Der Air Max 98 im Hype-Modus: Raus aus dem Schatten des älteren Bruders

Im Jahr 1998 wurde Frankreich Fußballweltmeister, das Betriebssystem Windows 98 erschien und die SPD holte bei der Bundestagswahl fast 41 %. Vor allem am Wahlergebnis der SPD merken wir, dass '98 schon eine Weile her ist. Allerdings es gibt Dinge, die haben es aus dem alten Jahrtausend ins Neue geschafft haben: Der Air Max 98 gehört dazu.

Die Silhouette erlebte Ende Januar 2018 ein gehyptes Comeback und war innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Nun kommen nach und nach immer mehr Colorways aller Art auf den Markt, die vermutlich alle eine Sache eint: Sie werden innerhalb von Minuten vergriffen sein. Hype iz da!

So reibungslos lief der Einstieg des kleinen Bruders des Air Max 97 nicht immer und der erste Auftritt des 98ers im neuen Jahrtausend war es auch nicht. Wir stellen dir eines der heißesten Modelle 2018 vor.

Knapp 150 US-Dollar sollte der Schuh 1998 kosten. So war er im Eastbay-Katalog für den Februar (oben rechts in der Ecke) zu kaufen:


Foto:

highsnobiety.com

Ein stolzer Preis, doch das Modell wurde heiß erwartet. Schließlich hatten die Modelle der Air Max-Serie immer wieder neue Maßstäbe gesetzt. Im Jahr zuvor war es der 97er gewesen, der für Furore sorgte. Nun sorgte der Preis von knapp 150 Dollar - mit dem das Modell an der obersten Grenze der damaligen Preise Nikes kratzte - vermutlich dafür, dass die Erwartungen immens waren.

Ein tatsächlicher Durchbruch gelang der Silhouette zunächst allerdings nicht. Vielen war der Schuh im Vergleich zum 97er zu klobig. Die Meinungen gingen auseinander und der echte Run auf das Modell blieb aus. Ob das am Preis oder dem umstrittenen Design lag, ist schwer zu sagen. Erschwerend dürfte hinzugekommen sein, dass Nike recht zügig weitere Releases folgen ließ, sodass der Air Max 98 etwas unterging. 

Allen Diskussionen zum Trotz, die es damals um das Design des Schuhs gab, gilt er für viele Sneakerheads bis heute als Stilikone. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist der Air Max 98 etwas stringenter gehalten. Das wellenförmige Design wurde durch gerade Linen, die zum Schnürsystem führen, ergänzt. Die Air Max-typische Air Unit findet sich selbstverständlich auch hier wieder. Sie geht von der Ferse bis zur Toebox des Schuhs und soll einen bequemen Gang ermöglichen. Die Air Unit wurde damals relativ unverändert vom Vorgängermodell übernommen. Die einen hielten es für einfallslos, die anderen behaupteten, dass Nike im Jahr zuvor schon mehr als einen Schritt voraus war. Verantworlich für das Design war der Nike-Designer Sergio Lozano, der bereits den Air Max 95 entworfe hatte und ebenfalls bis heute als Benchmark gilt.

Wie oben zu sehen, erschien der Schuh damals in einer dunkelblauen Variante für Männer und in einem etwas helleren Blau für Frauen. Der gelbe Swoosh und andere Elemente fanden sich in beiden Varianten wieder. Ähnlich sehen auch die Colorways aus, die Ende Januar auf den Markt kamen und schnell vergriffen waren:


Foto:

Produktfoto: Nike

Das damals ein wenig umstrittene Design scheint über die Jahre eine stabile Fanbase bekommen zu haben. Dafür spricht zum einen, dass Nike 2014 bereits einmal ein Comeback wagte und den 98er auf den Markt warf. Zwei Jahre später waren es dann die Jungs und Mädels von Supreme, die gemeinsam mit Nike einen eigenen Air Max 98 an den Start brachten:

SOCKS GAME . Socks: @edwineurope . Disponible en boutique dès aujourd'hui. . Obsidian. 80 rue du Bourg Neuf. 13300 Salon de Provence. . #obsidian #obsidianleshop #concept #conceptstore #design #edwin #edwinjeans #nike #supreme #airmax98 #airmax98supreme #airmax #hypebeast #hype #highsnobiety #sneakers #kicks #kicksonfire #sneakeraddict #sneakerhead #sneakerporn #minimal #readytowear #socks

86 Likes, 1 Comments - Obsidian (@obsidianleshop) on Instagram: "SOCKS GAME . Socks: @edwineurope . Disponible en boutique dès aujourd'hui. . Obsidian. 80 rue du..."

Wenn jemand weiß, was designtechnisch State of the Art ist, dann Supreme. Doch auch unabhängig von Supreme, den Diskussionen um ein möglicherweise zu klobiges Design oder dem nicht vollkommen geglückten Release Ende der 90er scheint es so, als ob Nike mit dem Re-Release des Air Max 98 vieles richtig gemacht hat.

