2Pac vs. Biggie: Wie Sido und Haftbefehl ihren Favoriten gefunden haben

Die alte Frage unter Rap-Fans: Pac oder Biggie? Klar kann man auch beide feiern. Wer jedoch Mitte in den 90ern angefangen hat, sich mit Rap zu beschäftigen, sah sich wohl oft genötigt, eine Entscheidung zu treffen.

Als im November '94 Unbekannte fünf Schüsse auf 2Pac abfeuerten und der Konflikt zwischen den Küsten eskalierte, feierte der kleine Siggi gerade seinen 14. Geburtstag. Baba Haft war acht Jahre alt. Beide entschieden sich für Biggie. In der neuen Ausgabe der Juice haben die beiden über den Beef zwischen East und West Coast gesprochen.

Auf die Frage, warum er zum Biggie-Lager gehöre, antwortet der Mann, dessen Twitter-Account den vielsagenden Namen @siggismallz trägt: "Er ist der kr*****te Rapper der Welt. [...] Tupac kann natürlich auch rappen, aber Biggie ist trotzdem ein viel krasserer MC. Seine Attitüde, dieser Laid-Back-Style – das finde ich tausendmal krasser als diesen aggressiven Vortragsstil."

Außerdem hätte er sich viel besser mit dessen Lyrics, denen eines Kerls aus dem Block, identifizieren können. Man habe gewisse Parallelen zum eigenen Leben ziehen können. Dem stimmt Haftbefehl voll zu. Bei seiner Entscheidung zwischen East und West Coast hatte er es allerdings viel leichter:

"Mein großer Bruder hat immer Tupac gehört. Aus Prinzip habe ich dann gesagt, dass ich Tupac hassen – und stattdessen nur Biggie gehört."

Laut einer neuen Doku sind die Morde an den beiden legendären Rappern jetzt endgültig geklärt. Lies hier mehr zum Thema! Sido glaubt, dass es nie so weit gekommen wäre, wenn es Suge Knight nicht gegeben hätte:

"Die beiden würden noch leben, wenn's Suge Knight nicht gäbe. So sieht's aus!"

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Kommentare

Also in dem Suge Knight punkt, gebe ich komplett recht.

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Doku begleitet Haftbefehl durch Offenbach und Frankfurt

Doku begleitet Haftbefehl durch Offenbach und Frankfurt

Von Renée Diehl am 08.04.2021 - 16:28

Haftbefehl ist vor der geplanten Veröffentlichung von "Das schwarze Album" extrem fleißig gewesen: Auf etliche Interviews folgt nun eine Doku über ihn im TV-Format “Titel Thesen Temperamente“ beim Hessischen Rundfunk. Zu sehen sind vor allem eindrucksvolle Bilder von Offenbach und Frankfurt – Haftbefehl lädt zu einem Trip durch seine Kindheit und Jugend bis heute ein.

Erste Station: Frankfurt am Main

Die Dokumentation beginnt im Frankfurter Bahnhofsviertel, das sich die Produktion des TV-Formates wohl als Schauplatz für den Start des Interviews ausgesucht hatte. Haftbefehl selbst hat allerdings keinen Bock aufs Bahnhofsviertel und läuft stattdessen zielstrebig Richtung Main. Sein Kommentar: "Ach Digga, da war ich schon so oft. Da hab ich schon so viele Interviews gegeben, das geht mir langsam auf die Eier." Trotzdem erzählt er bereitwillig von seiner Jugendzeit als Ticker. Er wolle mit seiner Musik auch die Jugend davor warnen, sagt er. Der Kommentator berichtet zwischenzeitlich von Haftbefehls Rezeption innerhalb der Feuilleton-Presse sowie auf der Straße und unterstreicht damit die Gegensätzlichkeit, die der Offenbacher Rapper in sich vereint. Ganz ungestört von Fans bleibt die Dokumentation natürlich nicht – was allerdings auch den Kern der Doku ausmacht, Haftbefehl als lokalen Rap-Superstar zu porträtieren.

Zweite Station: Offenbach Marktplatz

So ziemlich jeder Deutschrap-Fan sollte inzwischen zwar die Geschichte um Haftbefehls schwere Jugend in der Hochhaussiedlung Mainpark in Offenbach und den Selbstmord seines Vaters kennen, allerdings wird diese in der Doku noch einmal vertieft. Das mag auch daran liegen, dass der gewöhnliche HR-Zuschauer mit Deutschrap wahrscheinlich kaum bis gar nichts anfangen kann. Unterstrichen wird die Story von eindrucksvollen Blockpanorama-Shots. Haft sagt:

"Frankfurt ist eine roughe Stadt und spätestens, wenn man hier ist, sieht man auch, dass wir keinen Scheiß labern. Aber Offenbach ist natürlich meine richtige Heimat. Da gefällt’s mir viel mehr, als in Frankfurt."

Und später: "Ich weiß überhaupt nicht, ob man Offenbach zu Deutschland zählen kann. Ich fühle mich hier auf jeden Fall sehr wohl. Ich glaube, nirgendwo ist es so Multikulti wie in Offenbach, oder?"

Damit ist auch das Fazit der Doku klar: "Für viele hier bedeutet er Heimat, Lokalpatriotismus. Und für ein bestimmtes Milieu auch Repräsentation."

“Das schwarze Album“ erscheint am 30. April. Die Features auf dem Album hat Haftbefehl bereits bekanntgegeben:

Welche Features sich Haftbefehl noch auf "DSA" gewünscht hätte

UPDATE vom 7. April:Nach der Verschiebung von "Das schwarze Album" auf den 30. April ist bei iTunes die Tracklist von Haftbefehls neuem Werk aufgetaucht. Demnach kommen zu den bisher bekannten Features (siehe unten) noch weitere Hochkaräter hinzu. Auf dem Song "24/7" wird sich Farid Bang die Ehre geben.


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