5 Gründe, warum du "Straight Outta Compton" sehen musst!

 

In wenigen Tagen ist es endlich so weit: Die legendäre Rapcrew N.W.A bekommt ihren wohlverdienten eigenen Kinofilm. Es ist kein DVD-Streifen, keine Doku für Alternativkinos, sondern ein handfester Blockbuster mit millionenschwerem Budget.

Wir hatten die große Ehre, nicht nur mit den Schauspielern, dem Regisseur und Ice Cube persönlich zu sprechen, sondern auch den Streifen bereits mehrmals zu sehen. Wir sagen dir: Es lohnt sich!

Wenn du nicht sowieso schon von den Trailern überzeugt bist oder noch einen Schubser brauchst, dein Portemonnaie für ein Ticket zu öffnen, zählen wir 5 handfeste Antriebsgründe für dich auf, Straight Outta Compton im Kino zu sehen! You are now about to witness the strength of Hiphop.de knowledge!

Als Ansage: Um Deutschland klarzumachen, dass Hiphop am Start ist

In Los Angeles sind die Haltestellen und Billboards mit nichts anderem als N.W.A-Plakaten vollgeballert. Straight Outta Compton, wo man nur hinschaut. Ice Cubes Sohn steht in Chucks und Goldketten gefühlt an jeder Straßenecke. Ist ja auch logisch: Nicht nur, dass Hiphop in den USA die absolut vorherrschende Kultur ist, sondern natürlich sind N.W.A auch Lokalhelden gerade für die kalifornische Küste.

Um Deutschland klarzumachen, dass Hiphop hier auch schon lange angekommen ist, braucht es offensichtlich allerdings mehr als wöchentliche Top-10-Platzierungen und Platinplatten für Pop-Rapper. Ein Zeichen wäre doch mal, wenn die gefährlichste Gruppe der Welt sich zumindest für eine Woche den Nummer-1-Spot der Kinocharts holt.

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Als Verpflichtung: Um Eazy-E als Legende weiterleben zu lassen

Nicht jeder der N.W.A-Mitglieder hatte den Karriereverlauf von Dr. Dre. Mehrere Klassikeralben, unzähligen lebenden und toten Rapperlegenden geholfen und letztlich seine eigene Elektronikmarke für knapp 3 Milliarden Dollar an Apple verkauft.

Was hat DJ Yella in der Zwischenzeit gemacht? Naja, so um die 300 Pornofilmchen gedreht, in einigen sogar mitgespielt. MC Rens Spur verläuft so ähnlich im Sand. Cube ist mittlerweile hauptsächlich Schauspieler und mehrere Hundert Millionen Dollar schwer.

Was all diese Jungs gemeinsam haben? Sie leben noch. Eazy-E nicht. Er ist derjenige, dem der Film gewidmet ist. Der eine, der diese Gruppe laut Sagenschreibung und Kinofilm zunächst überhaupt zusammenbrachte. Der eine Aura und ein Charisma versprühte, dem wohl kaum einer widerstehen konnte.

Deshalb: Es ist wichtig, dass dieser Film für die Aufrechterhaltung von Eazys Vermächtnis durch die Decke geht.

Als Denkanstoß: Um dein Verständnis von Ghostwriting auf den Kopf zu stellen

Eines der wohl interessantesten Aspekte des Films ist die produktionstechnische Dynamik zwischen den einzelnen Mitgliedern. Zugegeben, es ist kein Geheimnis, dass Eazy und Dre nie richtige Rapper gewesen sind.

Toxik und ich, Aria, fragten uns vor der Aufführung des Filmes noch, wie und ob diese Tatsache überhaupt deutlich gemacht würde im Film. Und siehe da: Ja, Ice Cube ist ganz klar der lyrische Mastermind der Gruppe, auch im Film. 

Lustigerweise bietet der Film allerdings eine alternative Sichtweise auf das ganze Ghostwriting-Thema. Unauthentisch, unreal, fake? Die Jungs von N.W.A haben so oder so ähnlich schon alle ziemlich genau das erlebt, was sie rappen. Nur geschrieben haben manche es nicht selbst. Was nun? Ein Denkanstoß für dich... 

Als Lernstoff: Um nachzuvollziehen, unter welchen Umständen Gangsta-Rap entstand

Als Mittelstandkids in Deutschland kann man nicht immer hundertprozentig nachvollziehen, wie sich Tupac und Biggie gefühlt haben. Keine Frage, feiern darf man die Musik natürlich trotzdem.

Straight Outta Compton gibt dir allerdings eine ganz neue Perspektive auf den amerikanischen Gangsta-Rap der späten 1980er und die gesellschaftlichen Hürden und Problematiken, die N.W.A auf dem Weg zum Ziel überwinden mussten.

Glücklicherweise ist der Film authentisch genug und ästhetisch ansprechend genug gemacht, um dich als Zuschauer in eine Zeit mitzunehmen, die du so leider – oder vielleicht eher zum Glück – nicht miterlebt hast.

Du bist nicht in Compton gefangen, also lehn dich zurück und genieß die zweieinhalbstündige Achterbahnfahrt im Kino!

 

Als Motivation: Um politischen Missständen vernünftig die Stirn zu bieten

N.W.A standen für viel mehr als nur Musik. Sie waren das Ventil vieler Jugendlicher, ihrem Frust Luft zu machen. Wenn Polizeibrutalität auf Bandenkriege, familiäre Missstände und wenig Geld trifft, kann schonmal das Fass überlaufen.

Die Jungs aus Compton nahmen allerdings nicht eine AK47 oder einen Baseballschläger in die Hand (nagut, doch, manchmal schon – aber das ist hier eher Nebensache), um ihren Standpunkt auf der Straße zu vertreten. Sie machten Stift und Papier, Drummachines, Turntables und Mikrophone zu ihrer Waffe. Eine Motivation für uns.

Die Worte von Eazy und Co. waren zuweilen derart gefürchtet von der amerikanischen Regierung, dass N.W.A höchstpersönlich Post vom FBI bekamen. Wie die Jungs reagierten, kannst du dir ab dem 28. August in deinem Lieblingskino anschauen! Viel Spaß!

 

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