$1.300.000 für Supreme-Pieces: Eine Pariser Auktion zeigt die Bedeutung von Streetwear

 

Auf der Pariser C.R.E.A.M. Exhibition and Auction wurden von vergangenem Freitag bis Dienstag erst verschiedene - besonders begehrte - Pieces ausgestellt, bevor sie gestern in einer Auktion ersteigert wurden. Grails werden extrem begehrte Objekte in der Design- und Fashionszene genannt. 150 dieser Grails gingen gestern in Paris für mehrr als 1,3 Millionen US Dollar (850.681€) über die Ladentheke. Von T-Shirts über Aschenbecher und Boxsäcken war fast alles dabei.

Die Auktion hatte für enorme Aufmerksamkeit unter langjährigen Supreme-Fans und Sammlern gesorgt. Bereits das Wochenende vor der Auktion hatte viele Leute der Szene nach Paris gelockt. Das Besondere: Die Auktion samt Ausstellung wurde von einem der bedeutendsten Auktionshäuser Frankreichs durchgeführt. Artcurial wollte mit der Ausstellung und der abschließenden Auktion - auf der es allerdings nicht ausschließlich Supreme zu ersteigern gab - der immer größer werdenden Bedeutung von Streetculture und Streetwear in der Design- und Kunstszene Tribut zollen. 

Wie bei Auktionen üblich, wurden Preise erzielt, die für Aufsehen sorgten. Hier führen wir die fünf Grails auf, die am meisten Cash brachten:

5. Supreme x Spalding Basketball - 8.839€

4. Supreme x Nate Lowman Tee-Shirt “Box Logo – Shibuya” 2012 - 9.800€


3. Supreme x Everlast "Lights Out" Punching Bag 2016 - 20.200€

2. Supreme x Louis Vuitton Boîte Skateboard Trunk – 62,400€

1. Supreme x Louis Vuitton Malle Courier 90 Trunk - 88.400€

Dass Menschen derart viel Geld für Gegenstände zahlen, liegt natürlich daran, dass sie es können. Schließlich wird selbst der begeistertste Design- und Fashionhead, der nicht eben Fußballprofi, Rapper oder Bitcoin-Millionär ist, nicht in der Lage sein, zehntausende Euro für die Stücke auf den Tisch zu legen. Insofern handelt es sich hierbei eben um Sammler, die es sich leisten können oder die Dinge als Anlageobjekte nutzen. Im Grunde passiert da kaum etwas Anderes als bei klassischen Kunstauktionen, auf denen teils weitaus höhere Preise für Gemälde erzielt werden.

Das Besondere ist jedoch, dass Auktionshäuser mittlerweile Brands und Styles auf dem Schirm haben, die ihre Ursprünge eben nicht in der Highsociety haben, sondern von den Trends, Looks und Bewegungen der Straße inspiriert sind. Die Looks der jugendlichen Subkulturen, die jahrelang von Besucherinnen und Besuchern riesiger Auktionshäuser bestenfalls belächelt wurden, haben es nun in eben diese Häuser geschafft. An Jugend- und Subkulturen wie Hiphop führt mittlerweile in kaum einem gesellschaftlichen Bereicht mehr ein Weg vorbei - so ist es eben auch in der Modebranche. 

Einer der Pioniere dieser Entwicklung ist Supreme. Wie es die Brand geschafft hat, piekfeine Luxusmarken zur Zusammenarbeit zu bewegen und riesige Hypes zu erzeigen, kannst du hier nachlesen:

Vom Skateshop zur heißesten Brand der Welt: So erzeugte Supreme den Hype

Big Ben, Buckingham Palace oder das London Eye sind Dinge, die genannt werden, wenn es um Londoner Sehenswürdigkeiten geht. Samstags mit hunderten anderen Touris Schlange stehen? "Besser nicht", dachte ich mir und machte mich auf, um mir den Londoner Supreme Store anzusehen. Immerhin gibt es davon in Europa nur zwei, während es dutzende Kirchtürme, Riesenräder und Paläste gibt.

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