4 Fakten über Eminem, die du vielleicht wirklich noch nicht kennst

Eminem ist eine Ikone des Raps und der Popkultur.

Es gibt wohl kaum Menschen, die seine Skills in Frage stellen und es wurde eigentlich schon alles über den Mann gesagt. Im Internet wirst du mit zig Artikeln fündig, die dir verrückte Fakten über Marshall Mathers versprechen, die unglaublich sind und die du noch nicht kennst. Viel davon ist langweilig, anderes bloße Vermutung. Wir haben vier Perlen aus den Untiefen des Webs geborgen, die du vielleicht WIRKLICH noch nicht kennst.

1. Das Geschenk für Elton John und seinen Freund

Den Vorwurf, homophob zu sein, hat Eminem beispiellos widerlegt. Nachdem er und Elton John zusammen bei den Grammys 2001 Stan performt hatten, sollte eigentlich schon klar gewesen sein, dass die homophoben Lines in seinen Texten aus der Perspektive des bekloppten Slim Shadys gerappt wurden. Der britische Sänger hatte das schon zuvor verstanden und Eminem von Beginn an gefeiert.

Eine Story, die John 2010 gegenüber dem Rolling Stone erzählte, handelt vom Geschenk, das Em ihm und seinem Partner David Furnish machte. Als die beiden 2005 ihre eingetragene Lebenspartnerschaft eingingen, hatte der Rapper etwas Besonderes für sie parat.

"Ich liebe ihn. [...] Er hat einen großartigen Sinn für Humor. Als David und ich unsere Lebenspartnerschaft eingingen, schickte er uns ein Geschenk. In einem Etui waren auf Samtpolstern zwei diamantene Cockringe. Da habt ihr euren Homophoben!" – Elton John

2. Die witzigen Tracks von Encore kann er sich nicht mehr geben

Sein viertes Major-Album Encore entstand in einer Phase, als es mit Em wegen der Drogensucht bergab ging. Songs wie Big Weenie, Rain Man oder Just Lose It sind technisch einwandfrei und können viele Fans auch heute noch begeistern, aber Eminem selbst hört diese Nummern gar nicht gerne:

"Das erinnert mich an die Phase, in der ich anfing, im Studio immer richtig high zu sein. [...] Da fand ich ziemlich viel dumme Scheiße witzig", wird er in der Spin-Ausgabe aus dem August 2010 zitiert.

Schade. Einiges von diesem "dumb Sh*t" ist ziemlich genial geworden:

3. Eminem wurde von dem Typen verklagt, der ihn in der Schule zusammengeschlagen hat

In Brain Damage von der Slim Shady LP rappt Eminem über die Gründe dafür, dass er so gestört ist. Darin erwähnt er namentlich einen Typen names D'Angelo Bailey, der ihn in der Schule permanent gemobbt hat und ihn letztendlich durch eine Auseinandersetzung ins Krankenhaus beförderte.

Als der Song veröffentlicht wurde, geriet Em wieder in den Fokus von Bailey. Der hatte nämlich Hak gerochen, als sein früheres Opfer anfing, Platten zu verkaufen. 2001 wollte der damalige Hausmeister eine Million Dollar vor Gericht erstreiten. Die Story aus Brain Damage sei nicht wahr, Eminem wolle nur seine Credibility festigen und sei damals unglücklich gefallen.

Schon klar. Seine Klage wurde ebenso abgewiesen wie die, die Ems Mutter 1982 gegen dessen Schule erhob, weil ihr Sohn dort täglichem Mobbing ausgesetz war (Quelle).

Um das Mobbing geht es im ganzen Song. Ab 1:30 Minuten wird D'Angelo Bailey erwähnt:

4. Einen Tag vor seiner Entdeckung musste Eminem zu Hause einbrechen

Die Rap Olympics 1997 in L.A. waren das vielleicht wichtigste Event überhaupt für Eminems Karriere. Dort wurde er von einem Interscope-Mitarbeiter entdeckt. Dieser schickte eine Kopie der Slim Shady EP an Jimmy Iovine, dieser spielte sie Dre vor und der meinte nur: "Finde ihn. Jetzt!"

So weit, so bekannt. Die wenigsten dürften wissen, dass der gute Em ziemlich abgef*ckt in diesen wichtigen Tag startete. Der Typ, dem er und seine Freunde die Miete zahlten, hätte sie verarscht und einen Tag vor dem Rap-Contest wurden sie aus ihrer Bude geschmissen, erzählt er dem Rolling Stone.

