3 Gründe, warum Nicki Minaj momentan die wütendste Frau im Showgeschäft ist

Nicki Minaj hadert mit der Resonanz auf ihr Album "Queen". Nahezu täglich äußert sich die Rapperin über ihre Social Media-Kanäle zu den Gründen für den (für ihre Verhältnisse schwachen) Einstieg auf Position #2 der Billboard-Charts.

Dazu kommen noch wütende Nachrichten gegen die Medien und gegen Kollegen aus der Szene. Die Queen scheint ein wenig die Kontrolle zu verlieren. Was sie so derart aus der Fassung bringt, haben wir aufgearbeitet.

Nicki Minaj vs. Tourverschiebung

Die "NICKIHNDRXX"-Tour war für den Herbst angesetzt und sollte sich über Nordamerika erstrecken. Wie der Titel der Konzertreise verrät, war Future als Co-Headliner eingeplant. Die Shows wurden nun alle in den Mai verlegt – ohne Future.

Medien berichteten, dass Nickis Tour abgesagt worden sei. Das brachte die Rapperin auf die Palme. Das Billboard-Magazin nahm sie daher in die engere Auswahl für die wenig schmeichelhafte Auszeichnung: "C*cks*ckaofftheday". Sie habe die Tour nicht abgesagt, sondern nur verschoben. Produktionstechnische Gründe wären ausschlaggebend gewesen. Sie schulde ihren Fans Qualität. Die Europa-Termine sind übrigens vorerst nicht betroffen.

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In manchen Medienberichten wird jedoch ein anderes Bild gezeichnet. Schlechte Vorverkaufszahlen sollen den Ausschlag für die Verschiebung gegeben haben. Ein zitierter Branchen-Insider spricht davon, dass für Hallen mit einer Kapazität von 20.000 Zuschauern lediglich 1.000 bis 5.000 Tickets verkauft worden wären.

Nicki Minaj vs. Travis Scott & Spotify

In Nickis Augen gibt es zwei Gründe, warum "Queen" nicht auf der #1 gechartet ist: Travis Scott und Spotify. Ihrer Ansicht nach hat Travis nicht fair gespielt. Er hat sein Album "Astroworld" in seiner zweiten Verkaufswoche zusammen mit Tourpässen und Merchandise-Paketen angeboten. Durch diesen Move konnte er ihrer Meinung nach die Spitzenposition halten. Außerdem soll er die Reichweite seiner Freundin Kylie Jenner genutzt haben, um die Verkäufe anzukurbeln.

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I put my blood sweat & tears in writing a dope album only for Travis Scott to have Kylie Jenner post a tour pass telling ppl to come see her & Stormi. lol. Im actually laughing. #Queen broke the record of being number 1 in 86 countries.

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Travis sold over 50K of these. With no requirement of redeeming the album! With no dates for a tour, etc. I spoke to him. He knows he doesn't have the #1 album this week. I love my fans for the #1 album in AMERICA!

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In ihrer Radioshow "Queen Radio" kürt sie Travis zum "H*en***aoftheweek". Der zeigte sich von der Beleidigung unbeeindruckt und wies bei den VMAs nochmal mit Nachdruck daraufhin, wer die Nummer #1 in den amerikanischen Charts ist:

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An diesem Punkt sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Nicki ebenso einen Trick ausgepackt hat, um ihr Album Richtung Chart-Spitze zu befördern. Den Song "Fefe" mit 6ix9ine fügte sie erst nachträglich hinzu, um mehr Streams für ihr Album zu generieren.

Womit wir bei der Streaming-Plattform Spotify wären, die laut Nicki Minaj auch ihren Anteil am gefühlten Misserfolg hat. Spotify soll versprochenen Werbemaßnahmen nicht nachgekommen sein und hätte somit gegen die Rapperin gearbeitet. Ein Sprecher des Streaming-Dienstes machte in einem Statement klar, dass es keineswegs so gewesen sei. Ganz im Gegenteil: Der Support habe auf vielfältige Art und Weise stattgefunden.

"Spotify supported Nicki Minaj with a Times Square billboard, a host of the largest playlists, New Music Friday and the new music release shelf."

Nicki Minaj vs. Cardi B

Ebenfalls in ihrer Sendung "Queen Radio" sagte Nicki Minaj sinngemäß, dass Erfolg kauf- und planbar wäre. Ohne einen Namen zu nennen, führt sie die Hits anderer Rapperinnen auf viel Geld sowie Labelarbeit zurück. Da kaum eine andere Kollegin zur Zeit derart erfolgreich unterwegs ist wie Cardi B, fühlt diese sich angesprochen. Sie reagiert auf die Aussagen von Nicki Minaj in einem Live-Stream auf Instagram.

Cardi B Responds To Nicki Minaj's Diss

After Cardi B responded to Nicki Minaj saying other female rappers weren't competition for her, Cheryl Hickey and Graeme O'Neil react during ET Canada Live. SUBSCRIBE to our channel: https://www.youtube.com/user/ETCanadaOfficial FOLLOW us here: http://www.etcanada.com Facebook: https://www.facebook.com/etcanada Twitter: http://www.twitter.com/etcanada Instagram: http://www.instagram.com/etcanada Snapchat: https://www.snapchat.com/add/etcanada #CardiB #NickiMinaj

Cardi spricht davon, dass die Liebe von Fans nicht kaufbar sei, sondern auf Persönlichkeit und Talent basiere. Die unterschiedlichen Auffassungen über den Status in der Szene gipfelten jüngst in einer Dankesrede von Cardi bei den VMAs. Dort nahm sich noch einmal auf die scheinbare Planbarkeit einer erfolgreichen Karriere Bezug. Der Support, den sie genieße, sei gottgegeben und etwas, das man nicht kaufen könne. Ihre Danksagung beendet sie mit "B*tch!" und spielte damit wohl auf Nicki Minaj an.

