An Banksy scheiden sich wieder mal die Geister...

Banksys "Di-faced Tenner" stammt aus "Exit through the Gift Shop"

Gegenüber dem Guardian gibt ein Sprecher des British Museums an, dass man dort sehr glücklich über den Neuzugang in Form eines echten Banksys sei.

Es gebe eine lange Geschichte von Künstlern, die ihren Protest in der Form von Falschgeld oder Parodien von Banknoten ausgedrückt haben.

Die Geschichte hinter Banksys "Di-faced Tenner" kann in der Mockumentary "Exit through the Gift Shop" nachvollzogen werden.

Darin heißt es, Banksy habe insgesamt 1000 Banknoten angefertigt und begonnen, sie auf dem Reading-Festival zu verteilen.

Das Ganze wurde gestoppt, als die Besucher versucht haben sollen, mit den Geldscheinen an der Bar zu bezahlen.

Da sei Banksy erst bewusst geworden, dass man für das In-Umlauf-bringen von Falschgeld mit zehn Jahren Knast bestraft werden kann:

"It was like, holy sh*t, we just forged a million quid, and obviously for that you'd go to jail for ten years."

Wie findest du, dass Banksy-Werke an Museen gespendet werden?

Banksy fake banknote artwork joins British Museum collection

Piece depicts Princess Diana and was one of thousands of copies produced in 2004

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