Er brach ein und schlief auf dem Boden. Kein fließendes Wasser, keine Heizung kein Strom. Zum Glück sollte danach alles anders werden.

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"Scheißegal": AK AusserKontrolle sagt im Bushido-Prozess aus

"Scheißegal": AK AusserKontrolle sagt im Bushido-Prozess aus

Von Paul Kruppa am 26.10.2021 - 11:50

Nach einer etwas längeren Pause geht der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder, in dem Bushido als Nebenkläger auftritt, nun weiter. Dabei wurde AK AusserKontrolle in den Zeugenstand geladen, der für knapp anderthalb Jahre bei EGJ unter Vertrag stand. Vor Gericht zeigt er sich enttäuscht von Bushido, der während der gemeinsamen Zeit oft egoistisch gehandelt habe. Ihn und Arafat habe er allerdings als Freunde wahrgenommen.

AK AusserKontrolle mit Aussage vor Gericht

Watson, die den gesamten Prozess vor Ort begleiten, berichten, dass sich Richter Mrosk erst einmal überrascht zeigte, dass AK in den Zeugenstand tritt. Immerhin waren zuvor Zeugen häufig unentschuldigt ferngeblieben.

AK AusserKontrolle (jetzt auf Apple Music streamen) erzählt im Zeugenstand von seinem Werdegang bei dem Berliner Label. Seinen Vertrag habe er demnach nur mit Arafat ausgehandelt, an den er über seinen Bruder herangetreten war. Bushido sei lediglich zur Unterzeichnung dazugestoßen. Der Vertrag, den er als fair bezeichnet, habe ihm 30 Prozent der Einnahmen zugesichert, während sich Arafat und Bushido die restlichen 70 Prozent gleichermaßen aufgeteilt hätten. Dies wäre ein deutlich besserer Deal gewesen als sein vorheriger bei Universal Music.

Die Freude hätte allerdings nicht lange angehalten. Obwohl er konsequent gearbeitet habe und viele Songs aufnahm, sei nie etwas davon veröffentlicht worden. Das Ausbleiben von Musik-Releases und damit auch finanziellen Einnahmen sei irgendwann so schlimm geworden, dass sich bei ihm Steuerschulden in Höhe von 10.000 € angesammelt hätten. Bushido habe ihn nur hingehalten, als er ihn um Unterstützung bat. Arafat soll ihm das Geld dann vorgestreckt haben. Generell sei Bushido oft egoistisch gewesen und habe nur an seine eigene Karriere gedacht.

"Dieser Typ hat nur an sich gedacht. Ihm war das scheißegal. Deswegen ist er mir auch scheißegal."

Bushido: Angst vor Kollegah & Farid Bang?

Der Grund, warum keine Songs veröffentlicht wurden und auch der geplante Label-Sampler nie erschien, sei Bushidos Angst vor Kollegah und Farid Bang gewesen, vermutet AK. Zu dieser Zeit war der Streit zwischen EGJ und der JBG-Crew an seinem Höhepunkt angelangt. Kollegah und Farid sollen allerdings im Besitz eines Videos von Bushidos Ehefrau Anna-Maria sein, dessen Veröffentlichung Bushido verhindern wollte.

Nach "JBG 3", auf dem ordentlich gegen das Berliner Label ausgeteilt wurde, hätten alle antworten wollen, bis auf Bushido. Bei der kurzdarauffolgenden Trennung zwischen Bushido und Arafat habe er sich auf die Seite von Arafat gestellt, doch auch diese Zusammenarbeit habe keine Früchte getragen. Es habe allerdings keinen Streit gegeben, Arafat sei lediglich des Musikgeschäftes überdrüssig geworden.

"Alle wollten, dass geantwortet wird, aber Bushido wollte nicht."

Arafat, der von Bushido unter anderem wegen räuberischer Erpressung und schwerer Körperverletzung angeklagt wird, habe mit ebendiesem eigentlich ein freundschaftliches Verhältnis gepflegt. Zu der vermeintlichen Tat, dem Flaschenwurf auf Bushido, könne AK AusserKontrolle nichts sagen.

"Hat mir wehgetan": Ali Bumaye über Bruch mit Shindy

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 12:41 In einer äußerst ausführlichen Instagram-Story fasst Laas seine Zeit bei EGJ zusammen. Eine Zeit, die laut eigener Aussagen vor allem von Angst geprägt gewesen sei. Die Angst, das neue Camp zu enttäuschen. Auch an seine beiden ehemaligen Beef-Kontrahenten Kollegah und Farid Bang richtet er Grüße aus.


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