Das Design kommt bei jung und alt an. Dafür spricht vor allem, dass sämtliche Stores nach wenigen Minuten "Out of Stock" meldeten. Ob die jüngere Generation dabei vor allem vom Hype des 97ers angefixt ist oder den 98er auch sonst gekauft hätte, wissen wir natürlich nicht. Spielt aber auch keine Rolle.

So manch älterer Sneakerhead dürfte sich gefreut haben und wir sind uns sicher, dass wir im Frühjahr den einen oder anderen Air Max 98 auf den Straßen sehen werden. Endlich raus aus dem Schatten des älteren Bruders!

Falls du Bock hast, dein Wissen über die gesamte Air Max-Serie zu testen, haben wir hier ein ausführliches Quiz für dich:

Sneaker-Quiz: Was weißt du über die Air Max-Serie?

Von Jonas Lindemann am 06.02.2018 - 14:09 Wohl kein Ereignis in den USA bietet eine derart populäre Werbefläche wie der Super Bowl. Das weiß auch Nike. Die nutzten Justin Timberlakes Halbzeitshow beim Finale am vergangenen Sonntag als Plattform für ein neues Sneaker-Modell. Timberlake trug die Air Jordan III JTH, eine Spezialversion der Air Jordan 3.

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Kommentare

Deutschrapopfer, wa? Junge, Sneakers gehörten schon immer zur Hip Hop Kultur

Was los mit dir, das Product Placement ist nicht mehr zu verleugnen. Kultur hin oder her.

Deine Mutter gehört auch zur Hip Hop-Kultur

Kennt einer noch die Anfangszeit von Hip Hop als es verpönt war Markensachen zu tragen? Die Hip Hop szene ist tot, lang lebe die Hip Hop industrieszene.!

Deine Meinung dazu?

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SNIPES expandiert gewaltig: 95 neue Filialen in den USA

SNIPES expandiert gewaltig: 95 neue Filialen in den USA

Von Moritz Braun am 12.09.2019 - 14:07

Der deutsche Streetwear-Dealer SNIPES expandiert weiter in den USA. Nachdem im Januar bereits 64 Läden von Kicks USA übernommen wurden, hat SNIPES im Juli 31 Stores des Sneaker-Retailers Mr. Alan’s akquiriert.

SNIPES bald mit fast 100 Filialen in den USA

SNIPES ist eng mit der Hiphop-Kultur verbunden und hat in der Vergangenheit schon Kollektionen mit Künstlern wie Genetikk, dem Wu-Tang Clan und French Montana auf den Markt gebracht.

Mit über 220 Stores in Europa ist SNIPES einer der größten Streetwear-Shops des Kontinents. Die übernommenen Stores von Kicks USA und Mr. Alan’s werden in den nächsten Monaten auf SNIPES umgeflaggt und Anfang 2020 wiedereröffnet. Damit betreibt SNIPES bald 95 Stores in den USA, unter anderem in Miami, New York City, Philadelphia und Chicago - nicht unbedingt eine alltägliche Geschichte für einen Filialisten, der mit einem Store in Essen begonnen hat.
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Simon Bus, Head of Communications von SNIPES, hat uns dazu ein paar Fragen beantwortet.

Ist der Streetwear-Markt in den USA nicht wahnsinnig hart umkämpft und Snipes steht ein harter Fight bevor?

Der Streetwear- und Sneakermarkt ist die Leidenschaft, der wir uns seit über zwei Jahrzehnten verschrieben haben. Das ist, wie in anderen Lebensbereichen auch, manchmal pures Vergnügen und manchmal auch eine Herausforderung. Da wir lieben was wir tun und wissen was wir drauf haben, konzentrieren wir uns auf die eigenen Stärken und sind uns sicher, dass wir der Herausforderung in den USA gewachsen sind. Die ersten Events und Openings, so wie man sie von SNIPES aus Europa kennt, haben wir in den USA bereits umgesetzt. Wir waren zum Beispiel auf dem "Made in America"-Festival mit Meek Mill als Headliner als Sponsor dabei und haben ein Meet & Greet mit DJ Khaled in einem unserer New Yorker Stores realisiert.

Was erhofft sich Snipes von der Expansion in den USA?

SNIPES ist eine globale Marke. Wachstum gehört damit zu unserem Business dazu. Unser Ziel ist es, in den USA mit den Attributen, die uns in Europa groß gemacht haben, also tollen Stores, guter Produktauswahl, authentischem Personal, Events und Kultur, auch in den USA aufzutreten. Das ist unsere DNA, das sind unsere Wurzeln. Es ist weniger eine Hoffnung als ein Auftrag, den wir uns selbst gegeben haben, auch in den USA wir selbst zu sein. Raised from concrete.

Stehen neue Kollaborationen zur Expansion an, insbesondere mit US-Hiphop Künstlern?

SNIPES hat in der Vergangenheit bereits mit vielen internationalen Künstlern wie Snoop Dogg, dem Wu-Tang Clan, Joey Bada$$, oder gerade erst kürzlich DJ Khaled zusammengearbeitet. Wir werden uns treu bleiben und sicher auch in Zukunft mit großen Künstlern kooperieren. Diese Kooperationen und Kollaborationen werden ab sofort auch in den USA ausgerollt werden.


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