Tasty Recipe on Twitter

Cardi B gave the best double meaning acceptance speech. #VMAs https://t.co/IMbRpyHDQS

Das letzte Wort dürfte in all diesen Angelegenheiten noch nicht gesprochen sein. Nicki kämpft an vielen Fronten, um wohl vor allem sich selbst zu erklären, warum es "Queen" nicht auf die #1 geschafft hat. Für die nächste Episode von "Queen Radio" steht eine weitere spezielle Würdigung an. Nicki hat angekündigt, den "Secret Hater Of The Year" zu benennen.

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Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Von Michael Rubach am 01.04.2020 - 10:58

Fler steht wieder einmal im Kreuzfeuer der Kritik. Gegenüber allen, die ihm in den letzten Tagen Rassismus unterstellt haben, räumt er nun ein, mit seiner "Slave"-Line gegen Jalil übers Ziel hinausgeschossen zu sein. In einem Instagram-Post zeigt er sich geläutert und kündigt an, den Part gegen Jalil neu schreiben zu wollen.

Fler: "Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Nach mehreren rhetorischen Fragen, die allesamt wohl auf die Geschehnisse der letzten Tage und Flers persönliche Lage anspielen sollen, kommt der Berliner zum Punkt. Er gesteht sich ein, dass er auf dem Track "Mood" die Grenzen der bloßen Provokation verlassen hat. Das Wort "Sklave" in einem Diss gegen einen dunkelhäutigen Kollegen zu verwenden, sendet auch an jugendliche Hörer eine fatale Message. Fler spricht in diesem Kontext von einem "bösen Beigeschmack", den er nun erkenne.

"Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte." [sic]



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Wenn eine Gruppe von Leuten Dich als einzelnen unterdrückt bist du ein Opfer. Wenn du danach zur Polizei rennst, weil Du alleine bist und sie in der Mehrzahl, bist auch wieder das Opfer...? Aber wenn du nicht zur Polizei gehst, kein Schutzgeld zahlen willst und deswegen natürlich auch keinen Rücken hast... bist du das aller grösste Opfer!??? Wenn du Streetrap machst und sagst du hast ein schweres Leben ist alles fake und gelogen...? Wenn du das selbe machst und Schutzgeld zahlst bist aufeinmal eine der Realste in der Szene...? Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte. Deswegen hab ich beschlossen die 2.Stophe von MOOD neu zu schreiben. Es gibt 1000 andere Angriffsflächen bei Jalil die ich sportlich als Rapper angreifen kann. Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz! #atlantis

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Dem attackierten Jalil schmeckte die Wortwahl des Tracks auch ganz und gar nicht. Er entgegnete kurz nach Release von "Mood", Fler hätte "gleich N**ga sagen können". Der von Fler in seiner Klarstellung benutzte Begriff des "Farbigen" ist leider ebenfalls nicht unproblematisch. Er geht auf Rassentheorien zurück und findet als Selbstbezeichnung in der Black Community keine Anwendung. An dieser Stelle Fler Absicht zu unterstellen, erscheint jedoch unangebracht. Dafür macht er generell zu deutlich, dass er seinen Diss neu bewertet hat.

Eine bewusste Entscheidung von Fler war hingegen sein Interview bei TV Strassensound. Dort vertiefte er mit seinen Aussagen den Graben zwischen sich und der schwarzen Community. Manuellsen, Künstler der Bantu Nation, Mortel und viele mehr positionierten sich daraufhin gegen Fler. Sugar MMFK droppte gestern noch einen Part, um klarzumachen, dass Flizzy sich keine weitere "Frechheit" erlauben solle.

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Da Fler seine Lyrics inzwischen offenbar für unangebracht hält, möchte er sie nicht unverändert stehen lassen. Er kündigt an, die zweite Strophe des Tracks "Mood" umzutexten. Das hieße jedoch nicht, dass er nicht weiter auf Konfrontationskurs mit Jalil bleiben würde. Es gebe "1000 andere Angriffsflächen bei Jalil". Sein Statement beschließt er mit dem Satz:

"Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Neben diesem Schauplatz im Fler-Universum ist die On-Off-Beziehung mit Sentino aktuell belastet. Letzterer beklagte sich über ausbleibende Zahlungen für die Mitarbeit an "Atlantis" und lieferte einen Disstrack, der vor allem durch seine extreme Homofeindlichkeit auffällt:

Sentino frontet Fler wegen angeblich unbezahlter "Atlantis"-Lyrics

Fler und Sentino dissen sich aktuell wieder mal gegenseitig - und zwar auf sehr unangenehme Art und Weise. Sentino frontet Fler in einer Disstrack-Vorschau, die vor Homofeindlichkeit nur so trieft. Fler postet als Antwort ein Video, das Sentino offenbar auf der Flucht zeigt, worauf der ebenfalls schon wieder reagiert hat.


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